St. Vitus (Heckfeld)

Kirchengebäude in Heckfeld

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Vitus wurde 1604 in Heckfeld durch den Würzburger Fürstbischof Julius Echter erbaut.[1]

St. Vitus in Heckfeld (2017)

GeschichteBearbeiten

An dem Ort der 1604 erbauten Vituskirche wird ein Vorgängerbau angenommen, vermutlich ein kleines Kirchlein. 1894 kam es zu einer Erweiterung der Kirche. Ebenfalls 1894 erhielt die Kirche eine Veit-Orgel und 1896 den Josefsaltar. Die letzte größere Renovierung fand im Jahre 1970 statt. Es kam zu einem Einbau neuer Farbglasfenstern von Franz Dewalt und einer bronzenen Madonna des Bildhauers Otto Sonnleitner.[1][2]

Die Heckfelder Vituskirche gehört zur Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen, die dem Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg zugeordnet ist.[3][4]

Kirchenbau und AusstattungBearbeiten

 
Innenansicht, Altäre
 
Innenansicht, Empore und Orgel

KirchturmBearbeiten

Im Mauerwerk des Kirchturmes, der in seinem Untergeschoss romanisch ist und im Obergeschoss spätgotische Maßwerkfenster hat, ist ein romanisches Tierrelief (Bestie zur Abwehr des Bösen) eingemauert, das heute noch sichtbar ist.[2]

AltäreBearbeiten

Bei Miltenberg wurde der Altar aus Sandstein gebrochen und in der Werkstatt von Frido Lehr in Karlsruhe künstlerisch gestaltet. 1896 wurde der Josefsaltar durch den Künstler Thomas Buscher gestaltet.[2]

FensterBearbeiten

Die Fenster der Kirche stammen von der Heidelberger Glasmalerei P. Meysen. Künstlerisch gestaltet wurden sie von Franz Dewald in Grötzingen. Die neuen Farbglasfenstern aus dem Jahre 1970 stammen von Franz Dewalt.[2]

GlockenBearbeiten

Die Pfarrkirche St. Vitus verfügt über ein vierstimmiges Geläut.

OrgelBearbeiten

Die Kirche enthält eine Veit-Orgel. Dabei handelt es sich um eine pneumatische Kegelladenorgel.[2]

GedenktafelnBearbeiten

 
Gedenktafel für Anton Spies in der Heckfelder Kirche

Im Kircheninneren befindet sich eine Gedenktafel für Anton Spies (* 21. November 1909; † 19. April 1945), Pfarrvikar und Märtyrer der Pfarrgemeinde Heckfeld, der im Konzentrationslager Dachau drei Tage vor der ersehnten Befreiung durch die Amerikaner starb.[5][6][7]

KreuzwegBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: St. Vitus (Heckfeld) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Stadt Lauda-Königshofen: Leben & Wohnen > Stadtportrait > Stadtteile > Heckfeld. Online auf www.lauda-koenigshofen.de. Abgerufen am 23. Dezember 2014.
  2. a b c d e Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen: Heckfeld: Die Pfarrkirche St. Vitus. Online auf www.kath-lauda-koenigshofen.de. Abgerufen am 10. Januar 2015.
  3. Dekanat Tauberbischofsheim: Pastoralkonzeption des Dekanats Tauberbischofsheim. (PDF, 1,3 MB). Beschlussfassung vom 21. Juli 2011. Online auf www.kath-dekanat-tbb.de. Abgerufen am 23. Dezember 2015.
  4. Dekanat Tauberbischofsheim: Seelsorgeeinheiten des Dekanats Tauberbischofsheim. Online auf www.kath-dekanat-tbb.de. 23. Dezember 2015.
  5. Financial T('a)ime – Schülerzeitung der Kaufm. Schule TBB: Kaufmännische Schule TBB: Exkursion mit Zeitzeugen ins Konzentrationslager Dachau – Schüler wandeln auf den Spuren von Anton Spies. 9. November 2012. Online auf www.schuelerzeitung-tbb.de. Abgerufen am 10. Januar 2015.
  6. W.K.St.V. Unitas Ruhrania: Blutzeuge im Dritten Reich: Bundesbruder Pfarrvikar Anton Spies. 29. September 2004. Online auf www.unitas-ruhrania.org. Abgerufen am 10. Januar 2015.
  7. W.K.St.V. Unitas Ruhrania: Verleumdung brachte ihn ins KZ: Vor 54 Jahren starb Bbr. Anton Spies in Dachau. 24. November 2009. Online auf www.unitas-ruhrania.org. Abgerufen am 10. Januar 2015.

Koordinaten: 49° 33′ 3,4″ N, 9° 38′ 3,8″ O