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Stechow-Ferchesar

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Stechow-Ferchesar führt kein Wappen
Stechow-Ferchesar
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stechow-Ferchesar hervorgehoben
Koordinaten: 52° 39′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Amt: Nennhausen
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 51,22 km2
Einwohner: 911 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km2
Postleitzahl: 14715
Vorwahl: 033874
Kfz-Kennzeichen: HVL, NAU, RN
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 293
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Fouqué-Platz 3
14715 Nennhausen
Webpräsenz: www.stechow-ferchesar.info
Bürgermeister: Michael Spieck (Unabhängige parteilose Wählergruppe Stechow)
Lage der Gemeinde Stechow-Ferchesar im Landkreis Havelland
BrieselangDallgow-DöberitzFalkenseeFriesackGollenberg (Havelland)GroßderschauHavelaueKetzin/HavelKleßen-GörneKotzen (Havelland)Märkisch LuchMilower LandMühlenbergeNauenNennhausenPaulinenauePessinPremnitzRathenowRetzowRhinowSchönwalde-GlienSeeblickStechow-FerchesarWiesenaueWustermarkBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Stechow-Ferchesar ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Havelland. Sie gehört zum Amt Nennhausen mit Sitz in Nennhausen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Stechow-Ferchesar liegt ca. 10 km nordöstlich von Rathenow, ca. 62 km westlich von Berlin-Spandau und südlich des Großen Havelländischen Hauptkanales. Der Ortsteil Ferchesar liegt am Havelsee Hohennauener-Ferchesarer See, an dem sich der Yachthafen Ferchesar befindet. Die Region um Ferchesar-Stechow ist sehr wald- und seenreich. Der Ortsteil Ferchesar selbst liegt am Ende des Hohennauener-Ferchesarer Sees. Zu weiteren Seen in unmittelbarer Nähe gehören der Fennsee, der Trintsee und der Lochower See.

Nachbarorte

An Stechow-Ferchesar grenzen folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Kleßen-Görne, Kotzen, Nennhausen, Rathenow und Seeblick.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde gehören laut ihrer Hauptsatzung[2] die Ortsteile

und der Gemeindeteil

Hinzu kommet der Wohnplatz [3]

  • Tegeland

GeschichteBearbeiten

Der Ortsteil Ferchesar wurde im Jahr 1438 und der Ortsteil Stechow im Jahr 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name von Ferchesar leitet sich von Ferch am See ab. Er war Sitz der Gräfin von Bredow. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts war Ferchsar Erholungsort und wurde die Perle des Havellandes genannt. Die jetzige Gemeinde entstand am 31. Dezember 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Ferchesar und Stechow.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Stechow-
Ferchesar
Stechow Ferchesar
1875 - 464 406
1910 - 485 357
1939 - 542 358
1946 - 801 476
1950 - 750 447
1971 - 520 314
1990 - 465 325
1995 - 463 326
2000 - 545 348
2001 - 557 335
2002 911
2005 939
2010 916
2011 904
2012 894
2013 877
2014 883
2015 895
2016 911

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[5][6] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Stechow-Ferchesar besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

  • Unabhängige parteilose Wählergruppe Stechow 6 Sitze
  • Freie Wähler Ferchesar/ Stechow 3 Sitze
  • Einzelbewerber Wolfgang Wegwerth 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2014 Wolfgang Wergwerth[8]
  • seit 2014 Michael Spieck (Unabhängige parteilose Wählergruppe Stechow)

Spieck wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 73,4 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Stechow-Ferchesar stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Hohennauener-Ferchesarer See
  • Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert
  • Fachwerkdorfkirche in Ferchesar von 1735, spätgotischer Flügelaltar aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, Kanzelaltar von 1788 und spätgotischer Fünte, Kirchenschiff 1906 westwärts erweitert und Zwiebelturm mit Laterne in diesem Zuge ergänzt
  • Uralte Linden und Kastanien an der Dorfstraße und Kirche
  • Dorfkirche in Stechow als gotischer Saalbau aus dem 13. Jahrhundert, erneuert 1731 mit Turm aus Fachwerk unter barocker Haube, Altaraufbau mit Kreuzigungsgemälde und als plastische Figuren Jesus mit zwei Engeln als Symbol der Auferstehung von 1736.

Die Naturdenkmale sind in der Liste der Naturdenkmale in Stechow-Ferchesar erfasst.

VerkehrBearbeiten

Durch den Ortsteil Stechow führen die B 188 zwischen Rathenow und Friesack und die Landesstraße L 982 nach Nennhausen.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Nennhausen an der Bahnstrecke Berlin–Lehrte. Er wird vom Regionalexpress RE 4 (RathenowBerlinJüterbog) bedient. Vom 2. April 1900 bis 1945 führte die Kleinbahn von Rathenow nach Paulinenaue, die „Stille Pauline“, durch den Ortsteil Stechow und hatte hier einen Haltepunkt.

Auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Flugplatz Stechow-Ferchesar, ein Sonderlandeplatz der Kategorie III.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten