Hauptmenü öffnen
Stadtwerke Essen AG

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1867, Zusammenschluss der Gas- und Wasserwerke Essen
Sitz Essen, Deutschland
Leitung Vorstand:
  • Peter Schäfer

Vorsitzender des Aufsichtsrates:

  • Franz-Josef Britz
Mitarbeiterzahl 895[1]
Umsatz 328,96 Mio. Euro[1]
Branche Energieversorgung
Website www.stadtwerke-essen.de
Stand: 2017

Erstes Wasserwerk in Essen, um 1870
Stadtwerke Essen

Die Stadtwerke Essen AG ist das kommunal orientierte Versorgungsunternehmen für die Stadt Essen mit den Bereichen Gas, Wasser, Abwasser, Strom, Dienstleistung und Hafenbetrieb.

Vorausgegangen sind den Stadtwerken die Essener Gasgesellschaft, gegründet am 30. Januar 1855, und das am 20. Oktober 1864 in Betrieb gegangene Wasserwerk für die Stadt Essen nach den Plänen des englischen Ingenieurs Moore. Durch die Zusammenlegung dieser beiden Unternehmen im März 1867 unter der Bezeichnung Städtisches Gas- und Wasserwerk entstanden die heutigen Stadtwerke. Das ehemalige Wasserwerk der Stadt Essen gehörte bis Ende 2012 zur Route der Industriekultur.

Eigentümer des Unternehmens sind heute zu 51 % die kommunale Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (als 100-prozentige Tochter der Stadt Essen) sowie zu 29 % die Westnetz GmbH (Westnetz ist die Verteilnetz- und Beteiligungsgesellschaft der Innogy SE, die wiederum eine Tochter des RWE-Konzerns ist) und zu 20 % die Thüga.

Eckdaten des LeistungsumfangesBearbeiten

Erdgas:

  • 3.000.000.000. kWh Absatz p. a.
  • 1.000 Erdgasfahrzeuge auf Essener Straßen

Wasser:

  • 1.800 km Frischwassernetz
  • 35.000.000 m³ p. a.

Abwasser:

  • 1650 km Kanalnetz
  • 70.000.000 m³ Schmutzwasser p. a.

Hafen:

  • 1.200.000 m² Hafenfläche
  • 465.000 t Schiffsumschlag p. a.

Strom:

  • 28.000.000 kWh Absatz p. a.

Dienstleistung:

  • Heiz- und Betriebskostenabrechnung
  • Energieberatung, einschließlich der Ausstellung von Energieausweisen
  • Kanal-TV-Inspektion

AnteilseignerBearbeiten

  • Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV): Aktionärin der Stadtwerke Essen AG zu 51 Prozent. Die EVV ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt Essen.
  • Westnetz GmbH: Aktionärin der Stadtwerke Essen AG zu 29 Prozent. Die Westnetz GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Innogy SE, die wiederum eine 75-prozentige Tochter des RWE-Konzerns (RWE group) ist.
  • Thüga AG: Aktionärin der Stadtwerke Essen AG zu 20 Prozent.

UnternehmensbeteiligungenBearbeiten

  • Wassergewinnung Essen GmbH, Essen 50 %
  • infralogistik ruhr GmbH, Essen 49 %
  • Entwässerung Essen GmbH (EEG), Essen 100 %
  • rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH, Duisburg 50 %
  • KGE – Kommunale Gasspeicher gesellschaft Epe mbH & Co KG, Gronau-Epe 25 %
  • KGBE – Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft Epe mbH, Gronau-Epe: 25 %
  • Stadtwerke Konsortium Rhein-Ruhr - Kommunale Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG: 15 %
  • IWW - Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gemeinnützige GmbH: 3,85 %
  • Gas Union - 4,55 %
  • erneuerbare Energien - Thüga Erneuerbare Energien GmbH und Co. KG: 1 %

Stadtwerke Essen als AusbildungsunternehmenBearbeiten

Die Stadtwerke Essen bieten ca. 15 Jugendlichen pro Jahr einen Ausbildungsplatz in folgenden Ausbildungsberufen:

  • Industriekaufmann/frau
  • Anlagenmechaniker/in
  • Fachkraft für Hafenlogistik

Zusätzlich bieten die Stadtwerke Essen Praktika sowie Möglichkeiten für Studentinnen und Studenten, die Unternehmenspraxis kennenzulernen.[2]

Proteste gegen PreissteigerungenBearbeiten

Die Stadtwerke Essen AG beliefern als Grundversorger über die Hälfte der Essener Haushalte mit Erdgas. Zwischen 2004 und 2006 erhöhte das Unternehmen die Gaspreise in mehreren Schritten um 46 %. Rund 3.000 Bürger widersetzten sich diesen einseitigen Preisbestimmungen durch Einsprüche und Kürzungen der Abschläge mit dem Einwand der Unbilligkeit (§ 315 BGB).

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, forderte ein Essener schließlich Gaskunden auf, sich einer sogenannten Sammelklage gegen die Stadtwerke Essen AG anzuschließen. Es meldeten sich 749 Essener Gaskunden, um sich an dieser Gemeinschaftsklage zu beteiligen. 166 von ihnen klagten am 15. Dezember 2006 vor dem Landgericht Essen gegen die Gaspreiserhöhungen und die einseitige Preisbestimmung.

Das Landgericht Essen gab der Klage im April 2007 statt. Die Stadtwerke Essen fochten das Urteil vor dem Oberlandesgericht Hamm an. Dieses wies die Klage der Kunden am 6. März 2008 ab. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 13. Januar 2010 der Klage von 165 Kunden der Stadtwerke Essen gegen Gaspreiserhöhungen stattgegeben. Die in den Sonderverträgen der klagenden Kunden verwendeten Preisanpassungsklauseln sind wegen unangemessener Benachteiligung unwirksam. Demzufolge waren die Stadtwerke nicht zur Änderung des Gaspreises berechtigt (Az.: VIII ZR 81/08).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Geschäftsbericht 2013. (PDF 2,32MB) Stadtwerke Essen, abgerufen am 31. Dezember 2014.
  2. Ausbildungsangebote der Stadtwerke Essen AG. Stadtwerke Essen AG, 26. Januar 2017, abgerufen am 26. Januar 2017.

Koordinaten: 51° 26′ 29,6″ N, 7° 0′ 25,6″ O