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Jorinde und Joringel

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K
Sprache und Stil
:''zu guter Stund.“''
 
Der selbstverständliche Umgang mit [[Magie]], die Schwarz-Weiß-Malerei und Sieg des Guten passen zum [[Zaubermärchen]]. Untypischerweise beschreibt der Text die Hexe vor der Handlung, die spannend erzählt ist.<ref>Hans-Jörg Uther: ''Jorinde und Joringel.'' In: ''Enzyklopädie des Märchens.'' Band 7. Berlin, New York, 1993, S. 633.</ref> Die Sonnenuntergangsszene führt unversehens zum nächtlichen Tiefpunkt, gefolgt von erneuter Wendung morgens und Erlösung. Der Gegensatz von Tag und Nacht dient der moralischen Charakterisierung. Im Gegensatz zu anderen Märchen nimmt der Held das Wunderbare eher beiläufig warwahr.<ref>Hans-Jörg Uther: ''Die Brüder Grimm und Heinrich Jung-Stilling. Von Jorinde und Joringel und anderen Erzählungen.'' In: Ulrich Müller, Margarete Springeth: ''Paare und Paarungen.'' Festschrift für Werner Wunderlich zum 60. Geburtstag. Heinz, Stuttgart 2004, ISBN 3-88099-425-0, S. 303.</ref> Es fällt den Liebenden nach bestandener Bewährung zu, Strafe erübrigt sich. Schon der Spannungsbogen erinnert an ein [[Drama]] oder christliche Geschichtsauffassung von Sündenfall und Erlösung, die Moral passt gut zu Jung-Stillings sehr [[Pietismus|pietistischer]] Erziehung.
 
== Interpretation ==