Seraina Boner

Schweizer Skiläuferin
Seraina Boner Skilanglauf
Seraina Boner (2015)

Seraina Boner (2015)

Nation SchweizSchweiz Schweiz
Geburtstag 11. April 1982 (37 Jahre)
Geburtsort Klosters, Schweiz
Größe 168 cm
Karriere
Status aktiv
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen 2 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 13. Dezember 2003
 Gesamtweltcup 72. (2014/15)
 Sprintweltcup 61. (2014/15)
 Distanzweltcup 52. (2014/15)
Platzierungen im Marathon bzw. Worldloppet Cup
 Debüt im Cup 9. März 2003
 Worldloppet-Cup-Siege 4  (Details)
 Gesamtwertung 2. (2011/12, 2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelrennen 4 9 9
letzte Änderung: 22. April 2017

Seraina Boner (* 11. April 1982 in Klosters) ist eine Schweizer Skilangläuferin, die sich seit der Saison 2010/11 auf Langdistanzrennen konzentriert, aber auch auf kürzeren Strecken erfolgreich ist. 2013 wurde sie Schweizmeisterin über 5 km in freier Technik. Sie nahm an den Olympischen Winterspielen 2006 und 2014 sowie an den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007, 2015 und 2017 teil.

WerdegangBearbeiten

Bei ihrem ersten größeren internationalen Auftritt wurde Boner bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2002 in Schonach im Schwarzwald wurde sie 25. im Massenstartrennen über 15 Kilometer und 59. im Sprint. Im Dezember 2003 nahm sie in Davos erstmals am Weltcup teil. Nach einem 13. Platz in der Staffel wurde sie im Einzelrennen über zehn Kilometer in der klassischen Technik 58. von 63 Teilnehmerinnen.

Bei der Winter-Universiade 2005 in Innsbruck und Seefeld wurde sie 48. über fünf Kilometer in der freien Technik. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 im italienischen Turin 41. über zehn Kilometer in der klassischen Technik und mit der Schweizer Langlaufstaffel Elfte. Bei den Weltmeisterschaften 2007 im japanischen Sapporo wurde sie im Rennen über zehn Kilometer, das diesmal in der freien Technik ausgetragen wurde, erneut 41., während sie sich mit der Staffel auf den neunten Rang verbessern konnte. Bei der Winter-Universiade 2007 im italienischen wurde sie 32. über fünf Kilometer in der freien Technik. Am 23. Februar 2008 konnte sie im schwedischen Falun als 30. im 15-Kilometer-Verfolgungsrennen ihren ersten Weltcuppunkt erzielen.

Am 19. Januar 2014 erreichte sie beim Massenstartrennen über zehn Kilometer im polnischen Szklarska Poręba mit dem elften Platz ihr bisher bestes Weltcupergebnis in einem Einzelrennen. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi konnte sie mit Platz sechs im Teamsprint und dem neunten Rang im Massenstartrennen über 30 Kilometer gleich zwei Top-Ten-Platzierungen erreichen. Auch bei den Weltmeisterschaften 2015 in Falun konnte sie sich mit Platz sieben im Teamsprint und Platz neun über zehn Kilometer in der freien Technik zwei Platzierungen im Vorderfeld erlaufen, während sie im Massenstartrennen über 30 Kilometer 15. wurde. Zwei Jahre später bei den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti wurde sie lediglich in der Staffel eingesetzt, mit der sie Siebte wurde.

Zu ihren größten Erfolgen gehören die Siege beim Birkebeinerrennet (2011, 2012, 2013[1], 2016), Gommerlauf (2010[2], 2016[3]) Marcialonga (2011, 2013), König-Ludwig-Lauf (2013[4], 2014[5]), Fossavatn Ski Marathon (2013[6]), La Diagonela (2014[7]), Årefjällsloppet (2013[8], 2015[9]) und beim Kaiser-Maximilian-Lauf (2016). Beim Vasalauf konnte sie 2012 den dritten Platz erreichen, 2013 wurde sie Zweite.

In der Gesamtwertung des FIS Skilanglauf-Marathon-Cups belegte sie in den Saisons 2011/2012 und 2012/13 den zweiten Platz. In den Jahren 2011, 2013 und 2014 konnte sie den Gesamtsieg bei Ski Classics davontragen.

ErfolgeBearbeiten

Siege bei Continental-Cup-RennenBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin Serie
1. 3. Februar 2010 Italien  Forni di Sopra 5 km klassisch Alpencup
2. 15. Februar 2014 Schweiz  Campra 10 km Freistil Alpencup

Siege bei Worldloppet-Cup-RennenBearbeiten

Anmerkung: Vor der Saison 2015/16 hieß der Worldloppet Cup noch Marathon Cup.

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 30. Januar 2011 Italien  Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart1
2. 19. März 2011 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart1
3. 17. März 2012 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart1
4. 27. Januar 2013 Italien  Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart1

1 Gleichzeitig Teil der Ski Classics.

Siege bei Ski-Classics-RennenBearbeiten

Nr. Datum Ort Rennen Disziplin
1. 30. Januar 2011 Italien  Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart2
2. 19. März 2011 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart2
3. 2. April 2011 Norwegen  Norefjell Norefjellsrennet 66 km klassisch Massenstart
4. 17. März 2012 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart2
5. 31. März 2012 Schweden  Vålådalen Ski Classics Final 53 km klassisch Massenstart
6. 27. Januar 2013 Italien  Val di Fiemme / Val di Fassa Marcialonga 70 km klassisch Massenstart2
7. 3. Februar 2013 Deutschland  Oberammergau König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart
8. 16. März 2013 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 56 km klassisch Massenstart
9. 23. März 2013 Schweden  VålådalenÅre Årefjällsloppet 75 km klassisch Massenstart
10. 12. Januar 2014 Schweiz  Zuoz La Diagonela 52 km klassisch Massenstart
11. 2. Februar 2014 Deutschland  Oberammergau König-Ludwig-Lauf 50 km klassisch Massenstart
12. 14. Dezember 2014 Italien  Livigno La Sgambeda 35 km klassisch Massenstart
13. 28. März 2015 Schweden  Vålådalen Årefjällsloppet 47 km klassisch Massenstart
14. 7. Februar 2016 Osterreich  Seefeld Kaiser-Maximilian-Lauf 65 km klassisch Massenstart
15. 19. März 2016 Norwegen  RenaLillehammer Birkebeinerrennet 54 km klassisch Massenstart

2 Gleichzeitig Teil des Marathon Cups.

Sonstige Siege bei Skimarathon-RennenBearbeiten

Teilnahmen an Weltmeisterschaften und Olympischen WinterspielenBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

  • 2006 Turin: 11. Platz Staffel, 41. Platz 10 km klassisch
  • 2014 Sotschi: 7. Platz Teamsprint klassisch, 9. Platz 30 km Freistil Massenstart

Nordische SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

  • 2007 Sapporo: 9. Platz Staffel, 41. Platz 10 km Freistil
  • 2015 Falun: 7. Platz Teamsprint Freistil, 9. Platz 10 km Freistil, 15. Platz 30 km klassisch Massenstart
  • 2017 Lahti: 7. Platz Staffel

Weltcup-StatistikBearbeiten

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappen-
rennenb
Gesamt Team c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz  
2. Platz  
3. Platz  
Top 10   2
Punkteränge 3 3 2 1 9 7
Starts 1 29 6 3 4 9 2 54 7
Stand: Saisonende 2014/15
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z. B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnis Birkebeinerrennet 2013
  2. Ergebnis Gommerlauf 2010
  3. Ergebnis Gommerlauf 2016
  4. Ergebnis König-Ludwig-Lauf 2013
  5. Ergebnis König-Ludwig-Lauf 2014
  6. Ergebnis Fossavatn Ski Marathon 2013
  7. Ergebnis La Diagonela 2014
  8. Ergebnis Årefjällsloppet 2013
  9. Årefjällsloppet Ergebnis Årefjällsloppet 2015