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Seraina Rohrer

Schweizer Direktorin der Solothurner Filmtage

Seraina Rohrer (* 19. Dezember 1977 in Männedorf) ist Direktorin der Solothurner Filmtage.

Inhaltsverzeichnis

Leben und LeistungenBearbeiten

Rohrer studierte Filmwissenschaft und Publizistik an der Universität Zürich.[1] Sie leitete mehrere Jahre das Pressebüro des Locarno Film Festivals und koordinierte die Lancierung des nationalen Pilotprojekts „Réseau Cinéma CH“[2], eine Kooperation der Schweizer Fachhochschulen und Universitäten im Bereich Filmausbildung. Zudem war sie Mitglied der Fachkommission "Fiktion" der Zürcher Filmstiftung und verfasste eine Dissertation zum Thema „Transnationale Low-Budget-Produktionen“ an der Universität Zürich und der UCLA. Als Kuratorin und freie Publizistin hat sie im In- und Ausland gearbeitet, unter anderem schrieb sie zwischen 2012 und 2015 eine monatliche Kolumne für die NZZ am Sonntag. Sie arbeitete und lebte mehrere Jahre in Mexiko und den USA und hat diverse Texte zum lateinamerikanischen Kino verfasst, darunter auch das Buch "La India María: Mexploitation and the films of María Elena Velasco"[3], das erstmals die Arbeit der mexikanischen Schauspiel-Ikone La India María beleuchtet. Seit 2011 leitet sie die Werkschau des Schweizer Films, die Solothurner Filmtage. Nach dem Festivalgründer Stephan Portmann und seinem Nachfolger Ivo Kummer ist mit Seraina Rohrer erstmals eine Frau für Programm und Organisation der Solothurner Filmtage verantwortlich.[4] Sie ist Stiftungsrätin in verschiedenen Stiftungen, u. a. der UBS Kulturstiftung und dem Erbprozent Kultur.

Im April 2019 wurde bekannt, dass sie die Solothurner Filmtage verlässt und als Mitglied der Geschäftsleitung zur Kulturstiftung Pro Helvetia wechselt, wo sie die Leitung des Bereichs Innovation und Gesellschaft übernehmen soll.[5] Anfang August 2019 soll Anita Hugi die Direktion der Solothurner Filmtage übernehmen.[6]

Seraina Rohrer hat einen erwachsenen Sohn.

WerkeBearbeiten

  • La India María: Mexploitation and the films of María Elena Velasco, Monographie, University of Texas Press, Austin 2017.[7]
  • Prolog: Auch das ist die Schweiz. In: Lutz, Philipp (Hrsg.): Neuland – Schweizer Migrationspolitik im 21. Jahrhundert.[8] Die Schweiz: Nicht nur Alpen in Sicht. In: Die Macht der Bilder – die Macht der Worte. Haus Dokumentarfilms, Stuttgart 2016, 2–9.
  • Mexikaner erneuern Hollywood, in: Frame, 2016[9]
  • Wie der Film Machete und der Rebell Robert Rodriguez ein exzessiv entgrenztes Publikum konstruieren.[10]
  • Revolution in 35 mm, in: Du Kulturmagazin, 804, März 2010, 74–79.[11]
  • Stereotyping in the films of La India María[12]
  • Weder von hier noch von dort. Die Grenze USA-Mexiko, ein beliebter Schauplatz für Filme, in: Rosa, Nummer 39, Herbst 2009, 28–30.
  • Magischer Realismus im Film, in: Christen, Thomas; Blanchet, Robert (Hrsg.): Einführung in die Filmgeschichte. New Hollywood bis Dogma 95.[13]
  • Lektüre von Stop-Aids-Spots. Was Präventionskurzfilme bewirken können, Monographie[14]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.film.uzh.ch/seminar/mitarbeitende/seraina_rohrer.html (Memento vom 24. November 2010 im Internet Archive)
  2. http://netzwerk-cinema.ch/uploads/media/sda18_10_06.pdf
  3. Seraina Rohrer: La India María: Mexploitation and the Films of María Elena Velasco. University of Texas Press, S.l. 2017, ISBN 978-1-4773-1345-9.
  4. Seraina Rohrer neue Chefin der Solothurner Filmtage. Tages-Anzeiger, 26. Mai 2011
  5. Solothurner Filmtage: Seraina Rohrer wechselt zu Pro Helvetia. Artikel vom 10. April 2019, abgerufen am 10. April 2019.
  6. Anita Hugi wird neue Direktorin der Solothurner Filmtage. Artikel vom 27. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2019.
  7. La India María. University of Texas Press, Austin 2017, abgerufen am 28. Dezember 2017 (englisch).
  8. Philipp Lutz (Hrsg.): Neuland. Schweizer Migrationspolitik im 21. Jahrhundert - NZZ Libro (Neue Zürcher Zeitung). Abgerufen am 28. Dezember 2017.
  9. Mexikaner erneuern Hollywood - Frame. In: Frame. (frame.ch [abgerufen am 28. Dezember 2017]).
  10. Seraina Rohrer: Wie der Film Machete und der Rebell Robert Rodriguez ein exzessiv entgrenztes Publikum konstruieren. In: Figurationen. Band 12, Nr. 2, 2011, ISSN 2194-363X, doi:10.7788/figurationen.2011.12.2.101 (degruyter.com [abgerufen am 28. Dezember 2017]).
  11. DU804 – Leben! Sterben! In: DU - das Kulturmagazin. (du-magazin.com [abgerufen am 28. Dezember 2017]).
  12. Seraina Rohrer: Stereotyping in the films of La India María. In: Journal of Latino/Latin American Studies. Band 3, Nr. 3, 24. Oktober 2009, S. 54–68, doi:10.18085/llas.3.3.u013g71801116802 (jollas.org [abgerufen am 28. Dezember 2017]).
  13. New Hollywood bis Dogma 95 - Schüren Verlag. Abgerufen am 28. Dezember 2017 (deutsch).
  14. Lektüre von Stop-Aids-Spots. Abgerufen am 28. Dezember 2017.