Hauptmenü öffnen

St. Cäcilia (Düsseldorf-Benrath)

Kirchengebäude in Düsseldorf-Benrath
St.-Cäcilia-Kirche

Die katholische Pfarrkirche St. Cäcilia in Düsseldorf-Benrath ist eine dreischiffige neugotische Kirche mit seitlich angefügten Turm, die im ausgehenden 19. Jahrhundert vom Architekten Wilhelm Sültenfuß errichtet wurde. Frühere Kirchenbauwerke am gleichen Ort lassen sich bis 1005 zurückverfolgen. Die gleichnamige Pfarrei bildet mit der Herz-Jesu-Pfarrei in Urdenbach den Kirchengemeindeverband Benrath-Urdenbach.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Beim Abbruch der Vorgängerkirche wurde ein Stein gefunden, der die Inschrift trug: „Im Jahre des Herrn 1005 ist dieses Chorhaus errichtet worden“.[1] Urkundlich erwähnt wird eine Kirche in Benrath erstmals 1250. Es handelte sich um eine romanische Kirche, die dem Dekanat Neuss zugehörig war.

In den Jahren 1609 bis 1616 war diese Kirche eine Reformierte Kirche, danach wurde sie wieder katholisch.

1824 wurde eine zweite Kirche erbaut. Diese Kirche war jedoch durch die wachsende Bevölkerung im Zuge der Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht mehr hinreichend. 1899 erhielt Wilhelm Sültenfuß den Auftrag zum Bau einer größeren Kirche unter Mitbenutzung der vorhandenen Räumlichkeiten. 1901 wurde der Grundstein gelegt; 1902 wurde die alte Kirche bis auf den Turm abgerissen; der Turm blieb stehen. 1903 wurde die neue Kirche geweiht.

Im Ersten Weltkrieg wie im Zweiten Weltkrieg verlor St. Cäcilia seine Glocken, die eingeschmolzen wurden. Neue Glocken erhielt die Kirche 1926 und 1949.

OrgelBearbeiten

Die erste Orgel wurde 1908 von der Orgelbaufirma Fabritius (Düsseldorf) erbaut. Das Instrument hatte 24 Register auf zwei Manualen und Pedal und pneumatische Trakturen. Von dieser Orgel ist heute noch das neugotische Gehäuse und etwa 40 Prozent des Pfeifenmaterials vorhanden. Das Instrument wurde 1976 und zuletzt 2007 umgebaut. Es hat heute 33 Register auf drei Manualen und Pedal.[2]

I Hauptwerk C–g3
1. Bordun 16’ F
2. Prinzipal 8’ F
3. Harmonieflöte 8’
4. Gemshorn 8’ F
5. Oktave 4’ F
6. Quinte 223 F
7. Superoktave 2’ F
8. Mixtur IV F
9. Trompete 8’
II Rückpositiv C–g3
10. Holzgedackt 8’ F
11. Prinzipal 4’ F
12. Flöte 4’ F
13. Quinte 213 F
14. Waldflöte 2’ F
15. Terz 135 F
16. Krummhorn 8’ F
III Schwellwerk C–g3
17. Prinzipal 8’ F
18. Salicional 8’ F
19. Vox coelestis 8’
20. Gedackt 8’ F
21. Oktave 4’ F
22. Traversflöte 4’ F
23. Dolkan 2’ F
24. Trompette 8’
25. Oboe 8’ F
26. Klarinette 8’
Pedalwerk C–f1
27. Principal 16’ F
28. Subbaß 16’ F
29. Oktavbaß 8’ F
30. Gedackt 8’ F
31. Choralbaß 4’ F
32. Posaune 16’
33. Trompete 8’
  • Koppeln: I/I (Suboktavkoppel), II/I, IIII/I (auch als Suboktavkoppel), III/II (auch als Suboktavkoppel), III/III (Suboktavkoppel), I/P, II/P, III/P
  • Anmerkung
F = Register von Fabritius (1908) bzw. Seifert (1976)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. St. Cäcilia Benrath.de: Geschichte (Memento vom 6. Dezember 2013 im Internet Archive)
  2. Umfassende Informationen zur Geschichte und Disposition der Orgel

Koordinaten: 51° 9′ 47,3″ N, 6° 52′ 26,1″ O