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Das „Sisi“-Denkmal.

Das Sisi-Denkmal zu Ehren der als „Sisi“ bekannten österreichischen Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn befindet sich auf dem Altenberg in Garitz, einem Stadtteil der bayerischen Kurstadt Bad Kissingen im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen.

Das Denkmal gehört zu den Bad Kissinger Baudenkmälern und ist unter der Nummer D-6-72-114-127 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.

GeschichteBearbeiten

Kaiserin Elisabeth verbrachte mehrere Kuraufenthalte in Bad Kissingen (zuletzt wenige Monate vor ihrem Tod), bei denen sie auch gerne Spaziergänge auf dem Altenberg unternahm. Zu ihren Ehren errichtete das 1904 gegründete „Komitee für die Errichtung eines Denkmals zum Gedächtnis weiland Ihrer Majestät Kaiserin Elisabeth von Österreich“ im Jahr 1907 eine Gedenktafel, die sich wenige Meter hinter dem Rundtempel befindet.

Die in Geislingen an der Steige ansässige Württembergische Metallwarenfabrik goss die Tafel mit einem Porträt der Kaiserin nach einem Modell des aus dem böhmischen Reichenberg stammenden Emanuel Gerhart. Die Bepflanzung um die Gedenktafel stammt vom königlichen Kurgärtner Wolfgang Singer. Laut Saale-Zeitung soll der aus Aschach (heute Ortsteil von Bad Bocklet) stammende Bildhauer Balthasar Schmitt im Jahr 1906 vergeblich einen unentgeltlichen Entwurf für das Sisi-Denkmal vorgelegt haben, was sich durch die betreffende Akte der Staatlichen Kurverwaltung[1] jedoch nicht bestätigen lässt. Möglicherweise liegt eine Verwechslung mit dem Saalwart J. Th. Schmitt vor, der ein Grundstück für das Denkmal unentgeltlich zur Verfügung stellte.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Denis André Chevalley, Stefan Gerlach: Stadt Bad Kissingen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band VI.75/2). Karl M. Lipp Verlag, München 1998, ISBN 3-87490-577-2, S. 112 f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sisi-Denkmal (Garitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Aktenabgabe Nr. 206 an das Staatsarchiv Würzburg
  2. Werner Eberth: Balthasar Schmitt – Ein fränkischer Bildhauer. Begleitheft zur Ausstellung in Schloss Aschach vom 28. April bis 30. Juli 1995, Theresienbrunnen-Verlag Bad Kissingen, 1995, S. 44

Koordinaten: 50° 11′ 38,6″ N, 10° 4′ 12,3″ O