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Stadtwerke Aachen

Stadtwerke der Stadt Aachen

Die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) sind die Stadtwerke der Stadt Aachen und bieten Dienstleistungen und Produkte rund um die Bereiche Gas, Fernwärme, Wasser und Strom an. Sie sind ein Tochterunternehmen des E.V.A., Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen Konzerns, dem noch weitere Töchter angehören (ASEAG, FACTUR Billing Solution). Außerdem ist die STAWAG mit 16 Prozent an dem Telekommunikationsunternehmen NetAachen beteiligt.

Stadtwerke Aachen AG (STAWAG)
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 11. Dezember 1967
Sitz Aachen, Deutschland
Leitung Peter Asmuth, Christian Becker
Mitarbeiter 687 (2014)[1]
Umsatz 440 Mio. EUR (2014)[1]
Branche Stadtwerke
Website www.stawag.de
Zentrale der Stawag in der Lombardenstraße

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der STAWAGBearbeiten

Die Geschichte der STAWAG lässt sich bis in das Jahr 1838 zurückverfolgen, in dem die Gas-Erleuchtungsanstalt von der englischen Imperial Continental Gas Association aus London gegründet und ein erstes Gaswerk zur Straßenbeleuchtung errichtet wurde.

Der Bau des Wasserwerkes Eicher Stollen begann im Jahre 1871 und im Jahre 1880 wurde es in Betrieb genommen, in dem Grundwasser zu Trinkwasser aufbereitet wurde. Zur zentralen Versorgung wurde ein Wasserhochbehälter errichtet und ein Netz von Wasserleitungen in der Stadt gelegt.

1893 errichtete die Firma Schuckert das Kraftwerk Borngasse und begann im Auftrag der Stadt mit der Stromversorgung. 1901 übernahm die Stadt dieses Betätigungsfeld in eigener Regie. 1912 übernahm sie auch das Gaswerk und gründete die Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke der Stadt Aachen, die die bisherigen Versorgungsleistungen in einer Firma vereinten. 1938 erfolgte die Umfirmierung zu den Stadtwerken Aachen, einem städtischen Eigenbetrieb, der 1967 in die Aktiengesellschaft STAWAG umgewandelt wurde. Nach Übernahme der ebv-fernwärme GmbH 1986 wurde das Dienstleistungsspektrum um den Bereich Fernwärme für das Stadtgebiet ergänzt. 1999 wurde zusammen mit verschiedenen deutschen und niederländischen Stadtwerken die kommunale Energiehandelsgesellschaft Trianel European Energy Trading GmbH mit ihrem Sitz in Aachen gegründet. Im Jahr 2000 übernahmen die Stadtwerke verschiedene Versorgungsgebiete in den Randbezirken der Stadt. Zwei Jahre später (2002) wurden die Abrechnungsgesellschaft Factur Billing Solutions GmbH gegründet und die STAWAG Energie GmbH ins Leben gerufen, die für die unternehmenseigene Energieerzeugung zuständig ist. Im Rahmen des Unbundlings hat die STAWAG 2004 die STAWAG Netz GmbH gegründet: Nach EU-Vorgabe und nach den Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes müssen die Energieversorger zugunsten von mehr Wettbewerb den Geschäftsbereich Netzbetrieb (Strom und Gas) von den Bereichen Erzeugung und Vertrieb trennen. 2006 hat sie eine weitere Tochtergesellschaft gegründet: Die STAWAG Abwasser GmbH. Das betroffene Personal ging von der Stadt Aachen an die STAWAG über. Das Kanalnetz verblieb im Eigentum der Stadt Aachen (Betreibermodell). Hierzu wurde zwischen Stadt und STAWAG ein Betriebsführungsvertrag vereinbart.

Auch im Bereich alternativer Antriebsarten ist die STAWAG aktiv: 2003 eröffnete sie die erste Erdgas-Tankstelle in Stadt und Kreis Aachen, 2007 die erste Bioethanol-Tankstelle. Im Jahr 2009 richtet sie öffentliche Elektro-Tankstellen in Aachen ein.

Am 1. April 2009 gründete die STAWAG zusammen mit den beiden Regio-Carrier accom GmbH & Co. KG und NetCologne das Unternehmen NetAachen.

Beteiligung an Steinkohlekraftwerk KrefeldBearbeiten

Die STAWAG wollte sich an einem geplanten Kohlekraftwerk des Stadtwerke-Zusammenschlusses Trianel in Krefeld-Uerdingen beteiligen. Eine Bürgerinitiative hat versucht, mit Hilfe eines Bürgerentscheids den Ausstieg aus dem Projekt zu erzwingen.[2] Am 13. Januar 2011 hat die STAWAG jedoch selbständig entschieden, sich nicht am Steinkohlekraftwerk zu beteiligen.[3]

Wirtschaftliche KennzahlenBearbeiten

Die aktuellen wirtschaftlichen Kennzahlen ergeben sich aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012:[4]

Bilanzsumme 478.362 Tausend Euro
Anlagevermögen 312.172 Tausend Euro
Umsatzerlöse gesamt 473.561 Tausend Euro
– davon Stromversorgung 147.343 Tausend Euro
– davon Erdgasversorgung 103.103 Tausend Euro
– davon Stromerzeugung 59.546 Tausend Euro
– davon Wasserversorgung 35.091 Tausend Euro
– davon Fernwärmeversorgung 21.776 Tausend Euro
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 22.620 Tausend Euro
Arbeitnehmer 368 Personen
Auszubildende 12 Personen

Gesetzliche StromkennzeichnungBearbeiten

Nach §42 EnWG zur Stromkennzeichnung sind alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verpflichtet, die Herkunft des von ihnen gelieferten Stroms anzugeben. Für die Stadtwerke Aachen ergeben sich folgende Werte für das Jahr 2012.[5]:

Stromkennzeichnung
bundesweiter
Durchschnitt [%]
Stadtwerke Aachen
(Gesamt) [%]
StromSTA ÖkoPlus[%]
Kernenergie 16,8 8,61 0,0
Kohle 46,5 21,69 0,0
Erdgas 6,7 19,49 0,0
Sonstige fossile Energieträger 3,1 0,69 0,0
Erneuerbare Energien(EEG-gefördert) 24,6 36,76 37,74
sonstige Erneuerbare Energien 3,3 12,75 62,26
Radioaktiver Abfall [mg/kWh] 0,5 0,2 0,0
CO2-Emissionen [g/kWh] 508,0 305,0 0,0


WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten