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Stephen Duffy

englischer Sänger, Songwriter

Stephen Anthony James Duffy (* 30. Mai 1960 in Birmingham) ist ein britischer Songwriter, Sänger und Gitarrist.

Neben Soloprojekten unter anderem als Stephen „Tin Tin“ Duffy (Hit Kiss Me, 1985) arbeitete er auch für Robbie Williams und die Barenaked Ladies. Er war Gründungsmitglied von Duran Duran und ist derzeit Sänger der Gruppe The Lilac Time.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

FrühzeitBearbeiten

Durch einen Workshop an der School of Foundation Studies & Experimental traf Duffy auf John Taylor. Sie gründeten zusammen mit Taylors Freund Nick Rhodes im Jahr 1978 die Rock/New Wave-Band Duran Duran.

Taylor war anfangs Gitarrist, wechselte aber später zum Bass, Rhodes spielte von Anfang an Synthesizer, Duffy betätigte sich als Sänger, Songwriter und Bassist.

1979 verließ er die Schule und die Band, noch bevor Duran Duran ihren ersten großen Vertrag bei EMI 1980 unterschrieben. Er gründete die Band The Hawks, die 1981 ein 4-Track-Album Words of Hope veröffentlichten. Das Projekt wurde aber schnell wieder eingestellt.

Tin TinBearbeiten

1982 gründete er mit John Mulligan und Dik Davis (beide waren Mitglieder der Band Fashion), Andy „Stoker“ Growcott (von Dexys Midnight Runners) und Bob Lamb (Produzent von UB40) eine neue Band mit dem Namen Tin Tin. Die Band unterschrieb einen Vertrag mit WEA Records im Vereinigten Königreich (UK) und veröffentlichten den Song Kiss Me, welcher es in den UK-Charts bis auf Platz 155 schaffte. 1983 unterzeichnete Tin Tin in den USA einen Vertrag mit Sire Records und Kiss Me wurde dort zu einem Hit. Die Nachfolge-Single Hold It erreichte Platz 55 in den UK-Charts.

Duffy kehrte nach getaner Arbeit in den USA in seine Heimat zurück und unterzeichnete einen neuen Vertrag mit Virgin 10. Dort begann er, an seinem Album The Ups and Downs (produziert von Stephen Duffy, Booker T. Jones, J.J. Jeczalik, Nicholas Froome und Stephen Street) unter dem Namen Stephen „Tin Tin“ Duffy zu arbeiten. Das Album erreichte Platz 35 in den UK-Album-Charts.

Die Wiederveröffentlichung von Kiss Me erfolgte 1984 und anschließend She Makes Me Quiver. Ende 1984 nahm Duffy das dritte Mal Kiss Me auf, diesmal mit Froome und Jeczalik. Die neue Version wurde im Februar 1985 veröffentlicht und schaffte es auf Anhieb auf Platz 4 der dortigen Charts und wurde damit über 250.000 Mal innerhalb von drei Wochen verkauft und hielt sich fünf Wochen in den UK-Top-Ten. Die nächste Single Icing on the Cake startete auf Platz 14 im Juni 1985.

Die dritte Single Unkiss That Kiss wurde im September 1985 unter dem Namen Stephen A. J. Duffy veröffentlicht. Dies war die erste Single des neuen Album Because We Love You, welches im Frühjahr 1986 erschien. Die zweite Single des Albums war I Love You, die dritte Something Special, die zusammen mit Sandii von Sandii & the Sunsetz eingespielt wurde und recht erfolglos war.

Dr. CalculusBearbeiten

Zusammen mit Roger Freeman von Pigbag wurde im Jahr 1986 unter dem Namen Dr. Calculus das Album Designer Beatnik veröffentlicht. Aus dem Album gingen zwei Singles hervor: Programme 7 und Perfume from Spain.

The Lilac TimeBearbeiten

1986 begannen die Arbeiten am ersten Album von The Lilac Time, das gleichnamig im November 1987 von Swordfish Records auf den Markt kam. Im Februar 1988 gab es eine Wiederveröffentlichung von Fontana Records. Bis 1991 erschienen drei weitere Alben.

SoloBearbeiten

Nach The Lilac Time veröffentlichte Duffy wieder eigene Platten. 1993 wurde zusammen mit Nigel Kennedy Music In Color bei Parlophone eingespielt, das die Singles Natalie und Holte End Hotel beinhaltete. Im August 1995 folgte Duffy mit den Singles London Girls und Sugar High.

Duffy nahm am Project Me Me Me teil, an dem auch Alex James von Blur, Justin Welch von Elastica und Charlie Bloor beteiligt waren. Das Projekt war für eine Single Hanging Around geplant und wurde dann trotz Charterfolgs wieder wie geplant aufgelöst. I Love My Friends erschien 1998 mit den Singles 17 und You Are. Ebenfalls 1998 traf er Steven Page. Zusammen produzierten sie für die Band Barenaked Ladies die Songs Jane, Alcohol und Call and Answer. Außerdem nahmen sie gemeinsam ein Album unter dem Namen The Vanity Project auf.

Virgin brachte 1999 noch das Best-of-Album They Called Him Tin Tin mit Stücken aus den 1980er Jahren heraus.

The DevilsBearbeiten

1999 fiel Duffy ein Band aus seinen Duran-Duran-Jahren 1978–1979 in die Hände, weshalb er sich kurz darauf mit Nick Rhodes traf. Sie beschlossen, wieder zusammenzuarbeiten und die alten Songs vom Band neu aufzunehmen und veröffentlichten Songs aus den 1970er Jahren gepaart mit modernen Möglichkeiten der Musikproduktion. Das Resultat war das Album Dark Circles, das unter dem Namen The Devils erschien.

The Lilac TimeBearbeiten

Duffy vereinigte The Lilac Time mit seinem Bruder Nick und Michael Giri und den neuen Mitgliedern Claire Worrall und Melvin Duffy. 1999 erschien Looking for a Day in the Night und 2001 lilac6. Compendium - The Fontana Trinity, eine Collection von Songs der ersten drei Alben, kam 2001 heraus.

Keep Going erschien unter dem Namen Stephen Duffy & The Lilac Time 2003. 2007 kam das Album Runout Groove auf den Markt. Zeitgleich erschien die EP Happy Birthday Peace mit weiteren neuen Songs. 2009 wurde ein Rückblick auf die gesamte Karriere Duffys, das Doppelalbum Memory and Desire – 30 Years in the Wilderness, veröffentlicht.

Erst 2015 erschien nach längerer Schaffenspause mit No Sad Songs ein weiteres Album. Die Band besteht nunmehr lediglich aus Stephen und Nick Duffy sowie Claire Duffy (geb. Worrall), die mittlerweile die Ehefrau von Stephen Duffy geworden ist. Das Paar wohnt in Cornwall.[1]

Robbie WilliamsBearbeiten

Duffy ist Co-Autor der Robbie-Williams-Singles Radio und Misunderstood, die auf Williams’ Greatest Hits enthalten sind. Im Oktober 2005 wurde Intensive Care vollständig von Duffy mitgeschrieben und mitproduziert. Wegen des großen Erfolges wurde er für die folgende Williams-Tour als musikalischer Direktor engagiert. Erstmals wurde Duffy somit dem breiten Publikum bekannt. Die Zusammenarbeit mit Williams endete jedoch nach der Tour, nicht zuletzt weil Duffy im Laufe des Jahres Claire Worrall, die Keyboarderin der Robbie Williams Band, heiratete, die zuvor mit Williams liiert gewesen war.

DiskografieBearbeiten

The HawksBearbeiten

  • Words of Hope (1981) Five Believers (Single)

Tin TinBearbeiten

  • Kiss Me (1982) WEA
  • Hold It (1983) WEA (UK #55)
  • Kiss Me (US Remix) (1984) WEA

Stephen „Tin Tin“ DuffyBearbeiten

SinglesBearbeiten

  • She Makes Me Quiver (1984) (10 Records)
  • Kiss Me (1985) (1985) (10 Records) (UK #4)
  • Icing On the Cake (1985) (10 Records) (UK #14)
  • Unkiss That Kiss (1985) (10 Records)
  • I Love You (1986) (10 Records)
  • Something Special (1986) (10 Records) (Stephen Duffy & Sandii)
  • I Love You / Wednesday Jones (1986) (10 Records) (double-7")
  • Kiss Me (1989) (re-issue on Old Gold)

AlbenBearbeiten

  • The Ups and Downs (1985) (10 Records) (UK #35)
  • Because We Love You (1986) (10 Records)
  • They Called Him Tin Tin (1998) Virgin-VIP

Dr. CalculusBearbeiten

SinglesBearbeiten

  • Programme 7 (1985) 10
  • Perfume From Spain (1986) 10

AlbenBearbeiten

  • Designer Beatnik (1986) (10 Records)

The Lilac TimeBearbeiten

  • The Lilac Time (1987 - Swordfish Records limited release)
  • The Lilac Time (1988 - Fontana Records reissue)
  • The Lilac Time (1988 - Mercury Records US release with different track listing & extras)
  • Paradise Circus (1989)
  • & Love For All (1990)
  • & Love For All (1990) - Japanese release with obi strip
  • Astronauts (1991)
  • Astronauts (1991) - German Creation release
  • Astronauts (1998) - Japanese release, with seven extra tracks
  • Looking For a Day In the Night (1999)
  • Looking For a Day In the Night (1999) - Japanese release with 1 extra track
  • The Lilac Time (1999) - Japanese reissue of 1988 UK CD
  • Paradise Circus (1999) - Japanese reissue of 1989 CD
  • Compendium - The Fontana Trinity (2001) - 2 CD set of songs from first three albums
  • lilac6 (2001)
  • lilac6 (2001) - Japanese 2-CD set with 4 live tracks
  • Keep Going (2003 - titled Stephen Duffy and the Lilac Time)
  • Astronauts + (2005) UK Edition of 1998 Japanese 19 track version
  • The Lilac Time (2006) - UK Mercury Reissue of 1988 UK CD with extra tracks & Radio Sessions
  • Paradise Circus (2006) - UK Mercury Reissue with extra tracks & instrumentals
  • & Love For All (2006) - UK Mercury Reissue with extra tracks & Radio Sessions
  • Runout Groove (2007 - titled Stephen Duffy and the Lilac Time)
  • Memory & Desire - 30 Years in the Wilderness (2009 - titled Stephen Duffy and the Lilac Time)
  • No Sad Songs (2015)

Stephen DuffyBearbeiten

SinglesBearbeiten

  • Natalie (1993) Parlophone

AlbenBearbeiten

  • Music In Colors (1993) Parlophone

DuffyBearbeiten

SinglesBearbeiten

  • London Girls (1995) Indolent (UK #180)
  • Sugar High (1995) Indolent (UK #83)
  • Starfit (1996) Summershine
  • Needle Mythology (1996) Indolent (UK #131)
  • 17 (1997) Indolent
  • 17 (1998) Cooking Vinyl
  • You Are (1998) Cooking Vinyl

AlbenBearbeiten

  • Duffy (1995) Indolent (UK #121)
  • I Love My Friends (1998) Cooking Vinyl (UK #155)

Me Me MeBearbeiten

  • Hanging Around (1996) Indolent (UK #19)

The DevilsBearbeiten

  • Dark Circles (2002) Tape Modern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.deutschlandfunk.de/corsogespraech-meine-platten-waren-schon-ganz-schoen-duester.807.de.html?dram:article_id=316113