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St. Johannes Maria Vianney (Clenze)

Kirchengebäude in Clenze
St. Johannes Maria Vianney-Kirche (2010)

Die Kirche St. Johannes Maria Vianney ist die ehemalige katholische Kirche in Clenze im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Sie gehörte zuletzt zur Pfarrgemeinde St. Agnes in Lüchow, im Dekanat Lüneburg. Die in der Bergstraße 1 (Ecke Klintweg) gelegene Kirche war die einzige Kirche im Bistum Hildesheim, die nach dem heiligen Jean-Marie Vianney benannt war. Heute befindet sich die nächstgelegene katholische Kirche ca. 15 km entfernt in Lüchow.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen katholische Flüchtlinge auch in den weitgehend evangelisch besiedelten Landkreis Lüchow-Dannenberg. Ab 1947 fand in Clenze katholischer Gottesdienst statt, zunächst in einem zur Notkirche umgebauten Schafstall.

1960 wurde das in rund 31 Meter Höhe über dem Meeresspiegel gelegene Kirchbaugrundstück erworben, und am 11. Juni 1961 der Grundstein gelegt. Architekt war Hans Hübscher aus Wolfsburg, die künstlerische Gestaltung des Innenraumes erfolgte durch Claus Kilian. Am 1. April 1962 erfolgte die Weihe der Kirche durch Bischof Heinrich Maria Janssen. Ab dem 1. Januar 1963 war St. Johannes Maria Vianney eine eigene Kirchengemeinde, zuvor gehörte Clenze zur Kirchengemeinde St. Agnes in Lüchow, wohin sie am 1. November 2006 im Rahmen der Gemeindefusionen des Bistums Hildesheim zurückkam. 2009 beschloss Bischof Norbert Trelle die Schließung der Kirche aufgrund des Priester- und Finanzmangels im Bistum, des Einwohnerrückgangs im Wendland sowie der Heizkosten.

Am 30. Juni 2012 erfolgte durch Bischof Trelle die Profanierung. Das Gebäude wurde von einem Gemeindemitglied gekauft. 2013 kam die Orgel in eine evangelische Kirche in Brandenburg, weitere Teile des Inventars gingen an Kirchengemeinden in der Ukraine.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Bernward-Verlag, ISBN 3-87065-418X, Hildesheim 1987, S. 158/159

WeblinksBearbeiten