Straßlach-Dingharting

Gemeinde im Landkreis München in Bayern

Straßlach-Dingharting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Straßlach-Dingharting
Straßlach-Dingharting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Straßlach-Dingharting hervorgehoben

Koordinaten: 48° 0′ N, 11° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 635 m ü. NHN
Fläche: 28,34 km2
Einwohner: 3254 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82064
Vorwahl: 08170
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 144
Gemeindegliederung: 13 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 21
82064 Straßlach-Dingharting
Website: www.strasslach-dingharting.de
Bürgermeister: Hans Sienerth (BP/FWG/SPD/UWV)
Lage der Gemeinde Straßlach-Dingharting im Landkreis München
Starnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MiesbachLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis DachauMünchenForstenrieder ParkGrünwalder ForstBrunnthalHöhenkirchen-SiegertsbrunnPerlacher ForstAschheimAyingBaierbrunnBrunnthalFeldkirchen (Landkreis München)Garching bei MünchenGräfelfingGrasbrunnGrünwaldHaar (bei München)Höhenkirchen-SiegertsbrunnHohenbrunnIsmaningKirchheim bei MünchenNeubibergNeuried (bei München)OberschleißheimOttobrunnPlaneggPullach im IsartalPutzbrunnSauerlachSchäftlarnStraßlach-DinghartingTaufkirchen (bei München)UnterföhringUnterhachingUnterschleißheimOberhachingKarte
Über dieses Bild
Großdingharting

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa 18 Kilometer südsüdwestlich des Zentrums von München. Im Westen des Gemeindegebietes liegt das Isartal, dort fließen die Isar und der parallel dazu verlaufenden Mühltalkanal (auch Isarkanal genannt).

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Auf dem Gemeindegebiet befand sich Dürnberg, östlich von Mühlthal, heute eine Wüstung.

GeschichteBearbeiten

Die aus Moränenhügeln und der Schotterebene bestehende Geologie der Gemeinde wurde in der Eiszeit geformt. Mehrere Bodendenkmäler bezeugen ein etwa 100 v. Chr. entstandenes Siedlungsgebiet.

Vor der Gemeindegebietsreform lagen alle Ortschaften im ehemaligen Landkreis Wolfratshausen. Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dingharting und Straßlach zur neuen Gemeinde Straßlach zusammengeschlossen.[3] Im Jahr 1989 wurde der Gemeindename amtlich in Straßlach-Dingharting geändert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2.457 auf 3.206 um 749 Einwohner bzw. um 30,5 %.

PolitikBearbeiten

Ergebnis der Gemeinderatswahl am 15. März 2020[4]:

Partei Sitze
CSU 4
GRÜNE 3
SPD 1
FDP 1
FWG 3
BP 1
UWV 3

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern und hat drei Ausschüsse.

Erster Bürgermeister ist Hans Sienerth (parteifrei). Er trat mit dem Bündnis BP-FWG-UWV zur Wahl an und wurde am 15. März 2020 mit 87,5 % der abgegebenen Stimmen wiedergewählt.[5]

Der Gemeindesitz befindet sich im Ortsteil Straßlach.

TriviaBearbeiten

Der jetzige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter kandidierte 2008 in Straßlach-Dingharting für den Gemeinderat; trotz des zweiten Listenplatzes errang er kein Mandat, da die SPD nur ein Mandat insgesamt für sich verzeichnen konnte. Bis April 2011 wohnte er weiterhin in Straßlach-Dingharting, bis er sich am 25. Oktober 2011 vom Münchner SPD-Vorstand als einziger Bewerber der örtlichen Nominierungsversammlung zum Oberbürgermeisterkandidaten vorschlagen ließ.

WappenBearbeiten

Beschreibung: "Über von Gold und Grün im Wellenschnitt geteiltem Schildfuß in Blau ein schwebendes silbernes Kreuz." Die gleichzeitig genehmigte gelb-blaue Gemeindeflagge wird nicht verwendet.[6]

InfrastrukturBearbeiten

Da auf der Isar Floßfahrt betrieben wird, gibt es im Straßlacher Teil des Flusses neben dem Kraftwerk eine betonierte Floßrutsche, über die ein Floß die Staustufe überwinden kann. Sie gilt als längste Floßrutsche der Welt.

Am Mühltalkanal befinden sich das Wasserkraftwerk Mühltal und ein Ausflugsgasthof.

BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Hauptstraße der Gemeinde ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Staatsstraße 2072. Einige Kilometer weiter westlich liegt die Bundesstraße 11 von München nach Wolfratshausen.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Joseph Peruschitz (1871–1912), Benediktinerpater, geboren in Straßlach. Er erlangte Berühmtheit durch sein Verhalten beim Untergang der Titanic.
  • Karl Heinz Beckurts (1930–1986), Siemens-Vorstand, wohnhaft in Straßlach. Am 9. Juli 1986 wurden Beckurts und sein Chauffeur Eckhard Groppler auf der Staatsstraße Straßlach–Grünwald kurz nach dem Ortsausgang von Straßlach Opfer eines Bombenattentats der RAF.

WeblinksBearbeiten

Commons: Straßlach-Dingharting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Straßlach-Dingharting in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. September 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 584.
  4. Gemeinderatswahl Straßlach-Dingharting. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  5. Bürgermeisterwahl Straßlach-Dingharting. Abgerufen am 24. Mai 2020.
  6. Eintrag zu Straßlach-Dingharting auf der Seite kommunalflaggen.eu