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Die Sonate Hob. XVI:8 in G-Dur von Joseph Haydn ist eine viersätzige Sonate für Klavier und gilt als eines seiner bekanntesten Klavierwerke. Er komponierte dies um das Jahr 1766.

StrukturBearbeiten

Alle Sätze stehen in der Tonika G-Dur. Der erste Satz ist konzipiert als eine monothematische Sonatenform im 2/4-Takt und enthält 44 Takte. In der Exposition (16 Takte lang) moduliert Haydn von der Tonika zur Dominanten D-Dur. In der Durchführung (10 Takte) bleibt Haydn noch in nahen Tonarten, bevor er zur Reprise kommt. Es wirkt sehr lebhaft; es tauchen diverse Tondauern auf wie Sechzehntel-, Achtel-, Viertel und Halbe Noten auf sowie auch Triolen.

Das Menuett besteht aus 16 Takten und geht nach dem Schema A-A'. Zuerst moduliert der Komponist nach D-Dur. Über Modulationen enden die letzten Vier Takte so wie bei A, nur in der Tonika G-Dur.

Das Andante steht im dritten Satz und ist im 4/4-Takt. Das Motiv ist zwei- und auftaktig; es besteht zum Teil aus Stufenbewegungen und kleinen Läufen.

Der vierte Satz im Allegro (3/8-Takt) besteht aus 24 Takten und weist das Schema ABA auf. Die ersten sechs Takte besitzen eine gesplitterte Dreiklangsthematik, woraufhin ein kleiner abwärtsgehender p16-tel-Lauf folgt. In den Takten 9 bis 15 wird das Thema in 16tel Noten verarbeitet, worauf hin der erste Abschnitt wieder folgt.

LiteraturBearbeiten

  • Beghin, Tom. Thoughts on performing Haydn’s keyboard sonatas. In The Cambridge Companion to Haydn, edited by Caryl Clark, 214. Cambridge: Cambridge University Press, 2005.
  • Maxwell, Carolyn. Sonatas. In Haydn, Solo Piano Literature: A Comprehensive Guide, Annotated and Evaluated with Thematics, edited by Carolyn Maxwell, Charles Shadle and Christine Armstrong, 26. Boulder, Colorado: Maxwell Music Evaluation, 1983.
  • Price, Jane Bostian. Authenticity, Chronology, Source Studies. In Haydn studies, edited by Jens Peter Larsen, Howard Serwer and James Webster, 135. NY: Norton, 1981.

WeblinksBearbeiten