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In der Patenstadt Flensburg wurde 1955 im Stadtteil Mürwik bei Klosterholz eine Straße nach der Stadt Swinemünde, zu der die Patenschaft besteht, benannt

Eine Patenstadt übernimmt die Patenschaft für Flüchtlinge, Vertriebene, eine Volksgruppe, eine andere Stadt oder auch von Produkten (wie Lebensmitteln, Lokomotiven, Schiffen usw.) sowie geografischen Landschaften, die der jeweiligen Patenstadt namentlich gewidmet werden. (Bei der Bahn siehe Liste von ICE.)

Wesentlich für den Begriff der Patenschaft ist im Gegensatz zur Städtepartnerschaft die einseitig übernommene „Fürsorgeverpflichtung“ der Patenstadt. Vereinzelt finden sich auch Patenschaften anderer Gebietskörperschaften als Gemeinden.

Zahlreiche Patenschaften entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg oder nach Umweltkatastrophen.

Patenschaften deutscher GebietskörperschaftenBearbeiten

Mögliche Gebietskörperschaften, die Patenschaften übernehmen können, sind Landkreise und Gemeinden.

Dies geschah in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg häufig, indem westdeutsche Körperschaften Patenschaften für die Bewohner der damaligen Landkreise in den ehemaligen deutschen Ostgebieten, im Sudetenland oder in der DDR übernahmen. Sogar Autobahnrastplätze erhielten auf Initiative von Hans-Christoph Seebohm entsprechende Namen.[1] Verschiedene Gemeinden betonen hier ihre Patenschaft für die im neuen Wohnort lebenden Bewohner bzw. deren dortige Kultureinrichtungen; andere stellen die Patenschaft mit der Herkunftsregion bzw. -gemeinde heraus. Letztere Art der Patenschaft war, zumindest zum Zeitpunkt der Patenschaftserklärung während des Kalten Krieges, fast immer einseitig. Es gibt auch Patenschaften von westdeutschen Kirchengemeinden mit solchen der genannten Gebiete. Einzelne Patenschaftserklärungen wurden später wieder rückgängig gemacht (1989 die Patenschaft des Wetteraukreises in Hessen über den Heimatkreis Tepl-Petschau im Sudetenland); aus anderen Patenschaften wurden seit Ende des Kalten Krieges Städtepartnerschaften.

BeispieleBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Claudia Pinl: Warthe im Westerwald. Erinnerungskultur an westdeutschen Autobahn-Parkplätzen (PDF). digitale-kulturanthropologie.de. Abgerufen am 25. Februar 2019.