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Spuk in Hill House

US-amerikanische Horrorserie

Spuk in Hill House ist eine US-amerikanische Horrorserie von Mike Flanagan. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shirley Jackson, weist aber auch Eigenschaften einer Neuinterpretation auf, wodurch es einige inhaltliche Unterschiede zur eigentlichen Geschichte der Buchvorlage gibt.

Seriendaten
Deutscher TitelSpuk in Hill House
OriginaltitelThe Haunting of Hill House
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)seit 2018
Produktions-
unternehmen
Amblin Television,
Paramount Television,
Intrepid Pictures
Länge43–71 Minuten
Episoden10 in 1 Staffel
GenrePsychothriller, Drama, Horror
IdeeMike Flanagan
MusikThe Newton Brothers
KameraMichael Fimognari
Erstveröffentlichung12. Oktober 2018 (USA) auf Netflix
Deutschsprachige
Erstveröffentlichung
12. Oktober 2018 auf Netflix
Besetzung
Synchronisation

Es ist die dritte Verfilmung des Romans. Erstmals wurde der Film unter dem Titel Bis das Blut gefriert im Jahr 1963 veröffentlicht. 1999 folgte eine Neuverfilmung der Buchvorlage unter dem Titel Das Geisterschloss. Beide Verfilmungen hatten im englischen Original den Titel The Haunting.

Die Serie wurde am 12. Oktober 2018 auf Netflix veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Hugh und Oliva ziehen in den 80er Jahren in ein altes Haus, welches sie komplett sanieren und später wieder verkaufen wollen. Das Haus bietet viel Platz und eine Menge zu entdecken für die Kinder Steven, Shirley, Theodora und die Zwillinge Nell und Luke. Schnell wird klar, dass im Haus eine Menge merkwürdige Dinge passieren. Oliva bekommt immer öfter Kopfschmerzen, schlafwandelt und führt Selbstgespräche. Luke und Nell sehen beängstigende Kreaturen. Shirley verspürt durchgängig Kälte und Theodora kann durch ihre Hände Dinge wahrnehmen, die sonst keiner spürt. In einer Nacht gibt es ein starkes Unwetter, wodurch viele Fenster beschädigt werden und somit die Sanierung verlängert wird. Hugh findet im Keller hinter einer Wand das Skelett eines Mannes, der sich vor langer Zeit selbst eingemauert hat. Als Oliva eine Pause vom Haus und der Versorgung ihrer Familie machen möchte und plant, zu ihrer Schwester Janet zu fliegen – dies aber nicht tut – überschlagen sich die Ereignisse. Oliva kehrt zum Haus zurück und möchte mit den Zwillingen und Lukes Freundin Abigail mitten in der Nacht eine Teeparty in einem merkwürdigen Raum veranstalten, der durch eine rote Tür seit Einzug verschlossen ist. Als Hugh in der Küche Gift findet und Abigail im roten Zimmer gerade im Sterben liegt, sammelt er alle Kinder ein und fährt sie zu einem Motel. In dieser Zeit findet Oliva wieder zu sich, sieht Abigail und lässt sich durch einen Geist dazu bringen, vom Geländer der Treppe zu springen. Später wachsen die Kinder bei ihrer Tante Janet auf und entfremden sich ihrem Vater durch unbeantwortete Fragen zum Tod ihrer Mutter.

Steven ist ein Autor, der über das Hill House schreibt und nicht an die bösen Kräfte des Hauses glaubt. Er versucht, alle Erscheinungen mit plausiblen Erklärungen zu begründen. Theodora ist Ärztin, die verängstigten Kindern hilft und versucht, sämtliche Gefühle von sich wegzuhalten. Shirley besitzt mit ihrem Mann einen Bestattungsdienst. Luke ist heroinabhängig und schon zum wiederholten Male im Entzug. Nell litt jahrelange an extremen Schlafstörungen, in denen sie immer wieder „die Frau mit dem verbogenen Hals“ sieht. Sie heiratet einen Schlaftechnologen, mit dem zusammen sie ihre Probleme im Griff hat. Eines Nachts, als sie wieder einmal die Gespenster-Frau sieht, stirbt ihr Mann durch ein Aneurysma. Nell wird dadurch depressiv und bekommt Tabletten, die sie immer wieder absetzt und verwickelt ihre Geschwister immer wieder in unangenehme Situationen. Als ihr keiner mehr zuhören möchte, fährt sie nach Boston und sucht das Motel und das Haus auf. Als sie das Haus betritt, fantasiert sie ihre Mutter, ihren Mann und ihre Geschwister und feiert erneut ihre Hochzeit. In Wirklichkeit aber tanzt sie durch die Ruinen und legt sich am gleichen Geländer wie ihre Mutter ein Seil um den Hals und erhängt sich.

Steven sieht in seinem Appartement seine Schwester Nell, wird in diesem Moment über ihren Tod informiert und sieht dadurch das erste Mal einen Geist. Luke spürt in diesem Moment durch „das Zwillingsding“, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Steven sammelt ihn auf und erzählt von ihrem Tod. Hugh erscheint zur Beerdigung und muss leider feststellen, dass die Kinder sich ihm sehr entfremdet haben. Shirley kümmert sich um die Balsamierung ihrer Schwester. Zur Beerdigung geschehen immer mehr merkwürdige Dinge. Luke verschwindet und stiehlt Shirleys Kreditkarte und Theodoras Auto. Steve und Hugh wollen ihn suchen und erfahren an einer Tankstelle, dass er Benzinkanister gekauft hat und anscheinend das Haus abfackeln will. Luke trifft beim Haus ein und will es abfackeln, doch es lässt sich nicht entzünden. Er wird von seiner Mutter als Geist in das Zimmer mit der roten Tür gelockt. Als später alle im Haus sind, wird jedes der Kinder durch irgendetwas in dieses Zimmer gelockt. Dort treffen sie auf Nell, die ihnen erzählt, dass sie alle schon in diesem Raum waren. Für jeden war er etwas anderes, er war wandelbar. Für Luke war er ein Baumhaus, für Oliva ein Leseraum und für Theodora ihr Tanzzimmer. Als Hugh von außen die Geister dazu überreden kann, die Tür zu öffnen – wenn er dafür bei ihr bleibt – können die Geschwister flüchten und ihren Bruder ins Krankenhaus fahren. Nur Steven und Hugh bleiben da. Hugh möchte Steven zeigen, was damals geschah, um mit ihm ins Reine zu kommen. Im Rückblick sieht Steven, dass Hugh ein Abkommen mit dem Hausmeister und seiner Frau gehalten hat, dass sie niemandem über die Ereignisse erzählen, wenn er das Haus von selbst aushungern lässt, damit sie ihre Geistertochter Abigail besuchen können. Hugh erzählt, dass Steven nun das Haus gehört, sein Vater ist nun tot.

Die Serie endet damit, dass Steven einen zweiten Teil seines Buchs schreibt, Theodora sich endlich ihren Bindungsängsten stellt, Luke seit zwei Jahren abstinent ist und Shirley sich ihrem Mann Kevin öffnet. Der Ablauf wird in früheren und heutigen Sequenzen gezeigt.

Besetzung und SynchronisationBearbeiten

Die deutsche Synchronisation erstellte die Synchronfirma RRP Media UG in Berlin nach einem Dialogbuch und unter der Dialogregie von Ralf Pel.[1]

Rollenname Schauspieler Hauptrolle
(Episoden)
Nebenrolle
(Episoden)
Synchronsprecher
Steven Crain Michiel Huisman 1.01–1.10 Karlo Hackenberger
Paxton Singleton1 1.01–1.10 Ben Hadad
Hugh Crain Timothy Hutton 1.01–1.10 Viktor Neumann
Henry Thomas1 1.01–1.10
Shirley Crain Elizabeth Reaser 1.01–1.10 Diana Borgwardt
Lulu Wilson1 1.01–1.10 Celina Gaschina
Luke Crain Oliver Jackson-Cohen 1.01–1.10 Peter Sura
Julian Hilliard1 1.01–1.10 Nikita Steinert
Theodora „Theo“ Crain Kate Siegel 1.01–1.10 Nadine Heidenreich
Mckenna Grace1 1.01–1.10 Naomi Hadad
Eleanor „Nell“ Crain Victoria Pedretti 1.01–1.10 Daniela Molina
Violet McGraw1 1.01–1.10 Xara Eich
Olivia Crain Carla Gugino 1.01–1.10 Victoria Sturm
Kevin Harris Anthony Ruivivar 1.01–1.03, 1.05–1.08, 1.10 Nils Nelleßen
Leigh Crain Samantha Sloyan 1.01–1.05, 1.07–1.08, 1.10 Daniela Thuar
Mrs. Dudley Annabeth Gish 1.01, 1.03, 1.05, 1.08–1.10 Karin Grüger
Mr. Dudley Robert Longstreet 1.01, 1.03, 1.05, 1.08–1.10 Roman Kretschmer

Anmerkungen:

1 Der Schauspieler verkörpert die Rolle in Rückblenden und somit eine jüngere Version der Figur.

EpisodenlisteBearbeiten

Nr. Deutscher Titel Original­titel Regie Drehbuch
1 Steven sieht einen Geist Steven Sees a Ghost Mike Flanagan Mike Flanagan
2 Offener Sarg Open Casket Mike Flanagan Mike Flanagan
3 Berührungen Touch Mike Flanagan Mike Flanagan
4 Das Zwillingsding The Twin Thing Mike Flanagan Mike Flanagan
5 Die Frau mit dem verbogenen Hals The Bent-Neck Lady Mike Flanagan Meredith Averill
6 Zwei Gewitter Two Storms Mike Flanagan Mike Flanagan
7 Grabrede Eulogy Mike Flanagan Mike Flanagan
8 Markierungen Witness Marks Mike Flanagan Mike Flanagan
9 Böse Träume Screaming Meemies Mike Flanagan Meredith Averill
10 Eine bleierne Stille Silence Lay Steadily Mike Flanagan Mike Flanagan
Am 12. Oktober 2018 wurden alle Folgen der Staffel gleichzeitig bei Netflix veröffentlicht.

RezeptionBearbeiten

Spuk in Hill House erhielt nach seiner Veröffentlichung großen Kritikeranklang. Auf der Seite Rotten Tomatoes hat die Serie eine Bewertung von 85 % basierend auf 33 Bewertungen, mit einer durchschnittlichen Bewertung von 8,29/10.[2] Metacritic, das einen gewichteten Durchschnitt verwendet, hat einen Metascore von 81 von 100 Punkten vergeben basierend auf 15 Kritikern.[3]

Auch im deutschsprachigen Raum erhielt die Serie positive Rückmeldungen. Auf dem Online-Portal Filmstarts.de verglich der Redakteur Markus Trutt die Serie als ernsthafte Konkurrenz für die Conjuring-Horrorfilmreihe und urteilte, die Netflix-Serie sei aber „auch deswegen so stark, weil sie nicht nur auf der Horror-Ebene allein“ überzeuge, sondern „uns auch sorgfältig ausgearbeitete, toll gespielte und sich gegenseitig perfekt ergänzende Figuren“ präsentiere.[4]

Auch Kevin Hennings auf DWDL.de wertete die Serie positiv. Er vergleicht den Horror der Serie mit dem des Films Poltergeist. Der Schrecken beginne wie in Shining „schleichend“ und kippe in der zweiten Hälfte „zum kompletten Grauen“. Wer bislang nicht an Geister glaube, werde „nun anfangen, sich zu hinterfragen“.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Spuk in Hill House. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  2. The Haunting of Hill House: Season 1 auf Rotten Tomatoes, abgerufen am 13. Oktober 2018
  3. The Haunting of Hill House: Season 1 auf Metacritic.com, abgerufen am 13. Oktober 2018
  4. An "Spuk in Hill House" muss sich Horror künftig messen: So großartig ist die neue Netflix-Serie, abgerufen am 13. Oktober 2018
  5. "Spuk in Hill House": Wie viel Grusel halten Sie aus?, abgerufen am 13. Oktober 2018