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Sieben heilige Gründer des Servitenordens

Die Sieben Ordensgründer erhalten ihre Ordenstracht von Maria (nach einem italienischen Maler um 1700)

Die „Sieben heiligen Gründer des Servitenordens“ wurden 1725 von Papst Benedikt XIII. seliggesprochen und 1888 von Papst Leo XIII., gleichberechtigt als eine Person, heiliggesprochen. Ihren gemeinsamen Gedenktag feiert die römisch-katholische Kirche am 17. Februar. In Florenz hatten die sieben wohlhabenden Herren 1233 den Ordo Servorum Mariae (Servitenorden) gegründet. Sie verehrten die Muttergottes Maria und stellten ihr Leben, nachdem sie ihren Besitz aufgegeben und ihre Familien versorgt hatten, in den Dienst der Armen und Kranken. Der Bischof von Florenz wies ihnen als Ordens- und Wohnsitz den Monte Senario[1] (dt.: Der klingende Berg) bei Florenz zu, hier lebten sie nach den Augustinerregeln und wurden 1304 von Papst Benedikt XI. als Ordensgemeinschaft anerkannt. Bereits zu ihren Lebzeiten wurden die „Sieben“ wie Heilige verehrt, diese Verehrung setzte sich nach ihrem Tod fort. Sie wurden auf dem Monte Senario beigesetzt, ihre Reliquien werden dort in einem Schrein, in der „Sieben-Väter-Kapelle“, aufbewahrt. Dieser Ort entwickelte sich in aller Kürze zu einem heute sehr bekannten Wallfahrtsort.

Inhaltsverzeichnis

Die sieben HeiligenBearbeiten

  • Manettus dell'Antella (Benedikt)[4] auch Manetto oder Manetius († 20. August 1268 in Monte Senario), als Ordensbruder nahm er den Namen Benedikt an. Er wurde 1241 zum Priester geweiht und war 1245, im Auftrag des Generalsuperiors Bonfilius, Teilnehmer auf dem Ersten Konzil von Lyon. Bruder Benedikt gründete die erste Niederlassung der Serviten in Frankreich. 1260 wurde er Provinzial von Toskana und folgte 1265 dem Generalsuperior Jakob von Siena im Amt. 1267 legte er dieses Amt aus Altersgründen nieder und verstarb 1268 auf dem Monte Senario.
 
Fresko „Amadeus Amidei“
  • Amadeus Amidei (Bartholomäus)[5] (* in Florenz; † (? 12. Februar/18. April) 1266 in Monte Senario) kam aus der angesehenen Adelsfamilie Amidei. Er lebte zurückgezogen als Eremit auf dem Monte Senario. In der Legende wird berichtet, dass zu seiner Todesstunde über seinem Haupt eine Flamme zu erkennen gewesen sei. Diese Erscheinung führte man auf seinen Namen zurück, denn „Amidei“ oder „Amadio“ bedeutet sinngemäß „Liebe Gott“.
  • Sosteneus di Sostegno (Gerardino)[7] auch Gerardino oder Gherardino di Sostegno (* 1205; † 1282) leitete ab 1260 die Serviten in Umbrien und brachte die ersten Ordensbrüder nach Deutschland.[8]
 
Hl. Alexis Falconieri (1200–1310)
  • Alexis Falconieri auch Alessio Falconieri[9] (* um 1200 in Florenz; † 17. Februar 1310 Monto Senario) war der Sohn des einflussreichen Kaufmanns Bernard Falconieri, der den Guelfen angehörte. Alexis schloss sich schon in frühen Jahren einer frommen „Bruderschaft der allerheiligsten Jungfrau“ an, hier lernte er die anderen Mitbegründer kennen. Er lebte zurückgezogen und lehnte es ab, als „Unwürdiger“ zum Priester geweiht zu werden. Als Bettelmönch sammelte er für die Ordensgemeinschaft Geld und Lebensmittel, er förderte und unterstützte durch das Sammeln von Spenden 1252 den Bau der Kirche in Cafaggio (bei Florenz). Er begleitete als geistlicher Vater seine Nichte Juliana von Falconieri, der späteren Heiligen und Ordensgründerin der Servitinnen. Als Einziger erlebte er 1304 die päpstliche Approbation der Serviten durch Papst Benedikt XI.

LiteraturBearbeiten

  • Anselm Wimmer: Die Heiligen Sieben und ihr Werk. Kanisiuswerk; Päpstliche Druckerei, Freiburg/ Konstanz/ Mainz/ München 1933.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Impressionen vom Monte Senario (800 m) bei Florenz [1]
  2. Eintrag in L’Enciclopedia Italiana [2]
  3. Eintrag auf Zeno.org [3]
  4. Eintrag auf Zeno.org [4]
  5. Santi Sette Fondatori dell'Ordine dei Servi della Beata Vergine Maria [5] (italienisch)
  6. Hugh dei Lippi Uggucioni (englisch) [6]
  7. Österreichische Nationalbibliothek: Sosteneus di Sostegno [7]
  8. Gherardino di Sostegno (englisch) [8]
  9. Eintrag auf Heiligenlexikon.de [9]