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Sessil Karatantschewa

kasachische Tennisspielerin aus Bulgarien
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Sessil Karatantschewa Tennisspieler
Sessil Karatantschewa
Sessil Karatantschewa 2019 in Wimbledon
Nation: KasachstanKasachstan Kasachstan
2009–2014
BulgarienBulgarien Bulgarien
2003–2009, 2014–
Geburtstag: 8. August 1989
Größe: 171 cm
Gewicht: 64 kg
1. Profisaison: 2003
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Radoslaw Karatantschew (Vater)
Preisgeld: 1.354.270 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 419:301
Karrieretitel: 0 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 35 (7. November 2005)
Aktuelle Platzierung: 245
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 25:45
Karrieretitel: 0 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 154 (19. April 2010)
Aktuelle Platzierung: 899
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
12. August 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Sessil Radoslawowa Karatantschewa (bulgarisch Сесил Радославова Каратанчева, russisch Сесиль Радославовна Каратанчева Sessil Radoslawowna Karatantschewa, englisch Sesil Karatantcheva; * 8. August 1989 in Sofia) ist eine bulgarische Tennisspielerin. Von 2009 bis 2014 spielte sie für Kasachstan.

KarriereBearbeiten

Seit 2003 spielt Karatantschewa auf der Profitour. Auf ITF-Turnieren gewann sie bislang neun Einzeltitel.

2004 erreichte sie beim WTA-Turnier in Indian Wells die dritte Runde, in der sie Marija Scharapowa in drei Sätzen unterlag. Im Juni gewann sie die French Open bei den Juniorinnen, als sie im Finale Mădălina Gojnea mit 6:4 und 6:0 besiegte. Beim WTA-Turnier in Québec kam sie bis ins Viertelfinale. Im selben Jahr trat sie erstmals für die bulgarische Fed-Cup-Mannschaft an, für die sie 2004 und 2005 neun Partien spielte und sechs Siege beisteuerte.

Anfang 2005 stand sie beim WTA-Turnier von Gold Coast im Viertelfinale. Bei den French Open gelang ihr 2005 mit dem Einzug ins Viertelfinales ihr größter Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier.[1][2] Im Dezember berichtete die französische Zeitung L’Équipe, dass Karatantschewa während der French Open positiv auf das Dopingmittel Nandrolon getestet worden sei. Im Januar 2006 wurde sie von der ITF für zwei Jahre gesperrt.[3][4]

2008 kehrte sie auf die Tour zurück und erzielte einige Erfolge auf ITF-Ebene. Es kam allerdings zum Streit mit dem bulgarischen Verband, als sie im Fed Cup nicht antreten, sondern stattdessen ein Turnier in La Quinta spielen wollte. Im Mai 2008 erreichte sie in Fès zum ersten Mal nach ihrer Sperre wieder das Hauptfeld eines WTA-Turniers.

Im Januar 2009 wurde Karatantschewa kasachische Staatsbürgerin; bis Ende 2014 spielte sie dann für die kasachische Fed-Cup-Mannschaft (17 Siege, 12 Niederlagen).

Nach den Australian Open im Jahr 2010 konnte sie sich zwei Jahre lang nicht für das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers qualifizieren. Erst bei den French Open gelang ihr dies 2012 wieder; in der zweiten Runde musste sie sich dort Carla Suárez Navarro in drei Sätzen geschlagen geben.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 28. September 2003 Griechenland  Volos ITF $10.000 Teppich Bulgarien  Zwetana Pironkowa 6:4, 2:6, 6:2
2. 19. Oktober 2003 Portugal  Carcavelos ITF $10.000 Sand Spanien  Rosa María Andrés 7:5, 6:3
3. 14. Dezember 2003 China Volksrepublik  Shenzhen ITF $50.000 Hartplatz China Volksrepublik  Zheng Jie 7:5, 1:6, 6:3
4. 5. Dezember 2004 Vereinigte Staaten  Palm Beach Gardens ITF $50.000 Sand Indien  Sania Mirza 3:6, 6:2, 7:5
5. 20. Januar 2008 Vereinigte Staaten  Surprise ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Angela Haynes 6:2, 4:6, 6:4
6. 3. Februar 2008 Vereinigte Staaten  La Quinta ITF $25.000 Hartplatz Deutschland  Sandra Klösel 6:4, 7:5
7. 13. November 2011 Vereinigte Staaten  Phoenix ITF $75.000 Hartplatz Portugal  Michelle Larcher de Brito 6:1, 7:5
8. 17. September 2017 Vereinigte Staaten  Las Vegas ITF $60.000 Hartplatz Bulgarien  Eliza Kostowa 7:67, 7:62
9. 17. Februar 2019 Vereinigte Staaten  Surprise ITF $25.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Cori Gauff 5:7, 6:3, 6:1

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Bilanz Karriere
Australian Open 1 2 1 1 Q1 Q1 1:4 2
French Open VF 2 2 Q2 6:3 VF
Wimbledon 2 1 1 Q1 1:3 2
US Open 1 2 1 Q1 1 Q2 1:4 2

DoppelBearbeiten

Turnier 2005 Bilanz Karriere
Australian Open 0:0
French Open 0:0
Wimbledon 1 0:1 1
US Open 1 0:1 1

Weltranglistenpositionen am SaisonendeBearbeiten

Jahr 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Einzel 526 127 35 - - 150 134 139 175 93 142 176 109 212 176 238
Doppel - - 894 - - 262 203 463 370 1197 - - - - 754 -

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Penders: Selbst Thomas Haas bittet um eine Zugabe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Mai 2005, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  2. Christian Tretbar: Aufschlag Karatantschewa. In: Der Tagesspiegel. 1. Juni 2005, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  3. Doping-Sperre für Karatantschewa. In: Handelsblatt. 11. Januar 2006, abgerufen am 30. Oktober 2014.
  4. René Hofmann: Wer sagt für die French Open ab? In: Süddeutsche Zeitung. 10. Mai 2010, abgerufen am 30. Oktober 2014.