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Bad Urach

Stadt in Deutschland
(Weitergeleitet von Sirchingen)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Urach
Bad Urach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Urach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Höhe: 463 m ü. NHN
Fläche: 55,45 km2
Einwohner: 12.472 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 225 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72574
Vorwahlen: 07125, 07381
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 078
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 8–9
72574 Bad Urach
Website: www.bad-urach.de
Bürgermeister: Elmar Rebmann (SPD)
Lage der Stadt Bad Urach im Landkreis Reutlingen
Alb-Donau-KreisLandkreis BiberachLandkreis BöblingenLandkreis EsslingenLandkreis EsslingenLandkreis GöppingenLandkreis SigmaringenLandkreis TübingenZollernalbkreisBad UrachDettingen an der ErmsEngstingenEningen unter AchalmGomadingenGrabenstettenGrafenberg (Landkreis Reutlingen)Gutsbezirk MünsingenHayingenHohenstein (Landkreis Reutlingen)HülbenLichtenstein (Württemberg)MehrstettenMetzingenMünsingen (Württemberg)PfronstettenPfullingenPfullingenPliezhausenReutlingenRiederichRömerstein (Gemeinde)SonnenbühlSt. Johann (Württemberg)TrochtelfingenWalddorfhäslachWannweilZwiefaltenKarte
Über dieses Bild
Bad Urach

Bad Urach (bis 1983: Urach) ist eine Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Neckar-Alb und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Die Stadt ist staatlich anerkannter Luftkurort und Heilbad. Bekannt ist sie auch wegen des Uracher Wasserfalls und des alle zwei Jahre stattfindenden Schäferlaufs. Bad Urach ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Marktplatz mit Rathaus
 
Amtsgericht
 
Schule, Amandus-Kirchturm und Schloss
 
Die ehemalige Schlossmühle
 
Der Zeughausturm

Die Stadt Bad Urach liegt am Rand der Schwäbischen Alb, im Tal der Erms.

GeologieBearbeiten

In Bad Urach befindet sich die mit 61 °C heißeste Thermalquelle Baden-Württembergs. Die hohe Wärme beruht auf einer Temperaturanomalie im Untergrund. 1970 wurde die Thermalquelle erschlossen. Sie dient dem Kur- und Heilbadbetrieb. Das Mineral-Thermalbad AlbThermen sowie das Gesundheitszentrum Schwäbische Alb nutzen das Wasser für ihre Gäste. Vor mehreren Millionen Jahren herrschte in der Region aktive Vulkantätigkeit vor. Die Überreste hiervon bilden mit über 350 dokumentierten Plätzen das Gebiet Schwäbischer Vulkan, auch Uracher Vulkangebiet genannt.

Zur Ausnutzung dieser Temperaturanomalie bestand fast ein Jahrzehnt lang das Geothermie-Projekts „Hot-Dry-Rock Bad Urach“ mit den Zielen der geothermischen Stromerzeugung und der Erdwärmeversorgung eines Großteils der Stadt. Die Vollendung des bis dahin sehr aussichtsreichen und weltweit beachteten Projekts scheiterte 2004 an der Entscheidung des damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel, die notwendige Nachfinanzierung nicht Bad Urach zuzuwenden, sondern ein ähnliches Projekt bei Karlsruhe neu zu beginnen.

StadtgliederungBearbeiten

Bad Urach besteht aus den Stadtteilen Hengen (687,01 ha; 899 Einwohner, Stand 31. Dezember 2014), Seeburg (220,65 ha; 278 Einwohner), Sirchingen (481,78 ha; 957 Einwohner), Bad Urach (2.797,89 ha; 9133 Einwohner) und Wittlingen (1362,24 ha; 1068 Einwohner). Mit Ausnahme des Stadtteils Bad Urach bilden die Stadtteile zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung.[2]

Zum Stadtteil Bad Urach gehören die Stadt Urach, das Gehöft Güterstein und die Häusergruppe Bleiche. Zu den Stadtteilen Hengen und Sirchingen gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Stadtteil Seeburg gehören das Dorf Seeburg, Schloss und Hof Uhenfels und das Einzelhaus Wyhler ob Seeburg, und zum Stadtteil Wittlingen gehören das Dorf Wittlingen, das Gehöft Hohenwittlingen und die Einzelhäuser und Häusergruppen Elektrizitätswerk, Georgenau, Pumpwerk Ermsgruppe XIII, Pumpwerk Vordere Albgruppe, Schanz und Villa Mühleisen.

Im Stadtteil Hengen liegt die abgegangene Burg Fischburg. Im Stadtteil Bad Urach liegen die abgegangenen Ortschaften Berg, Gyrenbad, Merzhausen, Mietenhausen, Pfählen, Sontheim und Weiler, und im Stadtteil Wittlingen liegen die abgegangenen Ortschaften Hennibrunnen, Hofstetten und Winneden sowie die abgegangene Burg Baldeck.[3]

NachbargemeindenBearbeiten

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Bad Urach, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen:

Hülben, Grabenstetten, Römerstein, Gutsbezirk Münsingen, Münsingen, St. Johann und Dettingen an der Erms.

GeschichteBearbeiten

 
Urach im 17. Jahrhundert
 
Urach 1912
 
Ein Blick auf Bad Urach von der Ruine aus

Frühe GeschichteBearbeiten

Der Ortsname setzt sich aus ahd. ûr "Auerochse" und dem Gewässernamen -ach zusammen und bedeutet "(Siedlung am) Auerochsenbach".[4]

Reichhaltige Funde auf dem Runden Berg bei Bad Urach belegen, dass dieser Berg in der Spätantike/Frühmittelalter eine bedeutende alamannische Höhensiedlung und ein Machtzentrum der Alamannen war. Urach war Anfang des 12. Jahrhunderts Sitz eines von Egino I. gegründeten Grafengeschlechts. 1265 verkaufte Graf Heinrich von Fürstenberg die Burg Hohenurach und die meisten Besitzungen an Graf Ulrich von Württemberg.

Während der Teilung Württembergs von 1442 bis 1482 war Urach Residenzsitz des Grafen der Uracher Linie.

Bei Bad Urach befinden sich folgende Burgruinen und Burgreste: Burg Baldeck, Burg Blankenhorn, Burg Hohenwittlingen, Burg Hohenurach, Burgrest Fischburg, Burg Littstein, Burg Pfälen, Burg Runder Berg, Burg Schorren (Venedigerloch, Schorrenhöhle) und Burg Seeburg.

Dreißigjähriger KriegBearbeiten

Nach der verlorenen Schlacht bei Nördlingen war Württemberg vollständig von Truppen entblößt. Bereits wenige Tage später, am 9. September 1634 (alten Stils), erschienen bayerische Reiter in der Gegend von Urach. Stadt und Festung wurden damals von dem weimarischen Oberstleutnant Gottfried Holtzmüller verteidigt.

Drei erste Anläufe durch das Infanterieregiment Reinach auf die Dettinger Schanzen konnte Holtzmüller bis zum 10. September abwehren. Doch als am 19. Oktober 1634 Graf Walter Butlers Dragonerregiment anrückte und Tiefenbach die Stadt albseitig umschloss, wurde die Lage prekär. Am 21. Oktober 1634 gab Butler schließlich das Signal zum Angriff, indem er die Brandfackel an die Metzinger Keltern legte. Butler marschierte auf Seiten der Weinberge vor. Um aber nach Urach vorzudringen, musste er die Wagenburg bei Dettingen gewinnen, hinter der sich mutige Dettinger Bürger und ein Teil der Hohenuracher Besatzung verschanzten. Das Kräfteverhältnis[5] vor dem Sturm auf die Stadt:

  • Schweden-Weimarer:
    • Gottfried Holzmüller: 150-300 Dragoner und Soldaten
    • Georg Albrecht von Bettendorf: 50 Mann württembergische Besatzungsknechte
    • Einige Dorf- und Stadtschützen
  • Kaiserliche:
    • Oberst Butler: etwa 900 Dragoner und Kroaten
    • Infanterieregiment Tiefenbach: 750 Mann
    • Infanterieregiment „Grünewehr“: Unbekannt

Als der Sturm auf die Wagenburg losbrach, strömte das feindliche Fußvolk unaufhörlich über die Weinberge herab und durchschlug schließlich die wacker verteidigte Schanze. 94 Bürger und 30 württembergische Knechte wurden erbärmlich niedergemacht.

Der Marktort Dettingen erfuhr Tage der Plünderung. Nun war der Weg nach Urach offen. Am 21. Oktober 1634 begann die Belagerung der Stadt. 12 Tage lang konnte sich Urach der Übermacht erwehren und wurde während dieser Zeit sechsmal zur Kapitulation aufgefordert. Doch Holtzmüller lehnte die Akkordaufforderung ab. Erst als am 2. November 1634 der Pulverturm im Hundsstall in die Luft flog, gab er die Stadt auf und floh auf die Burg. Zur Strafe für die Weigerung, wurde Urach 5 Tage lang der Plünderung preisgegeben. Danach zogen kaiserliche Truppen ein.

Vor allem unter der Belagerung des Hohenurach (bis 24. Juli 1635 nach Martens / 28. Juli nach Sattler), litt die Bevölkerung schwer. Bis Ende des Jahres 1637 lagen insgesamt 18.000 Soldaten in Stadt und Amt Urach. Es war ein ständiges Kommen und Gehen. Ausgezehrte Regimenter zogen ab und wurden durch frische Kräfte ersetzt. In dieser Zeit wurden 27 Dörfer in Brand gesteckt. Erst im Januar 1639 hatte der Spuk ein Ende und die Stadt wurde wieder Württemberg angegliedert. Urach verlor jedoch dreifünftel seiner Ortschaften an Claudia von Tirol, die die Pfandschaft Achalm beanspruchte.

Die Uracher Kriegsschäden beliefen sich bis hierhin auf eine Million Gulden. Als höchste Posten schlugen dabei 319.000 fl. Quartierskosten und 400.000 fl. Verluste durch Ausplünderung zu Buche.[6]

Am 11. April 1638 wurde die Stadt durch eine Reiterabteilung unter Schaffalitzky des Nachts überfallen und kurzzeitig besetzt. Dass sich Urach dem württembergischen Ritter, der Weimar diente, freiwillig ergab, ist anzunehmen. Schaffalitzky griff daraufhin Pfullingen an und forderte auch Reutlingen zur Übergabe auf. Doch die Weimarer mussten sich am 20. April unverrichteter Dinge zurückziehen, da sich mit Johann von Götzen ein kaiserliches Heer näherte.

Wieder wurde die Stadt geplündert.

Urach hatte zwei Haupttore. Das Obertor im Osten, das Untertor am Westende der Stadt. Die Schwan’sche Hammerschmiede wurde während der Belagerung von Holtzmüller niedergebrannt, um freies Schussfeld zu schaffen. Außerdem hatte die Stadt drei Getreidemühlen (und) eine „ob der Stadt am Espach und eine zu Mietenhausen“. In der Spitalmühle durfte nur die spitalseigene Frucht gemahlen werden. Außerdem gab es in Urach drei Papiermühlen und eine Druckerei. Alle Mühlen vor den Mauern und sämtliche Gehöfte gingen bei den Feindseligkeiten in Flammen auf. Der angerichtete Schaden durch den Beschuss blieb an den städtischen Gebäuden allerdings gering und wurde mit 5000 Gulden beziffert.[7][8][9]

Uracher Leinwandhandlungs-CompagnieBearbeiten

Bereits im Jahre 1599 ließ Herzog Friedrich I. von Württemberg die Uracher Webersiedlung anlegen und siedelte dort vor allem Feldtstetter Weber an. Doch mit dem folgenden Krieg brach der Handel zusammen. Nach Abzug der kaiserlichen Truppen bemühte sich der Uracher Kaufmann Stephan Schwan ab 1641 intensiv darum, die darniederliegende Leinenweberei wieder aufzubauen. Sein Ziel war es, mit der Gründung einer Monopolgesellschaft den Leinwandhandel in Stadt und Amt Urach zu kontrollieren. Er bat deshalb nach dem Ende des langen, insbesondere für das Amt Urach verheerenden Krieges im Jahre 1648 Herzog Eberhard III. von Württemberg das alleinige Ankaufsrecht für Leinwand zu übertragen. Eberhard begegnete dem Plan allerdings mit Skepsis, stimmte letztlich der Gründung einer Monopolgesellschaft aber zu. Stephan Schwan erlebte die herzogliche Bewilligung nicht mehr. Er starb einige Wochen vorher, am 15. März 1661 während eines Marktbesuchs in Reutlingen. So verblieb es seinen Erben die "Privilegierte Uracher Leinwandhandlungs-Compagnie" zu gründen. Natürlich wollte auch der Herzog am erwarteten finanziellen Erfolg der Compagnie Anteil haben. Er beteiligte sich deshalb ganz offiziell an der neuen Gesellschaft.[10]

Spätere JahreBearbeiten

Schwans Bruder Bernhard richtete im Jahre 1641 die zerstörte Uracher Hammerschmiede wieder auf. Doch aufgrund der Armut, Zerstörung und Verrohung, die 30 Jahre Krieg mit sich brachte, konnten mancherorts „mangels Geld und Mannschaften“ die Winter- und Sommerschulen erst 1688 abgehalten werden. Dabei war die Schulpflicht durch die Kirchenreform von Johann Valentin Andreae bereits bei Kriegsende erlassen worden. Dennoch gelang der Wiederaufbau dank solch tüchtiger Männer wie den Gebrüdern Schwan. Ab 1688 erfolgte jedoch ein jäher Rückschlag. Infolge des Pfälzischen Erbfolgekriegs und dem Einmarsch der Franzosen unter Ezéchiel de Mélac und fünf Jahre später durch Marschall de Lorges, stieg die Not bis ins Jahr 1693 so hoch wie in den Jahren nach 1635. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass es im Uracher Stadtgebiet in dieser Zeit zu keinen direkten Kriegseinwirkungen kam. Die Franzosen entsandten sogenannte Salvaguardien, Schutzwachen, die hohe Repressalien erpressten. Dies waren im Falle der Stadt und Universität Tübingen beispielsweise 24.000 Gulden, hinzu kamen noch Lieferungen wie Heu, Getreide oder Wein. Wie überall im Land, so kam es infolgedessen auch in Urach zur Hungersnot mit Toten auf den Straßen. Noch im Spanischen Erbfolgekrieg erhoben bayerische und französische Truppen von der hiesigen Bevölkerung Kontributionszahlungen. Im Jahre 1701 wurde daher württembergisches Militär ins Amt verlegt, Burg und Stadt Urach sowie das Schloss Grafeneck bekamen eine Besatzung von insgesamt 800 Mann. Im Vorfeld der Schlacht von Höchstädt 1704 ereigneten sich daher immer wieder Gefechte in den Albdörfern. Von den Verteidigungsmaßnahmen der Bürger zeugen zahlreiche Schanzen, angelegt an den Verkehrswegen, die als Erdhügel bis heute zu erkennen sind.[11]

19. JahrhundertBearbeiten

Auch nach der Gründung des Königreichs Württemberg blieb Urach Sitz des gleichnamigen Oberamts, welches jedoch im Zuge der neuen Verwaltungsgliederung einige Änderungen erfuhr. 1873 erhielt Urach über die Ermstalbahn Anschluss an den Schienenverkehr.

20. JahrhundertBearbeiten

Während der NS-Zeit in Württemberg wurde 1934 das Oberamt Urach in Kreis Urach umbenannt und 1938 aufgelöst, wobei die Stadt Urach an den Landkreis Reutlingen fiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Stadt in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.

Seit 1983[12] ist die Stadt ein staatlich anerkannter Luftkurort und ein Heilbad. 1991 fanden in Bad Urach die Heimattage Baden-Württemberg statt.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg[13] (nur Hauptwohnsitze).

Jahr Einwohner
1383 1.085
1470 1.805
1525 1.725
1598 2.075
1634 2.300
1652 1.355
1690 2.288
1743 2.730
1783 2.970
1802 2.742
Datum Einwohner
1961 8.556
1970 9.330
1991 12.546
1995 12.511
2000 12.710
2005 12.732
2010 12.317
2015 12.143

Geschichte der StadtteileBearbeiten

Hengen wurde am 1. Dezember 1972 eingemeindet[14] und hat circa 854 Einwohner. Der Stadtteil mit dörflichem Charakter liegt mit 736 m ü. NN auf der Albhochfläche. Jährlich wird Mitte August ein von den Vereinen unterstütztes Dorffest veranstaltet. Hengen ist dreifacher Sieger des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“.

Seeburg, seit dem 1. Januar 1975 Stadtteil von Bad Urach[15], zählt 302 Einwohner und ist wie Bad Urach im Tal gelegen. Sehenswert sind unter anderem das Rathaus von 1815, das 1616 restaurierte und 1836 neu erbaute Pfarrhaus, die Seeburg und Schloss Uhenfels.

Die Siedlung Sirchingen wurde um 400 n. Chr. auf einem erloschenen Schlot des „Schwäbischen Vulkans“ gebaut. Eingemeindet wurde Sirchingen am 1. September 1971[14] und hat heute rund 1100 Einwohner. Begrenzt wird Sirchingen durch den Albtrauf und vom Trockental der Urlauter.

Wittlingen, gelegen auf 689 m NN, ist mit 1112 Einwohnern der größte Stadtteil Bad Urachs. Die alemannische Ursiedlung ist klimatisch günstig in einer vulkanischen Mulde gelegen. Wittlingen gehört seit dem 1. September 1971 zu Bad Urach.[14]

Wappen der eingemeindeten OrteBearbeiten

 
Hengen
 
Seeburg
 
Sirchingen
 
Wittlingen

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

In Bad Urach wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Bad Urach hat nach der letzten Wahl 26 Mitglieder (2014: 27). Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Wahlbeteiligung bei 51,4 % (2014: 48,24).

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze Vergleich
Freie Wählervereinigung 31,4 % 8 2014: 28,2 %, 8 Sitze
CDU 26,0 % 7 2014: 26,6 %, 7 Sitze
SPD/Aktive Bürger 17,8 % 4 2014: 23,4 %, 6 Sitze
Grüne 14,6 % 4 2014: 12,0 %, 3 Sitze
FDP 10,2 % 3 2014: 9,8 %, 3 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von 8 Jahren gewählt. Markus Ewald war bis 2012 gewählt, schied aber 2008 wegen seiner Wahl zum Oberbürgermeister von Weingarten aus dem Amt aus. Am 26. Oktober 2008 wurde Elmar Rebmann (SPD) im ersten Wahlgang mit 55,86 % der abgegebenen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt.

  • 1974–1996 Fridhardt Pascher
  • 1996–2004: Markus Hase
  • 2004–2008: Markus Ewald
  • Seit 2009: Elmar Rebmann

Rebmann wurde im Oktober 2016 mit 93,8 % der Stimmen wiedergewählt.[16]

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein rotes Hifthorn mit blauer Fessel, das Mundstück mit je einer roten, silbernen und blauen Feder besteckt.“

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Ungarn  Enying in Ungarn

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
In den Festungsruinen

Bad Urach liegt an der Deutschen Fachwerkstraße, an der Heinrich-Schickhart-Kulturstraße und der Schwäbischen Albstraße.

MuseenBearbeiten

Stadtmuseum KlostermühleBearbeiten

Das Stadtmuseum wurde 1990 eröffnet. Von der ehemaligen Getreidemühle, die 1876 fast vollständig abbrannte, sind heute noch das Mühlrad und ein Teil des Triebwerkes erhalten. Durch das städtische Kulturreferat werden im Stadtmuseum gelegentlich Sonderausstellungen veranstaltet.

Residenzschloss-MuseumBearbeiten

Das Schloss Urach wurde im 15. Jahrhundert[17] erbaut. Ab 1442 diente das Schloss als Residenz während der württembergischen Landesteilung. Das Residenzschloss war außerdem das Geburtshaus des Grafen Eberhard V. und des Herzogs Christoph von Württemberg. Es besteht unter anderem aus der durch spätgotisches Gewölbe geprägten Dürnitz, dem Palmensaal mit den ältesten Ahnenprobe nördlich der Alpen, dem Goldenen Saal, einem der schönsten Renaissance-Säle Süddeutschlands. Weiterhin besteht es aus dem Torbogen, dem Innenhof, dem Cameralamt und dem Brunnen. Außerdem ist im Schloss die größte Ausstellung barocker Prunkschlitten aus dem Bestand des Landesmuseums Württemberg untergebracht. Im Schloss werden regelmäßig Kostümführungen angeboten.

BauwerkeBearbeiten

Bad Urach besitzt einen spätmittelalterlichen Marktplatz mit dem Rathaus und den Fachwerkhäusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert sowie das heute als Museum genutzte Residenzschloss Schloss Urach der württembergischen Grafen.

In der Nähe der Stadt befinden sich die Festungsruinen der Hohenurach sowie der Burg Hohenwittlingen.

KirchenBearbeiten

Die im spätgotischen Stil erbaute Stiftskirche St. Amandus wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Dezember 2006“ ernannt. Schutzpatrone der Kirche sind Sankt Maria, Sankt Andreas und Sankt Amandus von Maastricht.

Im Stadtteil Sichingen findet man die Evangelische Kirche und in Seeburg die Johanneskirche.

Haus am GorisbrunnenBearbeiten

Das Haus am Gorisbrunnen war früher als Stadthaus, vermutlich für Gäste des Hofes, bekannt. Es wurde im Auftrag des Grafen Eberhard V. erbaut. Bekannt als der „Vorbote der Renaissance“, wurde das Haus am Gorisbrunnen in den Jahren 1977 und 1981 restauriert und rekonstruiert.

Altes RathausBearbeiten

Das alte Rathaus war im Jahre 1562 das Interimsrathaus von Bad Urach. Danach diente es als städtisches Wohn- und Lagergebäude. Bis zum Jahre 1927 diente das alte Rathaus als Unterkunft für ärmere Bürger. Weiterhin hatte das alte Rathaus die Funktion einer Spinnanstalt, eines Schulhauses und eines Waaghauses. Heute befindet sich im alten Rathaus – nach einem vernichtenden Brand im Jahre 1929 – ein Hotel.

RathausBearbeiten

Das Rathaus ist ein Bauwerk aus dem Jahre 1440, erweitert wurde es 1562. In den Jahren 1907 und 1908 erfolgte dann der Umbau. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts verkauften Bäcker und Metzger ihre Waren im Erdgeschoss des Gebäudes. Nach dieser Zeit war das Erdgeschoss bis 1939 ein Fruchtmarkt, bis ins 16. Jahrhundert eine Ratsdiele, sowie bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein Ratssaal und in den Jahren 1907 und 1908 eine Arkade mit Wappenreihe.

Altes OberamtBearbeiten

Erbaut in der Mitte des 15. Jahrhunderts, wurde das Gebäude 1568 zur Herberge zum goldenen Kreuz. Von 1812 bis 1938 hatte das Gebäude die Funktion des Oberamts.

WebervorstadtBearbeiten

Die Webervorstadt besteht aus vier Häuserzeilen mit insgesamt 29 Häusern, die nach den Plänen von Heinrich Schickhardt entstanden. Erbaut wurde die Webervorstadt unter Herzog Friedrich I. von Württemberg im Jahre 1599.

Haus auf der AlbBearbeiten

Am Albtrauf liegt das 1930 erbaute Haus auf der Alb, ein ehemaliges Erholungsheim, das heute vom Land Baden-Württemberg als Tagungsstätte der Landeszentrale für politische Bildung genutzt wird.

ParksBearbeiten

  • Kurpark

NaturdenkmälerBearbeiten

 
Uracher Wasserfall in der Hitzeperiode 2003
 
Wasserfall bei Bad Urach, April 2005

Touristische Anziehungspunkte sind die Falkensteiner Höhle und der Uracher Wasserfall, der aus einem kalkhaltigen Quellgebiet gespeist wird und im Laufe der Zeit eine Spitze an den Hang der Schwäbischen Alb gebildet hat. Weniger bekannt aber ebenso attraktiv ist der Gütersteiner Wasserfall, auf halber Höhe hinter dem malerischen Gestütshof Güterstein des Haupt- und Landgestüts Marbach gelegen.

VereineBearbeiten

  • KGC Bad Urach e.V. (Minigolf)
  • 1. Narrenzunft Bad Urach e. V.
  • DLRG Ortsgruppe Bad Urach e. V.
  • Bad Urach – aktiv e. V.
  • Fanfarenzug Bad Urach e. V. 1962
  • FV Bad Urach e. V.
  • Musikverein Bad Urach 1992 e. V.
  • TSV Urach 1847 e. V.
  • NaturFreunde Bad Urach e. V.
  • Gesangverein 1889 Hengen
  • Schützengilde Hengen e. V.
  • Sportfreunde Hengen e. V.
  • DRK Ortsverein Bad Urach
  • Ev. Posaunenchor Bad Urach
  • Verschönerungsverein Bad Urach 2003 e.V.
  • zahlreiche weitere Vereine der Ortsteile

JugendarbeitBearbeiten

  • Bauwagen Bad Urach 1997 e. V.
  • forum 22 – Kino, Café und Kultur, freies Jugendprojekt des Bad Uracher Stadtjugendrings
  • Pfadfinder Bad Urach
  • Das Jugendcafé Oase, früher als Teestube Oase bekannt, ist jeden Freitagabend (außer in den Ferien) ab 19.00 Uhr im Gemeinschaftshaus des Württembergischen Brüderbunds, Langestraße 25, geöffnet. Es werden geistliche Inputs, kleine Snacks, Tischbillard, Tischfußball und eine entspannte Atmosphäre geboten. Ein paar mal im Jahr werden größere Events wie z. B. Konzerte oder Jugos veranstaltet.
  • Jugendclub Seeburg e. V.
  • Deutsches Jugendrotkreuz
  • Jugendorchester der Stadt Bad Urach

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Herbstliche Musiktage Bad Urach: Festival der klassischen Musik
  • Frühjahrs- und Herbstkonzert des Jugendblasorchesters und Musikvereins Bad Urach
  • Internationales Frauenhandballturnier des TSV Bad Urach
  • Uracher Schäferlauf, findet nur in ungeraden Jahren statt
  • Rock Days: Zweitägiges Festival mit 14 Bands, veranstaltet vom Verein Rock Days e.V. Die Bands kommen größtenteils aus der Region. Mit ca. 500 Besuchern pro Abend eine der größten Veranstaltungen dieser Art in der Umgebung.
  • Stadtfest im Wechsel mit dem Schäferlauf
  • KulturMomente: die städtische Veranstaltungsreihe des Amtes für Tourismus, Kultur und Stadtmarketing

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

Einer Sage zufolge wurde die Brezel in Bad Urach erfunden:

Frieder, der Uracher Bäcker und Hofbäcker von Graf Eberhard im Barte, war beim Grafen in Ungnade gefallen, er hatte die Freundschaft und das Wohlwollen des Grafen durch üble Nachreden verloren. […]
Da er ein guter Herrscher war, ließ er den Frieder ins untere Schloss bringen und sprach: Nur weil ich deine Backkunst schätze, will ich dir noch eine Chance geben. Wenn du innerhalb von drei Tagen einen Kuchen oder ein Brot erfindest, durch welches dreimal die Sonne scheint und das mir besser schmeckt als alles was ich kenne, dann sollst du frei sein![18]

Dergleichen Sagen finden sich jedoch auch an mehreren anderen Orten, etwa im nahe gelegenen Altenriet, wo jedes Jahr ein Brezelmarkt gefeiert wird.

Premiumwanderwege GrafensteigeBearbeiten

Seit Januar 2014 gibt es in Bad Urach fünf sogenannte Premiumwanderwege, die nach den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts hinsichtlich ihrer Qualität geprüft worden sind. Der Wasserfallsteig, der Hohenurachsteig, der Hochbergsteig, der Hohenwittlingensteig und der Seeburgsteig bilden zusammen die Bad Uracher Grafensteige.[19] Der Wasserfallsteig wurde im August 2016 von Lesern der Fachzeitschrift Wandermagazin als Deutschlands schönster Wanderweg 2016 im Bereich Touren gewählt.

Mineral-Thermalbad AlbThermenBearbeiten

Das Mineral- und Thermalbad AlbThermen liegt im Kurzentrum. Das aus zwei Heilquellen in 770 Meter Tiefe entnommene Mineral-Thermalwasser mit einer Quelltemperatur von 61° speist sechs Innen- und Außenbecken mit Badetemperaturen zwischen 32° und 38°. Zusätzlich zum Textilbadebereich gibt es eine 3000 m² große Saunalandschaft mit klassischer finnischen Sauna, eine mit 55° besonders milde Biosauna, eine Dampfkammer sowie Blockhaussaunen.

Heilanzeigen des Mineralwassers:

  • degenerative und chronisch entzündliche Gelenkleiden
  • Erkrankungen der Wirbelsäule und Rückenmuskulatur
  • Unfallbehandlungen sowie Rehabilitation nach gelenkchirurgischen Eingriffen
  • vegetative Dystonie und Prophylaxe vegetativnervöser Störungen
  • Herz-, Gefäß- und Kreislauferkrankungen
  • neurologische Leiden

Gegenanzeigen des Mineralwassers:

  • akuter Gelenkrheumatismus
  • frisch entzündliche Prozesse
  • nicht kompensierte Herz- und Kreislauferkrankungen und andere maligne Prozesse
  • kachektische Zustände
  • Herzinsuffizienz ab Stadium 3 NYHA
  • Herzrhythmusstörungen ab Lown 3b
  • Ateminsuffizienz

Entdeckerwelt Bad UrachBearbeiten

Die Entdeckerwelt Bad Urach[20] ist ein interaktives Museum für Kinder im Alter von ca. 7 bis 13 Jahren. Das Hauptangebot sind drei Touren, zwei in der Stadt und eine im Wald, bei denen die Kinder jeweils eine Geschichte durchleben und ein Rätsel lösen. Die Geschichten sind als Hörspiel konzipiert. Die einzelnen Kapitel kann man abrufen, indem man in der Stadt oder im Wald versteckte QR-Codes in der richtigen Reihenfolge findet und mit dem zur Verfügung gestellten Tablet einscannt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 28 führt durch die Stadt und verbindet sie im Westen mit Reutlingen und Tübingen und im Osten mit Ulm. Die B 465 führt von Bad Urach aus über die Schwäbische Alb nach Ehingen und Biberach.

Die Ermstalbahn verbindet Bad Urach über Metzingen, wo Anschluss an die Eisenbahnlinie Tübingen–Stuttgart besteht, direkt mit Reutlingen, Tübingen und Herrenberg. Im Rahmen des Projekts Regionalstadtbahn Neckar-Alb soll die Strecke in den nächsten Jahren elektrifiziert und 30 minütig frequentiert werden.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 221. Für die Stadt selbst gilt der Stadttarif 21.

Bad Urach liegt zudem am Schwäbische-Alb-Radweg, einem Fernradweg, der vom Bodensee nach Nördlingen über die gesamte Schwäbische Alb führt.

Gericht, Behörden und EinrichtungenBearbeiten

Bad Urach verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Tübingen und Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört. Ferner besitzt Bad Urach ein Finanzamt und mit der Ermstalklinik ein Krankenhaus.

Die Stadt ist auch Sitz des Kirchenbezirks Bad Urach der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

BildungBearbeiten

In der Stadt befinden sich das Graf-Eberhard-Gymnasium, die Geschwister-Scholl-Realschule[21], seit 2012 die nach Barbara Gonzaga benannte Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule Bad Urach,[22] die Grundschule im Stadtteil Wittlingen,[23] zwei Förderschulen sowie eine kaufmännische Schule.

TourismusBearbeiten

Bad Urach hat eine weit ins 19. Jahrhundert hineinreichende Tradition als Urlaubsort und Ausflugsziel und führt die Prädikate Luftkurort und Heilbad. Die erfolgreiche Bohrung nach Mineralthermalwasser und dessen Erschließung führte 1983 zur Anerkennung als Heilbad, was einen Boom in der touristischen Erschließung auslöste. Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg weist für Bad Urach im Jahr 2012 367.344 Übernachtungen aus.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt habenBearbeiten

  • Heinrich von Württemberg (1448–1519), Dompropst in Eichstätt und Graf in Mömpelgard, von 1490 bis zu seinem Tod auf Hohenurach inhaftiert
  • Hans Ungnad (1493–1564), österreichischer Staatsmann, der ab ca. 1557 in Urach eine Buchdruckerei unterhielt und zur Verschriftlichung südslawischer Sprachen entscheidend beitrug.
  • Nicodemus Frischlin (1547–1590), Dichterhumanist, war auf der Festung Hohenurach eingekerkert und stürzte bei einem Fluchtversuch am 29. November 1590 zu Tode
  • Matthäus Enzlin (1556–1613), Jurist und Geheimer Rat des Herzogs, auf Hohenurach inhaftiert und auf dem Marktplatz in Urach hingerichtet
  • Andreas Carolus (1632–1704), Theologe, Kirchenhistoriker und Abt, Spezialsuperintendent von Urach
  • Eduard Mörike (1804–1875), Lyriker, besuchte ab 1818 in Urach das evangelische Seminar
  • Carl Heinrich Rösch (1807–1866), Arzt und Sozialreformer, war in den 1840er Jahren Oberamtsarzt in Urach, als solcher Gründer der Heil- und Pflegeanstalt Mariaberg (heute Mariaberg e.V.)
  • Georg Stahl (1880–1974), Architekt der “Villa Irene”, Hirschseeweg (mit Arthur Bossert)
  • Willi Baumeister (1889–1955), Künstler, lebte seit 1943 in Urach
  • Karl Raichle (1889–1965), Zinnschmied und Metallkünstler, gründete 1928 in Urach mit der Kommune am Grünen Weg den an verschiedenen nonkonformistischen und lebensreformerischen Ideen orientierten Uracher Kreis.
  • Johannes R. Becher (1891–1958), Dichter, Politiker, Kulturminister und Verfasser der Nationalhymne der DDR. Er war Mitglied des "Uracher Kreises", einer literarisch-sozialanarchistischen "Kommune am Grünen Weg" in Urach um Karl Raichle, Gregor Gog und Theodor Plievier.
  • Hugo Ferdinand Boss (1885–1948), war ein deutscher Textilunternehmer. Er legte mit seiner Schneiderei den Grundstein für den Bekleidungshersteller Hugo Boss AG, machte eine dreijährige kaufmännische Ausbildung in Bad Urach
  • Hermann Prey (1929–1998), Opernsänger (Bariton), Mitbegründer und langjähriger künstlerischer Leiter des Festivals Herbstliche Musiktage Bad Urach.
  • Hans Eißler (1931–2005), Jurist (Direktor des Amtsgerichts Bad Urach) und Präsident der Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
  • Helmut Haussmann (* 1943), Politiker der FDP (1988–1991 Bundesminister für Wirtschaft) und Unternehmer
  • Ekke Hoffmann (* 1943), ehemaliger Bundestrainer der Deutschen Handball-Nationalmannschaft der Frauen; ehemals Lehrer an der Grund- und Hauptschule Bad Urach

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Stadt Bad Urach – Zahlen und Fakten (Memento vom 14. Oktober 2007 im Internet Archive)
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 27–99
  4. Deutsches Ortsnamenbuch. Hrgg. von Manfred Niemeyer. Berlin/Boston 2012. S. 646
  5. u. a.: Nördlingen 1634 von Peter Engerisser. Verlag Heinz Späthling 2009
  6. Karl Kirchenmaier: Heimatbuch der Stadt Metzingen. Metzingen 1959
  7. Geschichte der innerhalb der gegenwärtigen Gränzen des Königreichs … von Carl von Martens, Stuttgart 1847
  8. Geschichte der Achalm und der Stadt Reutlingen in ihrer Verbindung mit der vaterländischen Geschichte dargestellt von M. Carl Christian Gratianus. Tübingen 1831
  9. Beschreibung des Oberamts Urach von 1831 und 1909
  10. Ein klingendes Denkmal von Walter Röhm. Südwestpresse am 22. Dezember 2015
  11. Geschichte der Achalm und der Stadt Reutlingen in ihrer Verbindung mit der vaterländischen Geschichte dargestellt von M. Carl Christian Gratianus. Tübingen 1831
  12. Internetauftritt der Stadt Bad Urach (Memento vom 8. August 2012 im Internet Archive), abgerufen am 6. September 2011
  13. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2012@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 531.
  15. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 538.
  16. http://www.gea.de/region+reutlingen/neckar+erms/zweite+amtszeit+fuer+urachs+schultes+elmar+rebmann.5039748.htm
  17. Internetseite des Schlosses (Memento vom 4. August 2013 im Internet Archive), abgerufen am 17. August 2013
  18. Der Brezelbäcker: Brezelgeschichte
  19. Kurverwaltung Bad Urach (Hrsg.): Premiumwanderwege Grafensteige. (badurach-grafensteige.de [abgerufen am 24. Oktober 2016]).
  20. Kurverwaltung Bad Urach (Hrsg.): Entdeckerwelt für Kinder. (badurach-entdeckerwelt.de [abgerufen am 24. Oktober 2016]).
  21. Geschwister-Scholl-Realschule (Memento vom 28. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 19. Oktober 2012
  22. Barbara-Gonzaga-Gemeinschaftsschule Bad Urach@1@2Vorlage:Toter Link/www.gwrs-badurach.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 19. Oktober 2012
  23. Grundschule Wittlingen@1@2Vorlage:Toter Link/www.schule-binzen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 19. Oktober 2012

LiteraturBearbeiten

  • Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Klaus Gereon Beuckers (Hrsg.): Neue Forschungen. Stadt, Schloss und Residenz Urach. Schnell und Steiner, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7954-2825-9

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bad Urach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Bad Urach – Reiseführer