Gonten

Gemeinde in der Schweiz
(Weitergeleitet von Stechlenegg)
Gonten
Wappen von Gonten
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton Appenzell InnerrhodenKanton Appenzell Innerrhoden Appenzell Innerrhoden (AI)
BFS-Nr.: 3102i1f3f4
Postleitzahl: 9108
Koordinaten: 744223 / 243701Koordinaten: 47° 19′ 42″ N, 9° 20′ 48″ O; CH1903: 744223 / 243701
Höhe: 902 m ü. M.
Höhenbereich: 740–1662 m ü. M.[1]
Fläche: 24,73 km²[2]
Einwohner: 1445 (31. Dezember 2019)[3]
Einwohnerdichte: 58 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
4,6 % (31. Dezember 2019)[4]
Gemeindepräsident: Walter Wetter
Website: www.gonten.ch
Gonten

Gonten

Lage des Bezirks
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Gonten ist ein Bezirk im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Ostschweiz.

Gonten, Restaurant Krone

GeschichteBearbeiten

 
Historisches Luftbild von Jakobsbad von Walter Mittelholzer von 1933

Der Name Gonten kommt von «Gumbton» (12. Jahrhundert): «Wasserlache wegen des nahe gelegenen Torfmoors». Eine Gonte bezeichnet im Appenzeller Dialekt auch heute noch eine Pfütze. Der Bezirk Gonten entstand 1872 aus einem Zusammenschluss der Rhode Gonten mit den Halbrhoden Stechlenegg und Teilen von Rinkenbach. Gonten umfasst heute Jakobsbad bis Gontenbad sowie Rapisau. Die bekannteste Erhebung ist der Kronberg (1662 m ü. M.).

BevölkerungBearbeiten

Am 31. Dezember 2014 zählte der Bezirk 1'439 Einwohner. 83,25 % waren römisch-katholisch, 10,08 % evangelisch-reformiert, 2,31 % gehörten einer anderen Religion oder christlichen Konfession an und 4,36 % machten keine Angabe oder waren konfessionslos. 120 Schüler besuchten die Primarschule und 30 Kinder den Kindergarten.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die katholische Pfarrkirche St. Verena wurde 1863 in neugotischem Stil erbaut. Am linken Seitenaltar ist eine Madonnenstatue aus dem 17. Jahrhundert. In der Sakristei befindet sich ein Prozessionskreuz von 1595 mit einem um 1320 geschaffenen Kruzifix.

Das Roothuus hat seinen Namen vom ehemals roten Anstrich. Es wurde im 18. Jahrhundert als vierstöckiges Bürgerhaus erbaut. In einer der Stuben befinden sich Wandmalereien.

WirtschaftBearbeiten

Wichtiger örtlicher Arbeitgeber ist die Goba AG (ehemals Mineralquelle Gontenbad), die unter anderem die Limonade Flauder abfüllt.

TourismusBearbeiten

In Gonten gibt es mehrere touristische Attraktionen, wie zum Beispiel die Kronberg-Bobbahn und den Seilpark, der seit dem 16. Juni 2007 eröffnet ist, den Golfplatz, die Luftseilbahn Jakobsbad–Kronberg, den 5 km langen Barfussweg von Jakobsbad nach Gontenbad, den Winterwanderweg, die Loipe, das Nordic Walking Center, das Naturmoorbad Gontenbad und die Skilifte Studen, Alpsteinblick und Lauftegg.

LiteraturBearbeiten

  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Gonten, Gontenbad. Birkhäuser AG, Basel 1984, ISBN 3-7643-1629-2. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 74.) S. 403–419, 491.
  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Jacobsbad. S. 431–435.

WeblinksBearbeiten

Commons: Gonten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  4. Regionalporträts 2021: Kennzahlen aller Gemeinden. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländerprozentsatz aufgrund Stand 2019 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  5. Gonten - Portrait - Zahlen. Bezirk Gonten, abgerufen am 7. November 2015.