Hauptmenü öffnen

Skandal in Budapest

Film von Steve Sekely und Géza von Bolváry

Skandal in Budapest ist ein deutsch-ungarisches Liebes-Lustspiel aus dem Jahre 1933 von Istvan Szekely und Géza von Bolváry mit Franziska Gáal und Paul Hörbiger in den Hauptrollen. Der Geschichte liegt ein Bühnenstück von Alexander Faragó und Aladar Laszlo zugrunde.

Filmdaten
OriginaltitelSkandal in Budapest
ProduktionslandDeutschland
Ungarn
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1933
Länge83 Minuten
Stab
RegieIstvan Szekely
Géza von Bolváry (nur künstlerische Oberleitung)
DrehbuchKarl Noti
ProduktionJoe Pasternak
MusikNicholas Brodszky
KameraIstván Eiben
Besetzung

und Hermann Blaß, Egon Brosig, Olga Engl, Sándor Góth, Hans Reimann, Else Reval, Lotte Stein

HandlungBearbeiten

Eva Balogh, Tochter eines ungarischen Gutsbesitzers, fährt auf Einladung zu der Hochzeit ihrer besten Freundin Tini nach Budapest. Dort angekommen, ist Tini am Boden zerstört, denn es hat soeben einen heftigen Streit zwischen ihr und ihrem Gatten in spe gegeben. Der Grund: Ihr Verlobter, ein wenig heiratsscheu, wollte die Hochzeit wie schon einige Male zuvor verschieben. Eva ist zutiefst empört und wird aktiv, um dem ehephoben Noch-Nicht-Gatten gehörig den Kopf zu waschen. Ein Telefongespräch mit dem Flüchtigen bringt nicht das gewünschte Ergebnis, und so will Eva Tinis Liebsten von Angesicht zu Angesicht zur Rede stellen. Als sie ihn in einem schicken Hotel vor sich glaubt, behauptet der junge Mann doch glatt, Tini überhaupt nicht zu kennen! Das ist zuviel für Eva, und mitten in der Hotellobby haut sie ihm vor zahlreichen Zeugen eine runter. Nun gibt es ihn: den titelgebenden Skandal in Budapest!

Wenig später wird Eva Balogh klar, dass sie den Falschen geohrfeigt hatte und dass der Mann mit der Backpfeife ein ganz anderer ist, nämlich der berühmte Pianist Paul Murray. Eva will sich unbedingt bei ihm entschuldigen und ihn zu diesem Zwecke aufsuchen. Doch der Schlag ins Gesicht hat auch in Murray etwas ausgelöst: denn er ist dem Heiratsunwilligen nicht ganz unähnlich und hat bereits ebenfalls mindestens einer Dame die Ehe versprochen – so ganz genau kann er sich nicht mehr erinnern –, die ihn auch noch an Eva erinnert. Danach hatte er sich aus dem Staub gemacht. So findet Eva bei der Wiederbegegnung mit Paul einen reuigen Sünder und zugleich einen Mann vor, der für sie ganz persönlich von Interesse sein könnte. Doch ehe sich die beiden in den Armen liegen können, gibt es noch so manche turbulente Verwicklung und Paul fängt sich von Eva die zweite Ohrfeige ein, die diesmal aber tatsächlich für ihn bestimmt war.

ProduktionsnotizenBearbeiten

Skandal in Budapest entstand zwischen im Juli und August 1933 in den Hunnia-Ateliers in Budapest (Innenaufnahmen) sowie in der ungarischen Hauptstadt (Außenaufnahmen) selbst. Der Film wurde am 3. November 1933 in Berlin uraufgeführt.

Von dem Film wurde auch eine ungarischsprachige Version namens Pesti Szerelem mit zum Teil anderen Schauspielern hergestellt. Gaal und der qua Geburt auch ungarisch sprechende Hörbiger übernahmen jedoch auch hier die Hauptrollen. Diese Fassung erlebte bereits im Vormonat (Oktober 1933) ihre Uraufführung.

Die Liedtexte zu Nicholas Brodszkys Komposition schrieb Ernst Neubach.

Skandal in Budapest markierte bereits die dritte filmische Zusammenarbeit von Hörbiger und Gaal. Zuvor wurden die beiden gebürtigen Budapester in den ersten beiden deutschen Filmen der Gaal, Paprika (1932) und Gruß und Kuß – Veronika (1933), besetzt.

1935 ließ sich der Hollywood-Filmklassiker Ich tanz’ mich in dein Herz hinein mit Fred Astaire und Ginger Rogers in den Hauptrollen von Skandal in Budapest inspirieren, doch handelt es sich dabei nicht, anders als oft behauptet, um ein Remake.

KritikBearbeiten

Die Österreichische Film-Zeitung schrieb: „Ein Film mit der liebenswürdigen, temperamentvollen Franziska Gaal kann seines Erfolges beim Publikum sicher sein. Ihre urwüchsige, natürliche Persönlichkeit erfüllt auch den Universal-Film „Skandal in Budapest“ mit Leben und Humor.“[1]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Skandal in Budapest“. In: Österreichische Film-Zeitung, 14. Oktober 1933, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/fil