Stanisław Ernest Denhoff

polnischer Kongresschwertträger, Vizehetman von Litauen, Woiwode von Polozk und Konföderationsmarschall der Konföderation von Sandomir

Stanisław Ernest Denhoff (* 7. September 1679 in Berent; † 2. August 1728 in Danzig) war polnischer Kongressschwertträger, Feldhetman von Litauen, Woiwode von Polozk und Konföderationsmarschall der Konföderation von Sandomirz.

Stanislaw Ernest Denhoff

FamilieBearbeiten

Graf Stanisław Ernest Denhoff entstammte der Familie Dönhoff und war ein Sohn des Grafen Władysław Denhoff († 1683) und der Joanna Konstancja Słuszka († 30. Oktober 1733). Er war in erster Ehe vermählt mit Gräfin Maria Johanna Katharina Dönhoff (1686–1723). Aus dieser Ehe ging seine einzige Tochter Konstancja (1717–1791) hervor. Sie war in erster Ehe mit Fürst Janusz Aleksander Sanguszko (1712–1775) dem Hofmarschall von Litauen, in zweiter Ehe mit Josef Rogalinski († 1820) verheiratete. Stanisław Ernest Denhoff ging eine zweite Ehe ein mit Maria Zofia Sienawska (1698–1771), der Tochter Adam Mikołaj Sieniawskis.[1]

LebenBearbeiten

Stanisław Ernest Denhoff war Herr auf Liebenau, Kauden und Gramsauen in Kurland. Seit 1697 Jägermeister von Litauen, von 1709 bis 1728 Feldhetman von Litauen, von 1721 bis 1728 Woiwode von Polozk, sowie Starost von Nowokorczyńsk, Kaluga, Kościersk, Lubocheńsk, Mozyrsk, Latowick, Lucyńsk und Zydekańsk.

In der Schlacht bei Poltawa kämpfte Denhoff für Polen-Litauen an der Seite Peter des Großen.

Als Unterstützer August des Starken wurde er am 20. Mai 1704 zum Konföderationsmarschall der Konföderation von Sandomir bestimmt.

In den Jahren 1704 bis 1721 war Denhoff ebenfalls polnischer Kongressschwertträger, sowie 1710, 1712 und 1713 auch Sprecher des Sejm, schloss sich jedoch im Jahre 1717, unzufrieden mit Bestimmungen zur Machtbegrenzung der Szlachta durch den Stummen Sejm der Opposition an.

Denhoff war Ritter des Weißen Adler-Ordens. Er wurde in der Familienkapelle in Jasna Góra begraben.

WeblinksBearbeiten

Commons: Denhoff family – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

  • Staszów: Opis historyczny parafii i miasta Staszów do 1918. Parafia Rzymsko-Katolicka, 1990.
  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln, Neue Folge. Vittorio Klostermann, Frankfurt/Main 2002, Band XX, ISBN 978-3-465-03166-6, Tafel 117B
  • Kilian Heck, Christian Thielemann (Hrsg.): Friedrichstein. Das Schloß der Grafen von Dönhoff in Ostpreußen. Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2006, ISBN 3-422-06593-8; S. 19, 23f.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vergl.: Genealogie rodów polsko - Denhoffowie - D1. Stanisław, Radziwiłłowie (Memento des Originals vom 10. Oktober 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/mariusz.eu.pn (polnisch)