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SpVgg Ansbach 09

deutscher Fußballverein

Die Spielvereinigung Ansbach 09 e. V. ist ein Sportverein aus Ansbach in Mittelfranken mit Abteilungen für Fußball, Karate, Tennis und Pétanque.

SpVgg Ansbach 09
Vereinswappen der SpVgg Ansbach 09
Basisdaten
Name Spielvereinigung Ansbach 09 e. V.
Sitz Ansbach, Bayern
Gründung 1909
Farben grün-weiß
Vorstand Theo Mutsios
Website www.spvgg-ansbach.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Christoph Hasselmeier
Spielstätte Xaver-Bertsch-Sportpark (Lage)
Plätze 5.000
Liga Bayernliga Nord
2018/19 11. Platz
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Die Fußballabteilung des TV 1860 Ansbach wurde im Jahr 1909 gegründet. Während des Ersten Weltkriegs war die Abteilung für drei Jahre aufgelöst. Die 1917 gegründete SpVgg Ansbach 09 knüpfte bewusst an die Geschichte der Fußballabteilung des TV an und trug sich im Vereinsregister mit dem Gründungsjahr 1909 ein. Der neue Verein hatte jedoch auch im 1. FC 1912 Ansbach einen Vorläufer. Ein Höhepunkt der frühen Fußballgeschichte war 1928 die Meisterschaft in der A-Klasse Mittelfranken und der im Entscheidungsspiel gegen den 1. FC Zirndorf errungene Aufstieg in die Kreisliga, aus der im Jahr 1937 wieder der Abstieg erfolgte. 1945 wurde der Verein infolge des Zweiten WeltkrTennisegs aufgelöst. Die Ansbacher Sportvereine bildeten gemeinsam den Sportverein Ansbach. Dieser wurde am 30. Oktober 1948 aufgelöst und in Turn- und Sportverein Ansbach umbenannt. 1951 wurde schließlich aus der Fußballabteilung heraus die SpVgg Ansbach 09 wiedergegründet.[1] 1953 gelang der Aufstieg in die damals viertklassige 2. Amateurliga Bayern. Nach dem Abstieg 1955 gelang ein Jahr später der prompte Wiederaufstieg. Der Bau zweier Rasenplätze auf den vereinseigenen Sportplätzen an der Türkenstraße in den 60er Jahren garantierte die Fortsetzung des Spielbetriebs. Durch Ligareformen rutschte der Verein wieder aus der Viertklassigkeit ab. In der Saison 1977/78 spielte die A-Jugend in der damals höchsten Jugendspielklasse, der Bayernliga. Der 1. Herrenmannschaft gelang in der Saison 1984/85 erneut der Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse, die Landesliga Mitte. Ein Jahr später gelang die Qualifikation für die Hauptrunde des DFB-Pokals. Gegen den SV Waldhof Mannheim schieden die Ansbacher vor 6.000 Zuschauern jedoch mit einer 0:3-Niederlage aus.

Ende der 90er Jahre erlebte die SpVgg Ansbach 09 ihre erfolgreichste Zeit. Nachdem mit dem Aufstieg in die Bayernliga erneut die Viertklassigkeit erreicht wurde, gelang trotz verhältnismäßig geringem Etat und mit dem Motto "Kult statt Kohle" nach nur zwei Spielzeiten als Meister sogar der Aufstieg in die Regionalliga Süd.[2] Dort bestand während der Saison 2001/02 aber letztlich keine Chance gegen die starke Konkurrenz. Im Kader waren mit Ausnahme des Nürnberger Ex-Profis Hans-Jürgen Brunner ausschließlich Spieler, die zuvor nie höherklassig gespielt hatten. So wurde gegen den späteren Tabellenvierten VfR Aalen zu Hause 0:4, auswärts gar 0:7 verloren. Anfangs konnte allerdings noch gut mitgehalten und z. B. sowohl beim FC Rot-Weiß Erfurt (1:0) als auch beim späteren Aufsteiger Eintracht Trier (3:2) gewonnen werden. Eine Serie von 12 sieglosen Spielen zwischen dem 21. und 33. Spieltag ließ den Verein jedoch bis auf den vorletzten Tabellenplatz abstürzen. Mit einem Heimsieg gegen die Kickers Offenbach (3:1) verabschiedeten sich die Ansbacher Fußballer nach nur einem Jahr wieder aus der Regionalliga. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga Süd landete die SpVgg Ansbach wieder in der Bayernliga, spielte dort jedoch stets gegen den Abstieg. Am Ende der Saison 2004/05 stieg der Verein nach den Relegationsspielen gegen den FC Bayern Hof und den FC Kempten wieder in die Landesliga Mitte ab. Nach einer erfolgreichen Saison 2006/07 wurde als Meister der Landesliga Bayern Mitte wieder der Sprung in die Bayernliga geschafft. In der Saison 2007/08 konnte durch den 13. Platz der Klassenerhalt gesichert werden. Durch den Einzug in das Finale des Toto-Pokals konnte sich der Klub für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2008/2009 qualifizieren. Die SpVgg Ansbach traf am 10. August 2008 im Ansbacher Sportpark auf den Bundesligisten Karlsruher SC. Das Spiel endete 0:5.

2010 musste die Mannschaft nach einem 15. Tabellenplatz und einer Niederlage im Relegationsspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 aus der Bayernliga absteigen. 2014 wurde die Meisterschaft in der Nordwest-Staffel der Landesliga gewonnen und damit die Rückkehr in die Bayernliga erreicht. Im Jahr darauf erfolgte nach der Relegation der erneute Abstieg, dem der direkte Wiederaufstieg folgte.

Bekannte SpielerBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

StadionBearbeiten

Der mit einer Tribüne ausgestattete SpVgg-Platz an der Sedanstraße, der heutigen Stahlstraße, musste 1939 wegen der Errichtung einer neuen Kugellagerfabrik zwangsgeräumt werden. Daraufhin zog die SpVgg Ansbach zunächst auf die alte Füllgrube bzw. den Platz an der Türkenstraße. Im Jahr 1976 konnte schließlich der noch heute genutzte Sportpark im Westen der Stadt eröffnet werden. Das Stadion bietet Platz für 5.000 Zuschauer, darunter 600 unüberdachte und 400 überdachte Sitzplätze.[3] Nachdem es jahrelang PIGROL-Sportpark genannt wurde, heißt das vereinseigene Sportgelände im Rahmen des Verkaufs der Namensrechte seit 1. Juli 2016 offiziell Xaver-Bertsch-Sportpark, nach einem regionalen Fachhändler für Hydraulik, Pneumatik und Industrietechnik.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7: Vereinslexikon. AGON-Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9, S. 26.
  2. Matthias Hunger: Fußballheimat Franken. Arete Verlag, Hildesheim 2017, ISBN 978-3-942468-91-6, S. 12.
  3. Matthias Hunger: Fußballheimat Franken. Arete Verlag, Hildesheim 2017, ISBN 978-3-942468-91-6, S. 12.