Simon Moser (Eishockeyspieler)

Schweizer Eishockeyspieler
SchweizSchweiz  Simon Moser Eishockeyspieler
Simon Moser
Geburtsdatum 10. März 1989
Geburtsort Bern, Schweiz
Grösse 188 cm
Gewicht 95 kg
Position Linker Flügel
Schusshand Links
Karrierestationen
2007–2013 SCL Tigers
2013–2014 Nashville Predators
seit 2014 SC Bern

Simon Moser (* 10. März 1989 in Bern) ist ein Schweizer Eishockeyspieler, der seit Juli 2014 beim SC Bern in der National League unter Vertrag steht. Sein Bruder Christian Moser ist ebenfalls ein professioneller Eishockeyspieler.

KarriereBearbeiten

Simon Moser begann seine Karriere als Eishockeyspieler in der Nachwuchsabteilung der SCL Tigers, für die er in der Saison 2007/08 sein Debüt in der National League A gab. Im Jahr zuvor war er Top-Scorer der Elite Jr. A, der höchsten Nachwuchsliga des Schweizer Eishockeys, geworden. In seinen ersten beiden Jahren im Profibereich kam der Flügelspieler zudem für die Schweizer U20-Eishockeynationalmannschaft und den HC Martigny in der National League B zum Einsatz. Seit der Saison 2009/10 steht Moser ausschließlich für die SCL Tigers in der NLA auf dem Eis. 2011 erreichte er mit den SCL Tigers das erste Mal in der Klubgeschichte die Play-offs.[1] Moser war einer der Hauptverantwortlichen für diesen Erfolg. 2012 wurde er von den Chicago Blackhawks für das Trainingscamp eingeladen. An der Weltmeisterschaft 2012 riss er sich das Kreuzband, weshalb er das Trainingscamp absagen musste und ein halbes Jahr ausfiel.[2]

Nachdem das Team 2013 in die National League B abstieg, gab Moser bekannt, dass er den Klub verlassen wird.[3] Nach einer hervorragenden Weltmeisterschaft 2013 wurde er erneut in ein Trainingscamp eines NHL-Teams eingeladen, dieses Mal von den Nashville Predators.[4] Dort unterschrieb er am 30. September 2013 einen Ein-Jahres-Vertrag[5] und wurde in der Folge vor allem im Farmteam der Predators, den Milwaukee Admirals, eingesetzt. Im Juli 2014 unterschrieb er einen Vertrag beim SC Bern, mit dem er 2015 den Schweizer Cup und ein Jahr später den Meistertitel gewinnen konnte. In der darauffolgenden Saison konnte man den Titel verteidigen. Dies war zuletzt den ZSC Lions im Jahr 2001 gelungen. Im August 2017 verlängerte Moser seinen Vertrag um sechs weitere Saisons und wurde zum neuen Captain ernannt. Im Vertrag enthalten war eine Ausstiegsklausel, hätte er ein Angebot eines NHL-Clubs erhalten.[6]

Nachdem der SC Bern die NLA-Qualifikation auch in der Saison 2017/18 gewonnen hatte, folgte im Playoff-Halbfinal das Aus gegen die ZSC Lions. In der Saison 2018/19 konnte der SC Bern zum dritten Mal in Folge die NLA-Qualifikation gewinnen. In den anschließenden Playoffs gewann der Club nach drei hartumkämpften Serien den 16. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

InternationalBearbeiten

Für die Schweiz nahm Moser im Juniorenbereich an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2007 sowie der U20-Junioren-Weltmeisterschaft der Division I 2009 teil.

Im Seniorenbereich stand er im Aufgebot seines Landes bei den Weltmeisterschaften der Top-Division 2011 und 2012. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki war er erneut Teil der Nationalmannschaft und errang mit dieser die Silbermedaille. Anschließend vertrat er die Eidgenossem auch bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2016. Zudem spielte er für seine Farben auch bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Eine weitere Silbermedaille gewann der Stürmer bei der Weltmeisterschaft 2018.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Reguläre Saison Play-offs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2006/07 SCL Tigers Elite Jr. A 38 33 35 68 40
2007/08 SCL Tigers NLA 4 1 0 1 0 51 1 0 1 0
2007/08 U20-Schweiz NLB 6 0 0 0 0
2007/08 HC Martigny NLB 36 7 5 12 72
2007/08 SCL Tigers Elite Jr. A 5 0 1 1 16 4 3 1 4 6
2008/09 SCL Tigers NLA 47 7 6 13 37 71 2 1 3 0
2008/09 U20-Schweiz NLB 3 2 0 2 6
2009/10 SCL Tigers NLA 50 9 9 18 28 111 5 3 8 6
2010/11 SCL Tigers NLA 46 11 12 23 20 4 2 0 2 2
2011/12 SCL Tigers NLA 50 18 16 34 50 41 1 0 1 0
2012/13 SCL Tigers NLA 35 10 11 21 44 181 6 4 10 10
2013/14 Nashville Predators NHL 6 1 1 2 2
2013/14 Milwaukee Admirals AHL 48 8 18 26 8 3 0 0 0 0
2014/15 SC Bern NLA 28 5 2 7 18 11 0 1 1 4
2015/16 SC Bern NLA 50 16 17 33 48 14 2 6 8 8
2016/17 SC Bern NLA 50 11 23 34 43 16 4 8 12 33
2017/18 SC Bern NL 33 9 23 32 28 11 5 2 7 2
2018/19 SC Bern NL 50 17 19 36 55 18 6 4 10 20
2019/20 SC Bern NL 50 16 21 37 28
Elite-Junioren-A gesamt 43 33 36 69 56 4 3 1 4 6
NLB gesamt 45 9 5 14 78
NLA/NL gesamt 493 130 159 289 399 113 33 29 62 81
AHL gesamt 48 8 18 26 8 3 0 0 0 0
NHL gesamt 6 1 1 2 2

InternationalBearbeiten

Vertrat die Schweiz bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM +/-
2007 Schweiz U18-WM 6. Platz 6 0 1 1 4 −3
2009 Schweiz U20-WM Div. I 1. Platz 5 5 1 6 2 +6
2011 Schweiz WM 9. Platz 6 0 2 2 0 −1
2012 Schweiz WM 11. Platz 2 2 0 2 0 +2
2013 Schweiz WM   10 3 2 5 6 +5
2014 Schweiz Olympia 9. Platz 4 1 0 1 2 +1
2014 Schweiz WM 10. Platz 7 0 2 2 6 −1
2016 Schweiz WM 11. Platz 7 3 3 6 6 +4
2018 Schweiz Olympia 10. Platz 4 2 1 3 0 −1
2018 Schweiz WM   10 2 2 4 4 +3
2019 Schweiz WM 8. Platz 8 2 2 4 2 +3
Junioren gesamt 11 5 2 7 6 +3
Herren gesamt 56 15 14 29 26 +15

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. sport.sf.tv, SCL Tigers erstmals in den Playoffs
  2. nzz.ch, Simon Moser ein halbes Jahr out
  3. 20min.ch, «Die WM kann nichts mehr retten»
  4. srf.ch, Moser in Predators-Camp eingeladen
  5. eishockey-24.de: NLA: Simon Moser bleibt bei den Nashville Predators und kehrt vorerst nicht zum SC Bern zurück. (Nicht mehr online verfügbar.) 30. September 2013, archiviert vom Original am 4. Oktober 2013; abgerufen am 3. Oktober 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eishockey-24.de
  6. Dieter Stamm: Eine «Königs-Verlängerung». derbund.ch, 2. August 2017, abgerufen am 3. August 2017.