Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Stammesgebiete unter Bundesverwaltung

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Artikel wird der Bedeutung des Gebiets keineswegs gerecht: Es fehlen Angaben zur politischen und militärischen Situation, Aktivitäten von Taliban und al-Qaida etc.
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.
Federally Administered Tribal Areas
Stammesgebiete unter Bundesverwaltung
Basisdaten
Hauptstadt: Islamabad
Status: ehem. Gebiet unter Bundesverwaltung
Fläche: 27.220 km²
Einwohner: 5.001.676 (2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 183,8 Einw./km² (2017)
ehem. ISO 3166-2: PK-TA
Karte

Lage in Pakistan

Karte der Stammesgebiete und Khyber Pakhtunkhwas (bis 2018):
  • Stammesgebiete unter Bundesverwaltung (FATA)
  • Khyber Pakhtunkhwa (ehemals NWFP)
  • Die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung, (paschtunisch وسطي قبایلي سیمې، منځنۍ پښتونخوا; Urdu وفاقی منتظم شدہ قبائیلی علاقہ جات) auch mit Federally Administered Tribal Areas oder kurz FATA bezeichnet, waren ein pakistanisches Sonderterritorium, das die pakistanische Regierung praktisch nach ihrer Staatsgründung 1947 von den Briten übernommen hatte. Die Stammesgebiete unter Bundesverwaltung und die Provinz Khyber Pakhtunkhwa wurden von den Afghanen Ost-Afghanistan oder auch Paschtunistan genannt.

    Am 2. März 2017 gab die pakistanische Regierung unter Premierminister Nawaz Sharif ihre Absicht bekannt, die Stammesgebiete schrittweise in die angrenzende nordwestliche Provinz Khyber Pakhtunkhwa einzugliedern. Die Eingliederung sollte etwa 5 Jahre dauern. Die Befürworter eines solchen Schritts versprachen sich von dem Schritt eine bessere wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der zurückgebliebenen Region. Gegner der Reform sprachen von einer Einschränkung der bisherigen Freiheiten der Bewohner.[2] Nachdem die Nationalversammlung von Pakistan am 24. Mai 2018 für eine Zusammenlegung der Stammesgebiete mit der Provinz Khyber Pakhtunkhwa gestimmt hatte[3] und dies von deren Provinzversammlung am 27. Mai 2018 bestätigt worden war, unterzeichnete Präsident Mamnoon Hussain am 31. Mai 2018 das Änderungsgesetz, mit dem das Territorium aufgelöst wurde.[4]

    In den Gebieten leben Paschtunen, jene Ethnie, die auch in Afghanistan die größte ethnische Gruppe darstellt. Teile der ehemaligen Stammesgebiete sind unter Kontrolle von al-Qaida und den pakistanischen Taliban.

    Inhaltsverzeichnis

    VerwaltungsgliederungBearbeiten

    Die Verwaltung der Stammesgebiete unterschied zwei Kategorien, die von der Größe und der Bevölkerungshöhe abhängig waren. Die Gebiete der Kategorie „Agency“ hatten einen eigenen Verwaltungssitz und genossen größere Autonomie. Die Gebiete der Kategorie „Adjoining Tribal Areas“ (dt.: Benachbarte Stammesgebiete) wurden aus der jeweiligen Distrikthauptstadt in Khyber Pakhtunkhwa verwaltet, nach denen sie auch benannt waren:

    Tribal Agency km² Einwohnerzahl
    (2000)
    Verwaltungssitz
    Bajaur Agency 1.290 596.700 Khar
    Khyber Agency 2.576 534.400 Peschawar
    Kurram Agency 3.380 441.600 Parachinar
    Mohmand Agency 2.296 331.600 Ghallanay
    North Waziristan Agency 4.707 357.900 Miranshah
    Orakzai Agency 1.538 223.900 Kalaya
    South Waziristan Agency 6.620 413.900 Wana
    Adjoining Tribal Area (Frontier Region)
    Tribal Area Adj. Bannu District 0.745 019.600 Bannu
    Tribal Area Adj. Dera Ismail Khan District 2.008 039.400 D.I.Khan
    Tribal Area Adj. Kohat District 0.446 090.800 Kohat
    Tribal Area Adj. Lakki Marwat District 0.132 007.000 Lakki
    Tribal Area Adj. Peshawar District 0.261 053.900 Peschawar
    Tribal Area Adj. Tank District 1.221 027.300 Jandola

    GeographieBearbeiten

    Die Stammesgebiete grenzten an die Provinzen Khyber Pakhtunkhwa (Osten), Punjab (Südosten) und Belutschistan (Süden) sowie an Afghanistan (Westen).

    Bevölkerung und PolitikBearbeiten

    Nach der Volkszählung von 1998 sprachen 99,1 % Paschtunisch als Muttersprache. 99,4 % waren muslimischen Glaubens. Die Alphabetisierung lag bei 30 % bei den Männern und nur 3 % bei den Frauen. Bis 2008 waren die Provinzen Bajaur und Nordwasiristan in der Gewalt von al-Qaida, während die pakistanischen Taliban in Südwasiristan die Oberhand hatten.[5][6]

    Die Stammesgebiete waren das Hauptzielgebiet der von der CIA durchgeführten Drohnenangriffe in Pakistan.

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten