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Jorinde und Joringel

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[[Datei:Heinrich Vogeler - Illustration Jorinde und Joringel.jpg|mini|Illustration zu „Jorinde und Joringel“ von [[Heinrich Vogeler]]]]
 
'''Jorinde und Joringel''' ist ein [[Märchen]] ([[Aarne-Thompson-Index|ATU]] 405). Es steht in den [[Grimms Märchen|Kinder- und Hausmärchen]] der [[Brüder Grimm]] an Stelle 69 (KHM 69) und stammt aus [[Johann Heinrich Jung-Stilling]]s [[Autobiographie]] ''[[Heinrich Stillings Jugend]]'' von 1777.
 
 
== Interpretation ==
[[Datei:Turtle dove.jpg|miniaturmini|Darstellung einer Turteltaube]]
 
=== Metaphern im Text ===
Das Liebespaar wird mit [[Turteltaube]]n verglichen, gemäß der Redensart ''verliebt wie die Turteltauben'': Als Jorinde weint und klagt, singt eine Turteltaube ''kläglich auf den alten Maibuchen'', und als sie verwandelt wird, singt sie selbst vom ''„Vöglein mit dem Ringlein rot“''. Turteltauben haben einen roten Ring um ihre runden Augen und sind ein Symbol für Friede, Reinheit und Unschuld (siehe auch [[Venus (Mythologie)|Venus]]). Mit der ''Maibuche'' kann nur die gewöhnliche [[Rotbuche]] gemeint sein, ein Baum mit glatter Rinde und feinen, glatten (wachshaltigen) Blättern, wobei sich sog. Sommerblätter und Winterblätter deutlich unterscheiden. Sie ist nach [[Westfalen|westfälischer]] Folklore Fruchtbarkeitssymbol.<ref>Rudolf Müller: ''Jorinde und Joringel. Wenn durch Trennung die Liebe erwacht.'' Weisheit im Märchen. Kreuz, Stuttgart 1997, ISBN 3-268-00044-4, S. 32.</ref> Auch die Nachtigall, in die Jorinde verwandelt wird, wird mit Liebe in Verbindung gebracht. Ihr nächtlicher Gesang verleiht dem aber eine sinnliche oder melancholische Färbung. Die Beschreibung der alten Frau mit großen roten Augen und krummer Nase ähnelt der Eule, in die sie sich verwandelt. Ihr Ruf ''„Schu – hu – hu – hu“'' und die ''glühenden Augen'' passen am besten zu einer [[Waldohreule]], die in ganz Mitteleuropa verbreitet ist. Sie, der Mond und die [[Wildkatze|Katze]] sind Attribute von [[Hexe]]n (siehe auch [[Artemis]], [[Hekate]], [[Freya]], [[Lilith]], [[Luna]]; KHM [[Die drei Glückskinder|70]], [[Die Eule|174]]). Joringels ''blutrote Blume'' ist am ehesten eine [[Rosen|Rose]] ([[Liebe]]), könnte aber auch eine [[Nelken|Nelke]] sein ([[Tod]], vgl. KHM [[Die Nelke|76]]) oder ein [[Liliengewächse|Liliengewächs]] ([[Ostern|Auferstehung]]). Ihr Blütenring entspricht Jorindes ''„Ringlein rot“''. Die Tränen werden also im Traum zur Perle, dann Morgentau (vgl. KHM [[Die Gänsehirtin am Brunnen|179]]). [[Rot]] kann für Blut stehen oder die Liebe, die das Paar beweist.
 
=== Mystische Symbolik ===
Die Geliebte als Vogel im Käfig ist ein altes Literaturmotiv, das schon auf [[Schamanismus|schamanistische]] Vorstellungen zurückgeht (vgl. Varianten zu KHM [[Das singende springende Löweneckerchen|88]]).<ref>Klaus E. Müller: ''Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale.'' 3. Auflage, Beck, München 2006, ISBN 978-3-406-41872-3, S. 21–22.</ref> Hier sind es Körbe, was auf den Faden der griechischen [[Moiren|Schicksalsgöttin]] [[Lachesis (Mythologie)|Lachesis]] oder aber auch auf Bienenkörbe anspielen kann. Die antiken [[Mysterienkult]]e, die vielen literarischen Texten als geheimer Subtext zugrunde gelegen haben sollen (zum Beispiel [[Ovid]]s ''[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]''), arbeiteten auch mit dem Wechsel von Nacht und Tageslicht. Im [[Mithraismus|Mithraskult]] gehörten Schlange, Bienenpuppe, Taube und Licht mit der Liebesgöttin [[Venus (Mythologie)|Venus]] zum zweiten Weihegrad ''Nymphus'', dagegen Hirte, Eule, Nachtigall und Dämmerung mit dem [[Mond]] zum fünften Grad ''Perses''.<ref>Reinhold Merkelbach: ''Mithras.'' Hain, Meisenheim 1984, ISBN 3-445-02329-8, S. 85–118.</ref> Laut der [[Anthroposophie|Anthroposophin]] [[Friedel Lenz]] wurde bei den [[Mysterien von Eleusis|Eleusinischen Mysterien]] eine Opfergabe in einem Korb dargebracht, wobei der Mond in den Korb scheinen musste. Sie vermutet, dass in ''Zachiel'' der Erzengel [[Zachariel]] anklingt, also eine eigentlich gute, aber hier verstümmelte Göttlichkeit. Zachariel (Zadkiel) kommt in [[Apokryphen|apokryphen Schriften]] vor. Gefallene Engel gibt es sowohl im Alten Testament als auch im Gnostizismus. In der [[Alchemie]] erfolgte die Veredelung des Menschen über eine schwarze Phase (Sterben), gefolgt von einer weißen (Reinheit) und einer roten (Morgenröte). Letztere sind auch das Weibliche und das Männliche, die sich dann vereinen.<ref>Helmut Gebelein: ''Alchemie.'' Sonderausgabe. Hugendubel, Kreuzlingen, München 2000, ISBN 3-89631-402-5, S. 44, 48, 53–54; C. G. Jung: ''Erlösungsvorstellungen in der Alchemie (Psychologie und Alchemie 2).'' Aus: Grundwerk C. G. Jung. Band 6. Hrsg. Lilly Jung-Merker, Elisabeth Rüf et al.. 5. Auflage. Walter, Zürich, Düsseldorf 1999, ISBN 3-530-40786-0, S. 12–13.</ref> Die Blume ist wieder das schöne, lebendige oder der Mensch selbst<ref>Hedwig von Beit: ''Symbolik des Märchens.'' Francke, Bern 1952, S. 280; Hedwig von Beit: ''Gegensatz und Erneuerung im Märchen.'' Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». 2. Auflage. Francke, Bern 1956, S. 56, 61, 71, 239, 561.</ref> (vgl. KHM [[Die zwölf Brüder|9]], [[Der Liebste Roland|56]], [[Die Nelke|76]], [[Die Goldkinder|85]], [[Rätselmärchen|160]], [[Spindel, Weberschiffchen und Nadel|188]]). In [[Spagyrik]] und [[Homöopathie]] wird die rote [[Tigerlilie]] bei Frauenleiden und Herzbeschwerden mit dem Gefühl berstend voller Blutgefäße verwendet.<ref>''Lilium tigrinum.'' In: Martin Bomhardt: ''Symbolische Materia Medica.'' 3. Auflage. Homöopathie und Symbol, Berlin 1999, ISBN 3-9804662-3-X, S. 778; S. R. Phatak: ''Homöopathische Arzneimittellehre.'' 2. Auflage. Urban & Fischer, München 2004, ISBN 3-437-56860-4, S. 375–378.</ref> Die [[Anthroposophie]] sieht den Menschen als umgedrehte Pflanze. [[Friedel Lenz]] interpretiert das Märchen als Dämmerzustand der Seele und Erlösung aus dieser Isolation durch aktive Liebe.<ref>Friedel Lenz: ''Bildsprache der Märchen.'' 8. Auflage. Freies Geistesleben und Urachhaus, Stuttgart 1997, ISBN 3-87838-148-4, S. 197-203.</ref> [[Christa Siegert]] erklärt die Hexe im Wald als jenseitiges Wesen (''Archont'') in menschlichen Gedankennetzen (''Äonen''), das Vorstellungen und Gefühle zu sich saugt, um sich davon zu ernähren. Der Mensch kann sie nicht erkennen und lässt sich binden, was zur Trennung von Herz und Haupt, Frau und Mann führt. Er kann sich nur abwenden und seine Gedanken hüten, bis ihm die Vision des [[Heiliger Gral|Grals]] geschenkt werden kann, der im innersten Seelenkern alle Widersprüche löst.<ref>Christa M. Siegert: ''Geheime Botschaft im Märchen. Eine Entschlüsselung von Christa M. Siegert mit sieben Graphiken von B. Schollenberg.'' Hermanes T. Verlag, 1991, ISBN 3-925072-04-7. S. 141-161.</ref>
 
=== Psychologische Deutungen ===
 
== Varianten ==
Die [[Aarne-Thompson-Index|Märchenklassifikation]] von [[Antti Aarne|Aarne]] und [[Stith Thompson|Thompson]] nennt einen eigenen Typ 405 ''Jorinde und Joringel'',<ref>Antti Aarne, Stith Thompson: ''The types of the folktale. A classification and bibliography.'' ". Auflage. Helsinki 1961, S. 135.</ref>, für den sich aber kaum Beispiele aus der Volksdichtung fanden. Während also Zeitgenossen das Märchen noch für authentisch hielten, interessiert sich die vergleichende Märchenforschung nur am Rande dafür. Zu Einzelmotiven vgl. in [[Giambattista Basile|Basiles]] [[Rahmenhandlung des Pentameron|Pentameron]] II,2 ''[[Verde Prato]]''. Vergleichbar bei [[Ludwig Bechstein]] wären ''[[Die Hexe und die Königskinder]]'' in [[Deutsches Märchenbuch]] (zu Rose, Tau und Nachtigallen auch ''[[Die Rosenkönigin]]'' in der Ausgabe von 1845) und ''[[Vom Knaben, der das Hexen lernen wollte]]'', ''[[Klare-Mond]]'', ''[[Vom Hasen und dem Elefantenkönige]]'' in [[Neues deutsches Märchenbuch]]. [[Ignaz Vinzenz Zingerle]] findet ein tiroler Märchen von einem Bauer, der im Mondschein noch sein Korn schneiden will und eine Stimme hört: ''der tag ist dein, / die nacht ist mein, / schere dich nach hause bald, / sonst verfallst du einer üblen gewalt.''<ref>I. V. Zingerle: ''Sagen aus Tirol.'' In: J. W. Wolf (Hrsg.). ''Zeitschrift für Deutsche Mythologie und Sittenkunde.'' Zweiter Band. Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1855, S. 355.</ref> [[Ursula Enderle]] berichtet eine Variante ''Der Mädchenvogel'' aus dem serbokroatischen Raum.<ref>Ursula Enderle (Hrsg.): ''Märchen der Völker Jugoslawiens.'' Insel, Leipzig 1990, ISBN 3-7351-0121-6, S. 390–392. Originaltitel: ''Bajke Naroda Jugoslavije.'' Aus dem Serbokroatischen übertragen und mit einem Vorwort von Ursula Enderle. Kommentare von Jaromir Jech.</ref> In einer [[Spanien|spanischen]] Variante tötet Joringel eine Schlange als Wächter.<ref>Antti Aarne, Stith Thompson: ''The types of the folktale. A classification and bibliography.'' 2. Auflage. Helsinki 1961, S. 135.</ref> Psychologisch ähnlich ist zum Beispiel ein südafrikanisches Märchen von der Himmelsfrau, die am Lichtfaden eines Sterns zur Erde kam, mit einem geheimen Himmelsgut in einem Korb.<ref>Siegfried Neumann: ''Das Märchen vom Korb der Himmelsfrau.'' In: ''Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege.'' Februar 1999, {{ISSN|0946-1140}}, S. 23.</ref>
 
== Rezeptionen ==
[[Hans-Jörg Uther]] findet Belege für mündliche Erzählungen besonders im skandinavischen, irischen, deutschen und slawischen Raum, die meist auf Grimms, seltener auf Jung-Stillings Version zurückgehen, sowie Parodien, die die Hexe als Rivalin auffassen.<ref>Hans-Jörg Uther: ''Jorinde und Joringel.'' In: ''Enzyklopädie des Märchens.'' Band 7. Berlin, New York 1993, S. 633.</ref> Letzteres würde an Märchen von der falschen Braut erinnern (AaTh 403, 533: KHM [[Die drei Männlein im Walde|13]], [[Die Gänsemagd|89]], [[Die weiße und die schwarze Braut|135]]). In [[Janosch]]s Parodie wird Jorinde mit dem Lied in einem Blumenkreis zur Nachtigall, worauf Joringel in jedem Vogelkäfig sucht und ihr schließlich nachfolgt.<ref>Janosch: ''Janosch erzählt Grimm's Märchen. Fünfzig ausgewählte Märchen, neu erzählt für Kinder von heute. Mit Zeichnungen von Janosch.'' 8. Auflage. Beltz und Gelberg, Weinheim und Basel 1983, ISBN 3-407-80213-7, S. 240-242.</ref> Dass hier keine Hexe vorkommt passt zu der Beobachtung, dass i. Ggs. zu anderen Märchen die Magie bloß die Seelenlage des Paares ummalt. Bühneninterpreten, aber auch der [[Anthroposophie|Anthroposoph]] [[Rudolf Meyer (Anthroposoph)|Rudolf Meyer]] legen Jorinde und Joringel weitere Gedichte in den Mund.<ref>Rudolf Meyer: ''Die Weisheit der deutschen Volksmärchen.'' 1935. 5. Auflage. Urachhaus, Stuttgart, 1963, S. 198–199.</ref>
 
[[Datei:Stamps of Germany (DDR) 1969, MiNr Kleinbogen 1450-1455.jpg|miniaturmini|Kleinbogen der Deutschen Post der DDR, 1969]]
 
In der DDR erschien eine Briefmarkenserie mit Jorinde-und-Joringel-Motiv. In Dänemark heißt offenbar ein Verlag ''Jorinde & Joringel''. Der Name [[Jorinde]] hat als Vorname eine gewisse Verbreitung gefunden.
 
 
== Filme ==
Der erste Film ''Jorinde und Joringel'' war wohl ein [[Deutschland|deutscher]] [[Zeichentrickfilm]] 1920,<ref>Roy Kinnard: ''Horror in silent films: A Filmography, 1896–1929.'' McFarland, Jefferson, North Carolina, und London 1995, ISBN 0-7864-0036-6, S. 118.</ref>, der nicht erhalten ist. Die [[DEFA]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] drehte 1957 einen [[Puppentrickfilm]] (20 min, [[Regie]]: [[Johannes Hempel]]) und 1986 einen [[Spielfilm]] (76 min, Regie: [[Wolfgang Hübner (Regisseur)|Wolfgang Hübner]]) gleichen Titels: ''[[Jorinde und Joringel (1986)|Jorinde und Joringel]]''. Auf [[Niederländische Sprache|Niederländisch]] existiert ein zehnminütiger Zeichentrickfilm ''Jorinde en Joringel'' (1978, Regie: [[Niek Reus]]). In der [[japan]]ischen Zeichentrickserie ''[[Grimms Märchen (Anime)|Gurimu Meisaku Gekijo]]'' (japan. Erstausstrahlung 1987–1988), die auch auf deutsch synchronisiert wurde, ist Folge 17 ''yorinde to yoringeru'' (30 min). Die [[USA|amerikanische]] Filmemacherin [[Lisa Hammer]] drehte 1995 einen 30-minütigen [[Schwarzweißfilm|Schwarzweiß]]-[[Stummfilm]] ''Jorinda and Joringel''. 2011 interpretierte [[Bodo Fürneisen]] das Stück u.&nbsp;a. mit [[Katja Flint]], [[Uwe Kockisch]], [[Llewellyn Reichmann]] und [[Jonas Nay]] neu. Es wurde am 25. Dezember 2011 unter dem Titel [[Jorinde und Joringel (2011)|Jorinde und Joringel]] vom [[Rundfunk Berlin-Brandenburg|RBB]] ausgestrahlt.<ref>[http://www.rbb-online.de/maerchenfilm/6_auf_einen_streich/jorinde_und_joringel/drehstart_fuer_jorinde.html Programmhinweis zu Jorinde und Joringel auf rbb-online.de], abgerufen am 11. Dezember 2011.</ref>
 
== Literatur ==
=== Primärliteratur ===
* [[Johann Heinrich Jung-Stilling]]. ''Henrich Stillings Jugend, Jünglingsjahre, Wanderschaft und häusliches Leben.'' Bibliographisch ergänzte Ausgabe. Reclam, Stuttgart 1997, ISBN 3-15-000662-7, S. 73–75.
* [[Brüder Grimm]]. ''Kinder- und Hausmärchen.'' Vollständige Ausgabe. Mit 184 Illustrationen zeitgenössischer Künstler und einem Nachwort von [[Heinz Rölleke]]. 19. Auflage. Artemis & Winkler, Düsseldorf und Patmos, Zürich 1999, ISBN 3-538-06943-3, S. 382–384.
* Brüder Grimm: ''Kinder- und Hausmärchen.'' Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: ''Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort.'' Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe. Reclam, Stuttgart 1994, ISBN 3-15-003193-1, S. 131, 473.
 
=== Nachschlagewerke ===
* [[Hans-Jörg Uther]]: ''Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.'' de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8, S. 164-167.
* Hans-Jörg Uther: ''Jorinde und Joringel.'' In: ''[[Enzyklopädie des Märchens]].'' Band 7. Berlin, New York, 1993, S. 632–635.
* [[Walter Scherf]]: ''Das Märchenlexikon.'' Erster Band A–K. Beck, München 1995, ISBN 3-406-39911-8, S. 634–635.
* [[Antti Aarne]], [[Stith Thompson]]: ''The types of the folktale. A classification and bibliography.'' 2. Auflage. Helsinki 1961, S. 135.
 
=== Sekundärliteratur und Deutungen ===
* Hans-Jörg Uther: ''Die Brüder Grimm und Heinrich Jung-Stilling. Von Jorinde und Joringel und anderen Erzählungen.'' In: Ulrich Müller. Margarete Springeth: ''Paare und Paarungen.'' Festschrift für Werner Wunderlich zum 60. Geburtstag. Heinz, Stuttgart 2004, ISBN 3-88099-425-0, S. 294–305.
* Hedwig von Beit: ''Symbolik des Märchens.'' Francke, Bern 1952. S. 280.
* Hedwig von Beit: ''Gegensatz und Erneuerung im Märchen.'' Zweiter Band von «Symbolik des Märchens». 2. Auflage. Francke, Bern 1956, S. 56, 61, 71, 210, 239, 561.
* [[Lutz Röhrich]]: ''Märchen und Wirklichkeit.'' Steiner, Wiesbaden 1956, S. 66, 81, 185, 187.
* Lutz Röhrich: ''„und weil sie nicht gestorben sind …“.'' Anthropologie, Kulturgeschichte und Deutung von Märchen. Böhlau, Köln, Weimar, Wien 2002, ISBN 3-412-11201-1.
* [[Verena Kast]]: ''Wege aus Angst und Symbiose. Märchen psychologisch gedeutet.'' dtv, München 1987, ISBN 3-530-42100-6, S. 190–198.
* Ulla Wittmann: ''Ich Narr vergaß die Zauberdinge. Märchen als Lebenshilfe für Erwachsene.'' Ansata, Interlaken 1985, ISBN 3-7157-0075-0, S. 85–92.
 
=== Anthroposophie ===
* Rudolf Müller: ''Jorinde und Joringel. Wenn durch Trennung die Liebe erwacht.'' Weisheit im Märchen. Kreuz, Stuttgart 1997, ISBN 3-268-00044-4.
* Friedel Lenz: ''Bildsprache der Märchen.'' 8. Auflage. Freies Geistesleben und Urachhaus, Stuttgart 1997, ISBN 3-87838-148-4, S. 197–203, 245, 250, 256–264.
* Edzard Storck: ''Alte und neue Schöpfung in den Märchen der Brüder Grimm.'' Lorber und Turm, Bietigheim 1977, ISBN 3-7999-0176-0, S. 413–415, 408–411.
* Rudolf Meyer: ''Die Weisheit der deutschen Volksmärchen.'' 5. Auflage. Urachhaus, Stuttgart 1963, S. 144–146, 198–199.
* Marcus Kraneburg: ''Grimmsche Märchen als Spiegel der Seele.'' Mayer, ISBN 978-3-86783-002-7, S. 109–116.
* Christa M. Siegert: ''Geheime Botschaft im Märchen. Eine Entschlüsselung von Christa M. Siegert mit sieben Graphiken von B. Schollenberg.'' Hermanes T. Verlag, 1991, ISBN 3-925072-04-7. S. 141-161.
 
=== Theaterstücke ===
* [[Claudia Hann]]: ''Jorinde und Joringel''. Theaterstück. Ein Musikmärchen nach Heinrich Jung Stillung. Uraufführung [[Cassiopeia Theater]] Köln, 2000.
* Hans Schönfeld: ''Joringel und Jorinde.'' Ein Märchenspiel in 5 Akten. Talis, Leipzig.
* Ella Gloël: ''Jorinde und Joringel.'' Ein Märchenspiel nach dem gleichnamigen Märchen von Gebr. Grimm. Buchner, München 1941.
* Erich Bauer: ''Jorinde und Joringel.'' Ein Märchenspiel nach Gebr. Grimm. Mit Musik. Buchner, München 1949.
* Harald Grill: ''Jorinde und Joringel im Wackersdorfer Wald.'' 22 Bilder einer Himmelsbeerdigung. Theaterstück. Unterforsthuber & Roßmanit, Traunreut 1987. Städtische Bühnen Regensburg, Uraufführung am 6. November 1987.
* [[Roland Zoss]]: ''Jorinde und Joringel''. Märchenmusical und Spiel in der Reihe Liedermärli in Mundart, Bern 2005.
 
== Weblinks ==
{{Wikisource|Jorinde und Joringel}}
{{Commonscat|Jorinde and Joringel|Jorinde und Joringel}}
* [http://www.zeno.org/Literatur/M/Grimm,+Jacob+und+Wilhelm/M%C3%A4rchen/Kinder-+und+Hausm%C3%A4rchen/69.+Jorinde+und+Joringel''Jorinde und Joringel'' bei zeno.org.]
* [http://gutenberg.spiegel.de/buch/5449/10 Gutenberg-DE: Originaltext von ''Jorinde und Joringel'' in ''Heinrich Stillings Jugend''.]
* [http://gutenberg.spiegel.de/buch/6248/88 Gutenberg-DE: Originaltext von ''Jorinde und Joringel'' nach den Brüdern Grimm.]
* [[Datei:Speaker Icon.svg|20px]] [http://www.podster.de/episode/514844/download/led_jorinde_und_joringel.mp3 ''Jorinde und Joringel'' als Hörbuch (MP3; 4,8 MB)] auf Podster.
* [[Datei:Speaker Icon.svg|20px]] [http://www.archive.org/download/grimm_maerchen_1_librivox/grimm_191_jorindeundjoringel_64kb.mp3 ''Jorinde und Joringel'' als Hörbuch (MP3; 3,0 MB)] auf [[LibriVox]].
* [http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/psp/16173.html Psychologische Hausarbeit von Sylvia Preis: ''Märchen in der Therapie – Wege aus Angst und Symbiose''.]
* [http://p8277.typo3server.info/?id=112 Märcheninterpretation zu ''Jorinde und Joringel''.] [https://web.archive.org/web/20090220185153/http://p8277.typo3server.info/?id=112 Im Archiv]
* [http://www.lindenau-museum.de/index.php?id=742 Ausstellung 'Jorinde und Joringel'] u.a. mit Werken von [[Charles Crodel]], [[Josef Hegenbarth]] im [[Lindenau-Museum]] Altenburg anläßlichanlässlich des Internationalen Märchenkongresses im Herbst 2007.]
* [http://medienproduktion.net/showroom/medienprojekte/details/maerchenhafte-fotos/ Visualisierung des Märchens in 5 Fotos, studentisches Medienprojekt an der HS-OWL.]
 
== Einzelnachweise ==
10.196
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