Shorttrack-Europameisterschaften 2012

Die Shorttrack-Europameisterschaften 2012 fanden vom 27. bis 29. Januar 2012 im tschechischen Mladá Boleslav statt. Damit fanden die kontinentalen Titelkämpfe erstmals in Tschechien statt.

Insgesamt wurden vier Europameistertitel vergeben, jeweils einer im Mehrkampf und in der Staffel an Männer und Frauen. Um den Mehrkampfeuropameister zu ermitteln, bestritten die Athleten Wettkämpfe über die drei Distanzen 500 m, 1000 m und 1500 m. Die acht in der Mehrkampfwertung bestplatzierten Athleten nach diesen drei Strecken traten dann im 3000 m-Superfinale an. Die Sieger über die Einzelstrecken wurden zwar nicht als Europameister gekürt, erhalten jedoch, außer über 3000 m, „kleine Medaillen“.

Bei den Frauen verteidigte Arianna Fontana im Mehrkampf ihren Titel aus dem Vorjahr. Sie siegte souverän vor Jorien ter Mors und Martina Valcepina. Bei den Männern gewann Sjinkie Knegt erstmals den Mehrkampf-Titel. Er setzte sich vor Niels Kerstholt und Thibaut Fauconnet durch. In den Staffelwettbewerben verteidigten jeweils die niederländischen Quartette ihre Vorjahrestitel.

Teilnehmende NationenBearbeiten

Insgesamt nahmen 143 Athleten aus 26 Ländern an den Europameisterschaften teil, darunter 83 Männer und 60 Frauen.[1]

Teilnehmende Nationen (Frauen/Männer)
Belgien  Belgien (1/4)
Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina (0/1)
Bulgarien  Bulgarien (5/4)
Danemark  Dänemark (0/1)
Deutschland  Deutschland (5/5)
Frankreich  Frankreich (1/4)
Vereinigtes Konigreich  Großbritannien (2/5)
Israel  Israel (0/2)
Italien  Italien (5/5)
Kroatien  Kroatien (1/2)
Lettland  Lettland (2/2)
Litauen  Litauen (1/0)
Niederlande  Niederlande (5/5)
Osterreich  Österreich (1/2)
Polen  Polen (5/5)
Rumänien  Rumänien (2/2)
Russland  Russland (5/5)
Schweiz  Schweiz (0/1)
Serbien  Serbien (1/2)
Slowakei  Slowakei (1/0)
Spanien  Spanien (1/2)
Tschechien  Tschechien (2/5)
Turkei  Türkei (0/4)
Ukraine  Ukraine (4/5)
Ungarn  Ungarn (5/5)
Weissrussland 1995  Weißrussland (5/5)

ZeitplanBearbeiten

Der Zeitplan war parallel für Frauen und Männer wie folgt gestaltet.

Freitag, 27. Januar 2012

  • 1500 m: Vorlauf, Halbfinale, Finale
  • Staffel: Vorlauf

Samstag, 26. Januar 2012

  • 500 m: Vorlauf, Viertelfinale, Halbfinale, Finale
  • Staffel: Halbfinale

Sonntag, 29. Januar 2012

  • 1000 m: Vorlauf, Halbfinale, Finale
  • 3000 m: Superfinal
  • Staffel: Finale

ErgebnisseBearbeiten

FrauenBearbeiten

MehrkampfBearbeiten

  • In den Spalten 500 m, 1000 m, 1500 m und 3000 m ist erst angegeben, welche Platzierung der Athlet erreichte, dahinter in Klammern, wie viele Punkte er dafür erhielt.
  • Jeder Athlet, der in ein Finale gekommen ist, erhält dort für seine Platzierung Punkte, von 34 Punkten für den ersten Platz geht es bis zu einem Punkt für den achten Platz. Tritt ein Athlet nicht an (DNS), wird er disqualifiziert (DSQ) oder erreicht er nicht das Ziel (DNF), bekommt er keine Punkte für die Mehrkampf-Wertung.
Rang Name Punkte 500 m 1000 m 1500 m 3000 m
1. Italien  Arianna Fontana 107 1. (34) 21. (0) 1. (34) 1. (34)
2. Niederlande  Jorien ter Mors 76 4. (8) 1. (34) 2. (21) 2. (21)
3. Italien  Martina Valcepina 43 2. (21) 4. (8) 3. (13) 8. (1)
4. Ungarn  Bernadett Heidum 29 6. (0) 2. (21) 18. (0) 4. (8)
5. Russland  Olga Beljakowa 21 9. (0) 7. (0) 4. (8) 3. (13)
6. Frankreich  Véronique Pierron 18 16. (0) 3. (13) 9. (0) 5. (5)
7. Ungarn  Andrea Keszler 16 3. (13) 8. (0) 10. (0) 6. (3)
8. Osterreich  Veronika Windisch 7 23. (0) 13. (0) 5. (5) 7. (2)

Arianna Fontanat bekam fünf Zusatzpunkte.

EinzelstreckenBearbeiten

500 Meter

Rang Name Zeit
1. Italien  Arianna Fontana 43,725 s
2. Italien  Martina Valcepina 43,801 s
3. Ungarn  Andrea Keszler 1:01,011 min
4. Niederlande  Jorien ter Mors disqualifiziert

Datum: 28. Januar 2012

1000 Meter

Rang Name Zeit
1. Niederlande  Jorien ter Mors 1:30,544 min
2. Ungarn  Bernadett Heidum 1:30,646 min
3. Frankreich  Véronique Pierron 1:30,708 min
4. Italien  Martina Valcepina 1:32,653 min

Datum: 29. Januar 2012

1500 Meter

Rang Name Zeit
1. Italien  Arianna Fontana 2:28,082 min
2. Niederlande  Jorien ter Mors 2:28,576 min
3. Italien  Martina Valcepina 2:28,812 min
4. Russland  Olga Beljakowa 2:28,890 min
5. Osterreich  Veronika Windisch 2:34,334 min
6. Tschechien  Kateřina Novotná 2:56,139 min
7. Vereinigtes Konigreich  Elise Christie 3:22,128 min

Datum: 27. Januar 2012

3000 Meter Superfinale

Rang Name Zeit
1. Italien  Arianna Fontana 5:14,367 min
2. Niederlande  Jorien ter Mors 5:14,379 min
3. Russland  Olga Beljakowa 5:14,989 min
4. Ungarn  Bernadett Heidum 5:15,100 min
5. Frankreich  Véronique Pierron 5:15,162 min
6. Ungarn  Andrea Keszler 5:17,066 min
7. Osterreich  Veronika Windisch 5:18,457 min
8. Italien  Martina Valcepina 5:25,994 min

Datum: 29. Januar 2012

StaffelBearbeiten

Datum: 27. bis 29. Januar 2012

MännerBearbeiten

MehrkampfBearbeiten

  • In den Spalten 500 m, 1000 m, 1500 m und 3000 m ist erst angegeben, welche Platzierung der Athlet erreichte, dahinter in Klammern, wie viele Punkte er dafür erhielt.
  • Jeder Athlet, der in ein Finale gekommen ist, erhält dort für seine Platzierung Punkte, von 34 Punkten für den ersten Platz geht es bis zu einem Punkt für den achten Platz. Tritt ein Athlet nicht an (DNS), wird er disqualifiziert (DSQ) oder erreicht er nicht das Ziel (DNF), bekommt er keine Punkte für die Mehrkampf-Wertung.
Rang Name Punkte 500 m 1000 m 1500 m 3000 m
1. Niederlande  Sjinkie Knegt 63 11. (0) 2. (21) 1. (34) 4. (8)
2. Niederlande  Niels Kerstholt 47 7. (0) 8. (0) 3. (13) 1. (34)
3. Frankreich  Thibaut Fauconnet 47 51. (0) 1. (34) 17. (0) 3. (13)
4. Russland  Semjon Jelistratow 42 25. (0) 10. (0) 2. (21) 2. (21)
5. Russland  Wladimir Grigorjew 39 1. (34) 12. (0) 10. (0) 5. (5)
6. Vereinigtes Konigreich  Jack Whelbourne 30 2. (21) 5. (0) 7. (2) 7. (2)
7. Russland  Jewgeni Kosulin 24 19. (0) 3. (13) 4. (8) 6. (3)
8. Vereinigtes Konigreich  Jon Eley 16 3. (13) 50. (0) 6. (3) DNS (0)

Jack Whelbourne bekam fünf Zusatzpunkte.

EinzelstreckenBearbeiten

500 Meter

Rang Name Zeit
1. Russland  Wladimir Grigorjew 41,798 s
2. Vereinigtes Konigreich  Jack Whelbourne 42,828 s
3. Vereinigtes Konigreich  Jon Eley 42,970 s
4. Deutschland  Robert Seifert 1:05,247 min

Datum: 28. Januar 2012

1000 Meter

Rang Name Zeit
1. Frankreich  Thibaut Fauconnet 1:28,431 min
2. Niederlande  Sjinkie Knegt 1:28,472 min
3. Russland  Jewgeni Kosulin 1:28,751 min
4. Deutschland  Paul Herrmann 1:29,088 min
5. Vereinigtes Konigreich  Jack Whelbourne disqualifiziert

Datum: 29. Januar 2012

1500 Meter

Rang Name Zeit
1. Niederlande  Sjinkie Knegt 2:15,303 min
2. Russland  Semjon Jelistratow 2:15,428 min
3. Niederlande  Niels Kerstholt 2:15,578 min
4. Russland  Jewgeni Kosulin 2:15,599 min
5. Israel  Wladislaw Bikanow 2:15,836 min
6. Vereinigtes Konigreich  Jon Eley 2:16,045 min
7. Vereinigtes Konigreich  Jack Whelbourne 2:25,007 min
8. Frankreich  Maxime Chataigner 2:55,098 min

Datum: 27. Januar 2012

3000 Meter Superfinale

Rang Name Zeit
1. Niederlande  Niels Kerstholt 4:42,417 min
2. Russland  Semjon Jelistratow 4:47,811 min
3. Frankreich  Thibaut Fauconnet 4:51,971 min
4. Niederlande  Sjinkie Knegt 4:53,149 min
5. Russland  Wladimir Grigorjew 4:53,771 min
6. Russland  Jewgeni Kosulin 4:58,220 min
7. Vereinigtes Konigreich  Jack Whelbourne 5:02,946 min
8. Vereinigtes Konigreich  Jon Eley nicht am Start

Datum: 29. Januar 2012

StaffelBearbeiten

Datum: 27. bis 29. Januar 2012

MedaillenspiegelBearbeiten

Rang Nation Gold Silber Bronze Gesamt
1 Niederlande  Niederlande 3 2 5
2 Italien  Italien 1 1 1 3
3 Russland  Russland 1 1
4 Deutschland  Deutschland 1 1
Frankreich  Frankreich 1 1
Ungarn  Ungarn 1 1
Gesamt 4 4 4 12

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. LIST OF COMPETITORS. (PDF; 7,4 MB) Abgerufen am 30. Januar 2012 (englisch).