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St. Josef (St. Ingbert)

Kirchengebäude in St. Ingbert
Die Pfarrkirche St. Josef in St. Ingbert
Blick aus nordöstlicher Richtung auf St. Josef

Die Kirche St. Josef in St. Ingbert ist eine katholische Pfarrkirche im neugotischen Stil. Sie liegt am Hang über der Kaiserstraße und bildet zusammen mit dem Beckerturm eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Zur Kirche gehört das weiter südlich gelegene Pfarrhaus. St. Josef ist die größte Kirche des Bistums Speyer auf saarländischem Gebiet. In der Denkmalliste des Saarlandes ist das Kirchengebäude als Einzeldenkmal aufgeführt.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

VorgeschichteBearbeiten

Aufgrund des Bevölkerungswachstums im 19. Jahrhundert in St. Ingbert beschloss man den Bau einer neuen Kirche für die damals einzige Pfarrei in St. Ingbert und gründete 1878 einen Kirchenbauverein. Dabei standen sich zwei Auffassungen gegenüber: Die eine Seite wollte neben der Engelbertskirche eine weitere, neue Kirche, die andere wollte die Engelbertskirche umbauen oder sogar abreißen, um Platz für einen neuen Kirchenbau zu schaffen. Der damalige Stadtpfarrer Dengel war stets ein strikter Gegner einer zweiten Kirche und der Kirchenbauverein konnte sich anfänglich nur heimlich treffen um tätig zu sein.[2]

Zunächst war zwischen drei Bauplätzen zu entscheiden: einer hinter der Engelbertskirche, einer „Auf dem Hobels“ und ein dritter auf der vorderen Hobelsahnung an der Kaiserstraße. Für die Finanzierung wandte sich die Kirchenverwaltung im Jahre 1880 in einer Eingabe an die königliche Regierung der Pfalz zur Bewilligung einer Prämienlotterie mit zwei Ziehungen zu Gunsten des Kirchenbauvereins[2].

Erst am 16. Januar 1882 forderte eine Regierungsentschließung zunächst die Baukostenfeststellung sowie die Vorlage der Detailpläne und des Kostenaufschlages für die neue Kirche. Noch ehe die Bauplatzfrage entschieden war, beauftragte am 13. April 1882 der Ausschuss des Kirchenbauvereins unter Zuziehung der Kirchenverwaltung den Architekten Franz Schöberl aus Speyer mit dem Entwurf eines Planes. Die neue Kirche sollte etwa 3.500 Menschen Platz bieten[2].

Eine Kommission, der auch Pfarrer Dengel angehörte, plädierte zunächst entschieden für einen Bauplatz hinter der Engelbertskirche, was die königliche Regierung jedoch ablehnte. Wegen der freien, hohen und von drei Seiten zugänglichen Lage, in nächster Nähe der Kaiserstraße entschied man sich nach langen Überlegungen schließlich für den Bauplatz auf der vorderen Hobelsahnung, so dass der Erwerb des Platzes beschlossen wurde[2].

Der am 21. Juni 1883 eingereichte Plan von Architekt Schöberl wurde von der Regierung aus Kostengründen abgelehnt. Die Summe für den Kirchenbau sollte 350.000 Mark betragen[2].

Am 1. Oktober 1888 verstarb Pfarrer Dengel. Sein Nachfolger, Pfarrer Jakob Zimmer, setzte sich mit ganzer Kraft für den Kirchenneubau ein. 1889 wurde der Bauplatz gekauft und die Kirchenverwaltung setzte sich mit Architekt Ludwig Becker aus Mainz in Verbindung, der einen neuen Plan entwerfen sollte[2].

Der Plan Beckers war einfacher und daher auch kostengünstiger als der des Architekten Schöberl und so entschied man sich für den Plan von Becker[2]. Allerdings kostete der Bauplatz 42.000 Mark, weil zuvor eine Reihe von Wohnhäusern aufgekauft und abgerissen werden musste.

Grundsteinlegung und EinweihungBearbeiten

Am 28. September 1890 wurde im südwestlichen Eckpfeiler des Chores der Grundstein gelegt. Vorgenommen wurde dies durch Dekan Eugen Huth aus Zweibrücken in Vertretung des Bischofs von Speyer. In den Grundstein eingelegt wurden ein Dokument über die Geschichte des Kirchenbaus in einer verzinnten Blechbüchse, dazu die Grundsteinurkunde, eine Nachbildung des in Rom aufbewahrten Nagels vom Kreuz Christi und geweihte Erde aus Jerusalem aus den Katakomben Roms. Beigefügt wurden außerdem eine Anzahl der gangbaren Münzen sowie eine Nummer der „Saarbrücker Zeitung“ und der „Pfälzer Zeitung“.[3]

Am Ende des zweiten Baujahres, 1891, war der Turm und das gesamte Langhaus bis zur Oberkante des Dachsimses fertiggestellt. Im dritten Baujahr, 1892, war die Kirche im Rohbau fertiggestellt. Auch mit dem Innenausbau war bereits begonnen worden, der bis zum Tag der Einweihung im Wesentlichen abgeschlossen werden konnte[3].

Zwischenzeitlich kam es allerdings zu einigen Vorfällen. So war das erste Kirchenschiffgebälk schief geraten und das zweite abgebrannt.

Am 13. Mai 1893 konnte die neue Kirche St. Josef schließlich durch den Speyerer Bischof Joseph Georg von Ehrler, eingeweiht werden[3].

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 250.000 Mark.

Brand der Kirche und WiederaufbauBearbeiten

Bei einem Großfeuer[4] am 17. Juli 2007 wurde das Gebäude schwer beschädigt. Das Dach des Kirchenschiffes verbrannte vollständig und der Turmhelm stürzte ein. Dem ersten Anschein nach war die gesamte Inneneinrichtung einschließlich Altäre, Orgel, Kanzel, Beichtstühle weitgehend unversehrt geblieben,[5] aber alle fünf alten Glocken der ehemaligen Glockengießerei Otto (welche heute nicht mehr existiert) waren in der großen Hitze gesprungen. Schweißen war unmöglich und zu teuer, da der Riss der großen Glocke (A°) etwa 1 Meter lang war. Die Brandursache war ein bei Bauarbeiten überlastetes Kabel.

Nach einer großen Anteilnahme und Spendenbereitschaft der Bevölkerung wurde der Sakralbau wieder aufgebaut, nachdem die statische Realisierbarkeit geklärt worden war. Am 28. August 2011 wurden die neuen Glocken geweiht, die renovierte Orgel am 1. November des gleichen Jahres. Am 20. November 2011 wurde die Kirche in einem feierlichen Pontifikalamt wieder in Dienst genommen.

BaubeschreibungBearbeiten

 
Blick ins Innere von St. Josef
 
Der Hochaltar von St. Josef
 
Die Kanzel von St. Josef
 
Eingangsportal der Kirche
 
Die neuen Glocken von St. Josef im August 2011

AusmaßeBearbeiten

Die Josefskirche weist folgende Maße auf:[6]

  • Turm: 73 m
  • Lichtes Maß im Langhaus: 21 m Breite
  • Lichtes Maß im Querhaus: 28,30 m Breite
  • Breite des Mittelschiffes: 12,40 m
  • Höhe des Kreuzrippengewölbes: 15,50 m
  • Höhe des Sterngewölbes in der Vierung: 17 m
  • Höhe des Chorgewölbes (Ausrichtung des Chores nach Südost): 12,80 m
  • Gesamtinnenlänge der Kirche mit Chor: 50,50 m

Nach der evangelischen St. Johanner Johanneskirche mit 74 m Turmhöhe und nach der Kriegszerstörung des Turmes der Saarbrücker Josefskirche mit ursprünglich 75 m Höhe ist der Turm der St. Ingberter Josefskirche der zweithöchste Kirchturm im Saarland.

Das KircheninnereBearbeiten

Der Hochaltar, ein Flügelaltar, ist ein Werk des Bildhauers Stuchtei aus Münster, der auch für den Orgelprospekt und die Kanzel verantwortlich zeichnet. Die Mensa des Hochaltars, bestehend aus weißem Baumberger Kalksandstein, ist aufgebaut auf einem Unterbau von fünf Stufen. In der Mitte der Mensa sieht man eine Darstellung des Lamm Gottes. Links und rechts davon befinden sich Glasmosaikbilder mit Tierdarstellungen. Der Aufbau des Hochaltars zeigt den Tabernakel, darüber ein verschließbares Expositorium, hinter dem sich der hohe mittlere Baldachin des Altars erhebt. In diesem Baldachin sieht man eine figürliche Darstellung Christi als Weltenrichter, darüber thront Gottvater und über diesem der Heilige Geist in der Darstellung der Taube. Der mittlere Baldachin wird flankiert von zwei weiteren Baldachinen. Im linken sehen wir die Mutter Gottes, in dem rechten Johannes den Täufer. Die Reliefs unterhalb der Seitenbaldachine zeigen die Geißelung und die Dornenkrönung Jesu. Sie beziehen sich, ebenso wie die Altarflügelbilder, auf das heilige Messopfer. An den Reliefs sind bemalte Flügel angebracht, die entweder auf- oder zugeschlagen werden können. Die aufgeschlagenen Flügel zeigen Christus am Ölberg und die Kreuztragung Christi, während auf den Rückseiten das Wunder der Brotvermehrung und der Mannaregen in der Wüste zu sehen sind.[7]

Stilistisch passen sich die beiden Seitenaltäre dem Hauptaltar an. Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar mit einer Statue der Gottesmutter unter einem Baldachin. Auf dem rechten Seitenaltar, dem Josefsaltar, ist eine Statue des heiligen Josef aufgestellt, ebenfalls unter einem Baldachin. Davor steht der Taufstein[7].

An den Wänden in den Quer- und Seitenschiffen befinden sich 14 Kreuzwegstationen mit freistehenden holzgeschnitzten Figuren[7].

Im Vergleich zum übrigen Kirchenraum ist der Chor, an dessen rechter Seite sich der Zugang zur Sakristei befindet, in seiner Breite und Höhe reduziert. Durch einen Spitzbogen ist der Chor von Kirchenraum getrennt[7].

Die Empore, die 1930 vergrößert wurde, zeigt auf ihrer hölzernen Brüstung Figuren in hellem Lindenholz. Der Orgelprospekt auf der Empore passt sich im Stil der Ausstattung der Kirche an[7].

Die aus Holz gefertigte Kanzel, die mit einem der Vierungspfeiler direkt verbunden ist, befindet sich auf einem Unterbau aus Sandstein, der auf kleinen grauen Marmorsäulen ruht. Die Brüstung der Kanzel zeigt bemalte Reliefs der vier Evangelisten und ihren Symbolen: Matthäus mit dem geflügelten Menschen, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler. In der Mitte des Schalldeckels der Kanzel sieht man eine Darstellung der Taube, das Symbol des Heiligen Geistes[7].

Die Kommunionbank zeigt abwechselnd Nischen mit sitzenden Figuren und Maßwerkfeldern und besaß ursprünglich zwei Mitteltüren. Diese Türen wurden bei einer Umgestaltung des Chorraumes 1971 herausgenommen und 1980 zu einem neuen Zelebrationsaltar umgefertigt[7].

Das KirchenäußereBearbeiten

Die Kirche ist im neofrühgotischen Stil erbaut. Sie ist als dreischiffige Hallenkirche mit Querschiff angelegt. Die Haupttreppe mit zwei Podesten, die die Symbole der Evangelisten tragen sollten, führt von der Kaiserstraße in 33 Stufen (die traditionelle Zahl der Lebensjahre Jesu) hinauf zur Plattform, die den Turm umgibt. Von dieser Stelle führen weitere 11 Stufen ins Innere der Kirche. Über dem Eingangsportal befindet sich ein Relief mit der Szene, in der Jesus im Tempel von seinen Eltern wieder gefunden wird.[8] Unter diesem Relief ist ein Bibelzitat in den Stein gemeißelt (Lukas 2,49 EU).

Turm und GlockenBearbeiten

Der Kirchturm steht an der Vorderseite und hat von der Kaiserstraße bis zur Spitze eine Höhe von 73 Metern. In einer Nische des Portalgiebels an der vorderen Turmfront befindet sich die Statue des Kirchenpatrons, des heiligen Josef, die ihn als Zimmermann darstellt. Die Seitennischen, die die Figuren der Apostelfürsten aufnehmen sollten, blieben zunächst leer. Am 19. August 2012 wurden schließlich Figuren der heiligen Barbara und des heiligen Ingobertus in den Nischen aufgestellt.[9]

Der äußere Bogen über dem Portal der offenen Vorhalle im untersten Turmabschnitt zeigt in seinem Schlussstein die segnende Hand Gottes. In der Vorhalle ist im Schlussstein des Gewölbes ein Engel dargestellt, der die Wappen des Bistums Speyer und der Stadt St. Ingbert beschützt[8].

Im Turm von St. Josef befanden sich vor dem Brand fünf Glocken der Gießerei Otto aus Saarlouis. Sie hatten dieselben Töne wie die fünf großen Glocken des neuen Geläuts. Im wieder aufgebauten Turm befinden sich seit 2011 sieben neue Glocken, die nach dem Brand von der Glockengießerei Bachert im Jahre 2007 gegossen wurden.[10] Die große Glocke goss Meister Albert Bachert am 11. März 2011 und die restlichen sechs Glocken am 8. Juli 2011 in schweren Rippen. Das volle Geläut erklingt vor Gottesdiensten an Hochfesten und an jedem Sonnabend um 18 Uhr zum Einläuten des Sonntags gemeinsam mit allen Innenstadtglocken.

Nr.
 
Name
 
Schlagton
 
Masse
(kg)
Durchmesser
(mm)
Inschrift
 
1 St. Theodor A0 4.413 1.910 Deum laudo Sancte Theodore – ora pro nobis
2 St. Carolus cis1 2.189 1.515 Deo gratias ago Sancte Carole – ora pro nobis.
3 St. Maria e1 1.252 1.252 Vivos voco Sancta Maria – ora pro nobis.
4 St. Josef fis1 908 1.127 Fac nos innocuam, Josef, ducerrere vitam sitque tuo semper tute patrocinio.
5 Schutzengel a1 672 976 Sinite partulos,[11] et nolite eos prohibere ad me venire: talim est enim regnum caelorum.
6 St. Florian h1 460 872 Dadurch soll sich euer Glaube bewähren, und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde.
7 St. Ingobert d2 305 739 St. Ingobert von Gott gesandt; kamst du zu uns aus fernem Land. Der guten Botschaft Heil und Macht, hast unsern Vätern du gebracht.

OrgelBearbeiten

 
Blick in Richtung Orgelempore
 
Orgelprospekt

Ihre erste Orgel erhielt St. Josef im Jahr 1894. Das zweimanualige pneumatisch gesteuerte Instrument mit 36 Registern wurde von der Orgel-Fabrik von H. Voit & Söhne in Durlach (Opus 600) erbaut. Wegen der vielen Grundstimmen handelte es sich um ein typisches Instrument der romantischen Epoche.[12] Dieses Instrument dürfte ein entscheidender Magnet für Ludwig Boslet gewesen sein, hier die Stelle als Organist anzutreten. Er kam aus Ludwigshafen, übernahm damit die Nachfolge von Franz Woll und blieb für zehn Jahre.

Das Instrument kostete 1894 14.220 Mark zuzüglich 3740 Mark für das Gehäuse. Es besaß eine heute in dieser Form nicht mehr erhaltenes Orgelwerk mit pneumatischer und mechanischer Kegelladentraktur. Pneumatisch wurden die Manuale, mechanische das Pedal bedient. Die Abnahme des Orgelexperten Julius Orth aus Speyer erfolgte am 15. Juni 1894 und besaß ursprünglich folgende Disposition:

1. Manual C–g3

1. Principal 16′
2. Principal 8′
3. Gemshorn 8′
4. Quintaden 8′
5. Gamba 8′
6. Flöte 8′
7. Dolce 8′
8. Bourdon 8′
9. Trompete 8′
10. Quintflöte 513
11. Oktave 4′
12. Fugara 4′
13. Clairon 4′
14. Hohlflöte 4′
15. Oktave 2′
16. Mixtur 4-fach 223
2. Manual C–g3
17. Bourdon 16′
18. Prinzipal 8′
19. Gedeckt 8′
20. Aeoline 8′
21. Vox coelestis 8′
22. Clarinette 8′
23. Soloflöte 4′
24. Gemshorn 4′
25. Piccolo 2′
26. Präsent (Oktave) 4′
27. Salicional 8′
28. Corneth 3-5-fach 8′
Pedal C–f1
29. Principalbaß 16′
30. Violonbaß 16′
31. Subbaß 16′
32. Bombardon 16′
33. Quintbaß 1023
34. Octavbaß 8′
35. Cellobaß 8′
36. Flötenbaß 8′
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, I/P, II/P, 4 feste Kombinationen (Piano, Forte, Fortissimo, Tutti), 4 Auslösungen (I, II, Ped. Zu)

Bereits 1902 wurde das Instrument von Voit zum ersten Mal renoviert. Dabei bekam das zweite Manual auf Wunsch Boslets einen Schwellkasten mit Schwelltritt. Boslets fünfte Orgelsonate (Opus 30), die 1908 in St. Ingbert entstand, dürfte unter dem Klangeindruck dieser Orgel gestanden haben.[13]

Doch rund 40 Jahre nach dem Bau der Orgel wuchs die Unzufriedenheit mit dem Instrument. Es traten häufig Störungen auf, und das Klangbild entsprach nicht mehr dem Geschmack der Zeit, sodass es 1933 zum Umbau und zur Erweiterung durch die Firma Späth (Mengen-Ennetach) kam. Ergebnis war eine Erweiterung und die Umstellung auf elektrische Traktur, wobei aber viele Teile der „Voit-Orgel“ (ganze Register, Windladen, Prospekt) übernommen wurden[12].

Neben spätromantischen Merkmalen zeigt die Disposition der dreimanualigen elektropneumatischen Orgel auch Züge der sogenannten Orgelbewegung, welche die barocke Orgel zum Vorbild hatte[12]. Um den Klang aufzuhellen, wurden in der Folgezeit einige Register ersetzt bzw. umgebaut (zum Beispiel höher liegende Mixturen). Die Firma Hugo Mayer (Heusweiler) fertigte 1988 neue tief liegende Mixturen an, um so dem spätromantischen Klangbild des Instrument gerechter zu werden. 1994 erfolgten weitere Veränderungen durch Hugo Mayer.

Ebenfalls durch die Firma H. Mayer wurde 2006 die Elektrik überarbeitet, ebenso der Spieltisch durch Einbau einer Setzeranlage. Bei dem Brand 2007 blieb die Orgel weitgehend ohne Schaden, wurde aber von der Firma H. Mayer abgebaut, um sie vor einem möglichen Deckeneinsturz in Sicherheit zu bringen.[14]

I Hauptwerk C–g3

1. Principal 16′
2. Weitprincipal 8′
3. Geigenprincipal 8′
4. Flöte 8′
5. Gemshorn 8′
6. Oktav 4′
7. Hohlflöte 4′
8. Octave 2′
9. Rauschquinte II
10. Mixtur IV
11. Cymbel IV
12. Cornett IV
13. Horn 8′
14. Clarine 4′
II Schwellwerk C–g3
15. Bordun 16′
16. Gedackt 8′
17. Weidenpfeife 8′
18. Schwebung 8′
19. Prinzipal 4′
20. Spitzflöte 4′
21. Piccolo 2′
22. Gemsquinte 113
23. Sesquialter II
24. Kleinmixtur IV
25. Liebl. Trompete 16′
26. Trompete 8′
27. Oboe 8′
28. Klopftrompete 4′
Tremulant
III Oberwerk C–g3
29. Hornprinzipal 8′
30. Rohrgedackt 8′
31. Quintatön 8′
32. Kupferprinzipal 4′
33. Nachthorn 4′
34. Blockflöte 2′
35. Gemsquinte 223
36. Terz 135
37. Sifflöte 1′
38. None 89
39. Scharff IV
40. Dulzian 16′
41. Krummhorn 8′
42. Schalmey 4′
Tremulant
Pedal C–f1
43. Principalbaß 16′
44. Violon 16′
45. Subbaß 16′
Zartbaß 16′ [Anm. 1]
46. Quintbaß 1023
47. Octavbaß 8′
48. Flötenbaß 8′
49. Choralbaß 4′
50. Portunal 2′
51. Pedalmixtur VI
Bombarde 32′ [Anm. 2]
52. Posaune 16′
Dulzianbaß 16′[Anm. 3]
Trompete 8′[Anm. 2]
Krummhorn 8′[Anm. 3]
Clairon 4′[Anm. 2]
Singend Cornett 2′[Anm. 2]
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
    • Suboktavkoppeln: II/I, III/I
    • Superoktavkoppeln: II/I, III/I
  • Spielhilfen: elektronische Setzeranlage, zwei freie Kombinationen, Tutti, Crescendo, Crescendo ab
Anmerkungen
  1. Windabschwächung des Subbaß 16′
  2. a b c d Oktavauszug aus Posaune 16′
  3. a b Transmission aus dem Positiv

OrganistenBearbeiten

Wegen ihrer besonderen Stellung als Hauptkirche waren an St. Josef bedeutende Organisten angestellt:

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,2 MB), abgerufen am 31. Juli 2012
  2. a b c d e f g Die Vorgeschichte des Baues Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 3. Juni 2012
  3. a b c Von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 3. Juni 2012
  4. Brand der Kirche St. Josef in St. Ingbert@1@2Vorlage:Toter Link/www.dengmert.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Schäden und Aufräumarbeiten Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 4. Juni 2012
  6. Beate Braun-Niehr: St. Josef, St. Ingbert, Regensburg 2008, S. 12–15.
  7. a b c d e f g Das Kircheninnere Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 3. Juni 2012
  8. a b Das Äußere der Kirche Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 3. Juni 2012
  9. Rund um den Kirchturm - St. Barbara und St. Ingobertus machen das Hauptportal komplett Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 5. Oktober 2012
  10. Fast so viele Glocken wie im Speyerer Dom In: Der Pilger, 1. September 2011. Abgerufen am 4. Juni 2012
  11. soll heißen: parvulos
  12. a b c Die Orgel Auf: www.pfarrei-st-josef-igb.de, abgerufen am 3. Juni 2012
  13. Christoph Jakobi: Saarpfälzisches Präludienbuch, Band 1: St. Ingberter Spätromantik, Musikverlag Robert Car, Mandelbachtal 2006
  14. Orgel der Kirche St. Josef (kath.) (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.saar-orgelland.de Infoseite des Webangebots Orgeln im Saarland, abgerufen am 3. Juni 2012

Koordinaten: 49° 16′ 50,1″ N, 7° 7′ 8,4″ O