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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Spreenhagen führt kein Wappen
Spreenhagen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Spreenhagen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 21′ N, 13° 52′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Amt: Spreenhagen
Höhe: 39 m ü. NHN
Fläche: 137,02 km2
Einwohner: 3266 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15528
Vorwahl: 033633
Kfz-Kennzeichen: LOS, BSK, EH, FW
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 469
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstr. 13
15528 Spreenhagen
Website: www.amt-spreenhagen.de
Bürgermeister: Bernhard Baumann (SPD)
Lage der Gemeinde Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree
Bad SaarowBeeskowBerkenbrückBriesenBrieskow-FinkenheerdDiensdorf-RadlowEisenhüttenstadtErknerFriedlandFürstenwalde/SpreeGosen-Neu ZittauGroß LindowGrünheideGrunow-DammendorfJacobsdorfLangewahlLawitzBriesen (Mark)MixdorfMüllroseNeißemündeNeuzelleRagow-MerzRauenReichenwaldeRietz-NeuendorfSchlaubetalSchöneicheSiehdichumSpreenhagenSteinhöfelStorkowTaucheVogelsangWendisch RietzWiesenauWoltersdorfZiltendorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Spreenhagen ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg. Sie wird vom Amt Spreenhagen verwaltet, das seinen Sitz in der Gemeinde hat.

Inhaltsverzeichnis

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Spreenhagen besteht aus folgenden Ortsteilen, Gemeindeteilen und Wohnplätzen:[2]

  • Braunsdorf (Brunojce[3]) mit dem Gemeindeteil Göllmitz und dem Wohnplatz Luisenhof
  • Hartmannsdorf (Hartmanojce[3]) mit den Gemeindeteilen Hartmannsdorf, Hartmannsdorf-Neu Hartmannsdorf, Hartmannsdorf-Stäbchen und dem Wohnplatz Schlößchen
  • Markgrafpieske (Pěski[3]) mit den Gemeindeteilen Briesenluch, Lebbin und Neu Waltersdorf und den Wohnplätzen Forsthaus Briesenluch, Langendamm und Pankentheerhütte
  • Den Gemeindeteilen Kirchhofen und Latzwall sowie den Wohnplätzen Fichtenwall, Forsthaus Dickdamm, Hirsegarten, Kerring, Kribbelake, Pudel/Storkower Str., Röthen, Skaby und Winkel

GeschichteBearbeiten

Erstmals erwähnt wurde Spreenhagen in einer Urkunde der Ottonen über das Gebiet der Fürstenwalder Stadtforst im Jahre 1285. Zahlreiche, heute noch gebräuchliche Flurnamen deuten jedoch auf eine Besiedlung bereits zur slawischen Zeit (ca. 600–1200) hin. In den Torfstichen der Spreenhagener Flur wurden im 19. Jahrhundert Werkzeuge und Waffen aus der dieser Periode gefunden. Bis Mitte/Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Spreenhagen noch sorbisch gesprochen.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erhielt die Adelsfamilie von Birkholz die Orte Markgrafpieske, Spreenhagen, Hartmannsdorf und Wernsdorf zum Lehen. Landwirtschaft, Jagd und Fischerei waren die Lebensgrundlagen der Spreenhagener im Mittelalter. Im Jahre 1579 lebten hier 84 Einwohner, um 1800 ca. 370. Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Ort ein Bauerndorf, dessen alte Angerstruktur bis heute erkennbar ist. Mit dem Bau des Oder-Spree-Kanals siedelten sich Schiffer im Ort an. Zu dieser Zeit begannen auch der Kiesabbau und die erste Ansiedlung von Gewerbe. 1967 kam es zum Aufbau des Kombinates industrielle Mast (KIM). Im Zusammenhang mit der Ansiedlung des KIM entstanden das Neubaugebiet am Oder-Spree-Kanal, eine Schule sowie mehrere soziale Einrichtungen im Ort.

 
Spree bei Kirchhofen

VerwaltungszugehörigkeitBearbeiten

EingemeindungenBearbeiten

Kirchhofen gehört seit dem 17. September 1961 zu Spreenhagen.[4] Am 31. Dezember 2001 wurde Braunsdorf nach Spreenhagen eingemeindet.[5] Am 1. Juli 2002 kam Hartmannsdorf hinzu.[6] Markgrafpieske wurde am 26. Oktober 2003, gegen den Willen der Mehrheit der Bürger des Ortes (Bürgerbegehren), eingegliedert.[7]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 941
1890 935
1910 1 197
1925 1 169
1933 1 262
1939 1 449
1946 1 174
1950 1 182
Jahr Einwohner
1964 1 058
1971 1 089
1981 1 538
1985 1 558
1989 1 640
1990 1 602
1991 1 590
1992 1 577
1993 1 567
1994 1 730
Jahr Einwohner
1995 1 679
1996 1 663
1997 1 668
1998 1 681
1999 1 727
2000 1 752
2001 2 002
2002 2 695
2003 3 540
2004 3 534
Jahr Einwohner
2005 3 535
2006 3 534
2007 3 526
2008 3 494
2009 3 473
2010 3 441
2011 3 250
2012 3 245
2013 3 208
2014 3 226
Jahr Einwohner
2015 3 229
2016 3 232
2017 3 266

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[8][9][10]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

ReligionBearbeiten

18 % der Einwohner sind evangelisch, 2 % Katholiken.[11]

Die evangelischen Kirchengemeinden Spreenhagen (Dorfkirche, Hoffnungskirche) und Markgrafpieske gehören zum Kirchenkreis Oderland-Spree der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde St. Johannes Baptist im 15 km östlich gelegenen Fürstenwalde/Spree, Erzbistum Berlin. Ein Gottesdienststandort befindet sich zudem im Jugendhaus des Erzbistums Berlin in Alt-Buchhorst, Gemeinde Grünheide (Mark), 12 km nördlich von Spreenhagen. Die Ortschaft Lebbin liegt im nördlichsten Zipfel des Bistums Görlitz. Zuständig ist die Pfarrkuratie Heilig Geist in Beeskow, zu der die Kirche St. Maria im 10 km südlich von Lebbin gelegenen Storkow-Hubertushöhe gehört.

Des Weiteren gibt es in Spreenhagen eine Gemeinde der Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg.

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 51,7 %
 %
40
30
20
10
0
35,8 %
28,9 %
13,0 %
9,2 %
7,5 %
5,6 %

Die Gemeindevertretung von Spreenhagen besteht aus 16 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[12]

  • SPD: 6 Sitze
  • Gemeinschaft Freier Bürger: 5 Sitze
  • Dorfclub Markgrafpieske: 2 Sitze
  • Die Linke: 1 Sitz
  • CDU: 1 Sitz
  • NPD: 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–2008: Ralf-Eckhard Paesch[13]
  • seit 2008: Bernhard Baumann (SPD)[14]

Baumann wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 83,6 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[15] gewählt.[16]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Dorfkirche Spreenhagen

In der Liste der Baudenkmale in Spreenhagen und in der Liste der Bodendenkmale in Spreenhagen stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

SportBearbeiten

  • Durch Lebbin führt die Große Teufelstour, eine ca. 53 km lange Fahrradroute, die am Museum für Fahrradkuriositäten von Didi Senft beginnt und durch die Landschaft am Storkower See sowie an der Groß Schauener Seenkette führt.

VerkehrBearbeiten

Spreenhagen liegt an den Landesstraßen L 23 zwischen Grünheide und Storkow und L 36 zwischen Spreenhagen und Fürstenwalde. Die A 12 mit der Anschlussstelle Storkow und dem Autobahndreieck Spreeau, wo sie auf die A 10 trifft, durchquert das Gemeindegebiet.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ilana Michaeli, Irmgard Klönne Hgg.: Gut Winkel, die schützende Insel. Hachschara 1933–1941 Reihe Deutsch-israelische Bibliothek, 3. LIT-Verlag, Berlin 2007 ISBN 978-3-8258-0441-1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg: Gemeinde Spreenhagen
  3. a b c ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  4. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oder-Spree. S. 26–29
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  11. Zensusdatenbank
  12. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  13. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Oder-Spree (Memento des Originals vom 12. April 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  14. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28. September 2008. Bürgermeisterwahlen, S. 10
  15. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  16. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  17. Porträt von Marienetta Jirkowsky bei chronik-der-mauer.de