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Sommer der Freundschaft

Film von Robert Wise (2000)

Sommer der Freundschaft ist ein Filmdrama von Robert Wise in seiner letzten Regiearbeit aus dem Jahr 2000. Es ist eine Neuverfilmung eines Fernsehfilms aus dem Jahr 1970.

Filmdaten
Deutscher TitelSommer der Freundschaft
OriginaltitelA Storm in Summer
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2000
Länge98 Minuten
AltersfreigabeFSK -
Stab
RegieRobert Wise
DrehbuchRod Serling
ProduktionRobert Halmi Jr., Renée Valente
MusikCynthia Millar
KameraAlbert J. Dunk
SchnittJack Hofstra
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Abel Shaddick ist ein jüdischer Kleinunternehmer in Fairview, Bundesstaat New York. Sein Sohn ist im Zweiten Weltkrieg beim Angriff auf Stuttgart umgekommen. Der alte Herr trauert noch 25 Jahre später - 1969 - um ihn, kommt nicht über seinen Tod hinweg. Er ist mit der Zeit immer verbitterter geworden und im Ort deshalb nur wenig beliebt. Bei ihm wohnt unregelmäßig sein nichtsnutziger Neffe Stan, der in keiner Weise an seinen Sohn heranreicht. Als Abel erfährt, dass sein Neffe, nur um sich beliebt zu machen, versprochen hat einem afroamerikanischen Kind aus Harlem ein Sommerurlaubsquartier zu bieten, ist er zunächst damit unzufrieden. Weiß er doch, dass sein Neffe dies nicht ernst gemeint hat. Außerdem denkt er, dass der Junge nun bei ihm bleiben solle, da der Neffe sich ja sowieso nicht kümmern wird. Daher ist er dem Jungen gegenüber ablehnend, als dieser schließlich in Fairview eintrifft, sein Neffe sich aber schon wieder aus dem Staub gemacht hat.

Zunächst möchte der Delikatessenladenbesitzer den kleinen Herman wieder zurückschicken, dieser fordert ihn jedoch mit seiner offenen Art heraus, und Abel fühlt sich an seiner Ehre gepackt, den Jungen doch bei sich zu behalten und ihm angenehme Sommerferien zu bieten. Der Junge bringt den alten Herrn dazu, das erste Mal seit dem Tod seines Sohnes wieder angeln zu gehen.

So entsteht im Laufe des Films tatsächlich eine Verbindung zwischen den beiden, die man durchaus als Freundschaft bezeichnen kann. Der Junge, ein Schwarzer, und der alte Mann, ein Jude, bieten den Menschen in ihrer Umgebung im Jahr 1969 ein durchaus seltsames Pärchen, das jedoch mit der Zeit zusammenwächst und sich seiner Gemeinsamkeit als die Anderen bzw. Außenseiter bewusst wird, die teilweise in ständiger Angst vor Übergriffen leben müssen.

Das wird besonders deutlich, als die Beiden nach dem Kinobesuch von jugendlichen Motorradrowdies angepöbelt werden und danach ein aufschlussreiches Gespräch miteinander führen.

Nachdem Abel von Hermans Großmutter die Nachricht vom Tod des Bruders des Jungen erhält, bricht für Abel eine Welt zusammen. Hermans Bruder ist im Vietnamkrieg gefallen. Der Mann fühlt sich zurückerinnert an die Zeit des Todes seines eigenen Sohns. Am nächsten Tag reist Herman zurück nach Harlem, New York. Abel Shaddick bleibt zurück in Fairview und erhält am Ende des Filmes einen Anruf von seinem Neffen, der wieder einmal bei einem Vorstellungsgespräch gescheitert ist und nun erneut zurück zu Abel kommen und einziehen will.

KritikenBearbeiten

Aaron Beierle lobte in „DVD talk“ die Leistungen der Schauspieler.[1] Laut dem Lexikon des internationalen Films ist Sommer der Freundschaft „[e]ine gefühlvolle Geschichte auf gehobenen Fernseh-Standard“.[2]

AuszeichnungenBearbeiten

  • „Sommer der Freundschaft“ gewann 2001 als bester Familienfilm den Young Artist Award. Aaron Meeks wurde für den Young Artist Award nominiert.
  • Rod Serling gewann 2001 den Writers Guild of America Award.
  • Die Produzenten gewannen 2001 den Daytime Emmy Award. Peter Falk und Rod Serling wurden für den Daytime Emmy Award nominiert.

AnmerkungenBearbeiten

Das Drama wurde 1998 in Vancouver gedreht.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. (Quelle)
  2. Sommer der Freundschaft. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 27. Juli 2017.