Slim Pickens

US-amerikanischer Filmschauspieler

Slim Pickens (eigentlich Louis Burton Lindley jr; * 29. Juni 1919 in Kingsburg, Kalifornien; † 8. Dezember 1983 in Modesto, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmschauspieler.

LebenBearbeiten

Louis Lindley schloss die Hanford High School ab und wandte sich, von Kindheit an ein guter Reiter, dem Rodeoreiten zu. Er hatte – entgegen den Prophezeiungen von Familie und Freunden, er würde dort nur sehr wenig verdienen (diesen „Slim Pickings“ entnahm er seinen Künstlernamen) – Erfolg als Rodeoclown und arbeitete jahrelang in diesem Gewerbe, bis er auch dank seines deutlichen Oklahoma-Texas-Akzentes, seiner großäugigen, mondgesichtigen Erscheinung und starker Physis 1950 zum Filmdebüt neben Errol Flynn in Herr der rauhen Berge kam. Fortan wurde er zu einem vielbeschäftigten Darsteller vor allem in Western, in denen er sowohl komische wie auch bedrohliche Charaktere darstellen konnte.

Seine Paraderolle als texanischer Held verkörperte er allerdings außerhalb des Genres, in Stanley Kubricks Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben. Kubrick ließ Slim Pickens (der den Piloten eines B-52-Bombers spielt) eine patriotische Rede an die Besatzung halten, angeblich ohne ihm vorher gesagt zu haben, dass es sich bei dem Film um eine Satire handelt.

Auch im Fernsehen fand er, oft als Gaststar von Serien, Beschäftigung. Man sah ihn bereits 1954 in Eisenbahndetektiv Matt Clark, später in Annie Oakley, Sugarfoot, Maverick, Lawman, Bonanza, Der Marshall von Cimarron und vielen mehr. Gelegentliche Synchronarbeiten runden Slim Pickens’ Arbeiten ab.

Slim Pickens, der nach langem Kampf gegen einen Gehirntumor am 8. Dezember 1983 im Alter von 64 Jahren starb, wurde im Jahr vor seinem Tod in die „Western Perfomers Hall of Fame“ und 2005 in die „Pro Rodeo Cowboy Hall of Fame“ aufgenommen. Sein Œuvre umfasst über 170 Auftritte in Filmen und im Fernsehen.

RezeptionBearbeiten

Slim Pickens' berühmteste Rolle führte zum Song der Band The Offspring Slim Pickens Does the Right Thing and Rides the Bomb to Hell.

FilmografieBearbeiten

  • 1969: 80 Schritte bis zum Glück (80 Steps to Jonah)
  • 1970: Abgerechnet wird zum Schluss (The Ballad of Cable Hogue)
  • 1970: Die Höllenhunde (La spina dorsale del diavolo)
  • 1971: Die Cowboys (The Cowboys)
  • 1971: Das Gold der Madonna (The Desperate Mission)
  • 1972: Getaway (Getaway)
  • 1972: Sein letzter Ritt (The Honkers)
  • 1973: Black Deals (Bootleggers)
  • 1973: Der Morgen, als Ginger kam (Ginger in the Morning)
  • 1973: Pat Garrett jagt Billy the Kid (Pat Garrett and Billy the Kid)
  • 1974: Rancho Deluxe
  • 1974: Der wilde wilde Westen (Blazing Saddles)
  • 1975: Straße der Gewalt (White Line Fever)
  • 1975: Die Semmelknödelbande (The Apple Dumpling Gang)
  • 1976: Mister Billion (Mister Billion)
  • 1976: Rache tötet die Liebe (Pomny Express Rider)
  • 1976: Der weiße Büffel (The White Buffalo)
  • 1977: Der tödliche Schwarm (The Swarm)
  • 1978: Der Fluch des Chikara (The Wishbone Cutter)
  • 1978: Highway nach Nashville (Smokey and the Goodtime Outlaws)
  • 1978: Jagd auf die Poseidon (Beyond the Poseidon Adventure)
  • 1978: 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood (1941)
  • 1978: Schnell wie der Wind (Spirit of the Wind)
  • 1979: Ich, Tom Horn (Tom Horn)
  • 1980: On the Road Again (Honeysuckle Rose)
  • 1981: Das Tier (The Howling)
  • 1981: Devil's House – wenn Mauern töten (This House Possessed)

WeblinksBearbeiten