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Streit um drei war eine deutsche Gerichtsshow, die von 1999 bis 2003 im ZDF ausgestrahlt wurde.

Seriendaten
OriginaltitelStreit um drei
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)1999–2003
Länge45[1] Minuten
Episoden637[2]
GenrePseudo-Doku, Gerichtsshow
Erstausstrahlung12. April 1999[1] auf ZDF
Besetzung

KonzeptBearbeiten

Die echten Richter, zunächst Eugen Menken, ab August 1999 Guido Neumann, verhandelten im ZDF nachgestellte Gerichtsfälle mit fiktiven Streitenden aus dem Bereich des Zivilrechts und gelegentlich Privatklagen.

Insgesamt wurden 637 Sendungen ausgestrahlt. In jeder der 45- bis 50-minütigen Folgen wurden drei „Fälle“ behandelt.

Statt der Laiendarsteller in Gerichtsshows des Privatfernsehens spielten bei Streit um drei nur professionelle Schauspieler, darunter Prominente wie Barbara Weinzierl, Brigitte Mira, Guildo Horn, Georg Uecker, Viktoria Brams, Jaecki Schwarz, Christian Kahrmann, Sky du Mont, Peter Bond, Annemarie Wendl, Hans von Borsody, Dirk Bach, Rotraud Schindler, Heinz Meier, Grit Böttcher, Tilo Prückner, Ludwig Haas, Rolf Zacher und Christina Plate.

Anders als bei den Gerichtssendungen der Privatsender wie Richterin Barbara Salesch oder Das Jugendgericht, in denen Fälle des Strafrechts verhandelt wurden, handelte es sich bei Streit um Drei um Fälle aus dem Zivilrecht und folglich um eher unspektakuläre, dafür alltägliche Fälle. Der Moderator Ekkehard Brandhoff befragte die Zuschauer der Verhandlung in der jeweiligen Verhandlungsunterbrechung vor der Urteilsverkündung über den möglichen Ausgang und redete nach dem Urteilsspruch mit dem Rechtsexperten Wolfgang Büser über ähnlich gelegene Realfälle.

AusstrahlungBearbeiten

Die Sendung lief anfangs von Montag bis Donnerstag nachmittags um 15:10 Uhr. Anfang 2000 wurde am Freitagnachmittag die fünfte Ausgabe pro Woche eingeführt. Diese beschäftigte sich jeweils mit Arbeitsrecht. Hier war als Richter Ulrich Volk – der im wirklichen Leben Anwalt für Arbeitsrecht ist – tätig.

Änderungen und Spin-OffsBearbeiten

Ab dem 14. Februar 2002 lief auf demselben Sendeplatz für zwölf Ausgaben das Spin-Off Ich lass mich scheiden, bei dem durch einen Scheidungsrichter Ehen geschieden wurden. Im Unterschied zu den sonstigen Sendungen wurden hier nicht nur Szenen aus dem Gerichtssaal gezeigt, sondern vor dem Gerichtsprozess die zu scheidenden Paare in Einspielfilmen, in denen sie ihre Geschichte erzählen, vorgestellt.[3]

Ab Februar 2003 wurden, als Reaktion auf die Erfolge der privaten Sender mit ähnlichen Formaten, anstatt der Zivilprozesse erstmals Fälle des Strafrechts verhandelt.[4]

2003 wurde die Sendung aufgrund geringer Quoten eingestellt. Die letzte Folge lief am 4. April 2003, anschließend liefen auf dem Sendeplatz noch bis zum 6. Juni 2003 Wiederholungen. Damit war Streit um drei die letzte Gerichtsshow, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Streit um drei in der Internet Movie Database (englisch)
  2. wunschliste.de
  3. Ich lass mich scheiden. Abgerufen am 18. September 2019.
  4. HEIKO DILK: Der „Streit um drei“ ist aus und vorbei. In: Die Tageszeitung: taz. 6. Juni 2003, ISSN 0931-9085, S. 18 (taz.de [abgerufen am 18. September 2019]).
  5. Der Streit um drei ist vorbei – Abschied von Gerichtsshow: ZDF als Trendsetter? In: Berliner Zeitung, 6. Juni 2003