Seelbach (Siegen)

Stadtteil von Siegen

Seelbach ist ein Stadtteil der Stadt Siegen (Nordrhein-Westfalen) im westlichen Stadtgebiet.

Seelbach
Stadt Siegen
Koordinaten: 50° 53′ 0″ N, 7° 58′ 0″ O
Höhe: 276 (270–350) m
Fläche: 4,05 km²
Einwohner: 2215 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 547 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1966
Postleitzahl: 57072
Vorwahl: 0271
Karte
Lage von Seelbach in Siegen

GeografieBearbeiten

Seelbach liegt im Tal der Alche, welche in Siegen in die Sieg mündet. Von Westen kommend mündet der ca. 4 km lange Lederbach, welcher Zufluss des Rabensteins Weiher ist, in die Alche sowie im weiteren Verlauf die von Südwesten kommende Rabelsbach (ca. 2 km), welche den Ortskern durchfließt. Der Ort liegt auf einer Höhe zwischen 270 m und 350 m – höchste Erhebung ist der Starke Buberg (431 m) im Südosten.

Der Stadtteil grenzt an die Siegener Stadtteile Trupbach im Norden, Achenbach als Teil des Stadtteils Alt-Siegen im Osten, Oberschelden im Süden sowie die Freudenberger Stadtteile Lindenberg, Heisberg (beide im Westen) und Alchen im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Seelbach wurde im Jahr 1266 erstmals urkundlich erwähnt.[1] 1389 veräußerte Gyse Hepe sein Hab und Gut in Nassau an Johann zu Wildenburg.

1832 wurden für die Seelbacher Mühle, welche 1976 im Rahmen des Baus der L 562 abgerissen wurde, der Seelbacher Weiher und Rabensteins Weiher angelegt. Zwar sind die alten Einrichtungen zur Wasserabgabe noch in Fragmenten erhalten, doch dient Letzterer heute nur noch als Angelweiher und Naherholungsort.

1921 wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Sie wurde im Januar 1998 mit den Löschgruppen Trupbach und Siegen-West (mittlerweile nicht mehr existent) zusammengelegt und bildet seitdem den Löschzug 7 der Feuerwehr der Stadt Siegen.[2]

Der Ort war eine selbstständige Gemeinde im Amt Weidenau. Am 1. Juli 1966 wurde er im Zuge der kommunalen Neugliederung in die Stadt Siegen eingemeindet.[3]

1994 wurde vom Heimatverein eine Chronik mit Bildband der Ortsgeschichte herausgegeben, welche sich großer Beliebtheit erfreute.

EinwohnerzahlenBearbeiten

Einwohnerzahlen des Ortes:[4][5][6]

Jahr Einwohner
1519 49
1818 155
1885[7] 257
1895[8] 281
1895 281
1905 364
1910[9] 410
1925[10] 492
Jahr Einwohner
1933[11] 556
1939[11] 829
1950 865
1961[12] 1117
1963 1163
1994[13] 2394
2001 2394
2004 2319
Jahr Einwohner
2006 2300
2008 2227
2009 2217
2010 2230
2011 2203
2012 2168
2013 2158
2014 2144
Jahr Einwohner
2015 2186
2016 2215

InfrastrukturBearbeiten

VerkehrsanbindungBearbeiten

Seelbach liegt an der Landesstraße 562, die von Siegen nach Freudenberg führt – dort findet sich auch die nächste Anbindung an die A 45, die wenige hundert Meter südlich des Ortes verläuft. Des Weiteren zweigt im Osten die Landstraße 565, welche im weiteren Verlauf nach Kirchen führt, ab sowie im Nordosten die Kreisstraße 6 nach Alchen und Bühl. Der nächstgelegene Bahnhof findet sich in Siegen. Außerdem gibt es am westlichen Rand des Ortes einen großen P+R.

Im ÖPNV verkehren durch den Ortskern halbstündlich drei Linien von Siegen nach Freudenberg über Alchen (R37) bzw. Niederfischbach über Oberfischbach (R39) bzw. (R40), die über Freudenberg und Niederfischbach fährt. Des Weiteren gibt es eine Anruf-Linie (T118), die auf Bestellung durch die südlichen Wohngebiete verkehrt, sowie die Schnellbuslinie SB1, welche nur an den zwei außerörtlich gelegenen Haltestellen der insgesamt vier (zzgl. fünf Haltepunkten der Linie T118) hält. In Wochenendnächten verkehrt außerdem die Nachtbuslinie N4 stündlich zwischen Siegen und Freudenberg.

EinrichtungenBearbeiten

1927 wurde der o. g. Seelbacher Weiher als Naturfreibad eröffnet, welches aufgrund von Baufälligkeit 2004 geschlossen wurde, aber mit Hilfe des im gleichen Jahr gegründeten Förderverein bereits ein Jahr später wiedereröffnet werden konnte. Seitdem hat er eine Wasserfläche von ca. 7.650 m².[14]

In Seelbach finden sich zwei Kindergärten, sowie eine Grundschule, die Sonnenhangschule. Außerdem gibt es die Alte Schule, gelegen in der Ortsmitte, welche als Bürgerhaus dient, das vom Heimatverein gepflegt wird. In dessen näherer Umgebung befinden sich außerdem das Feuerwehrhaus, ein Vereinshaus (Versammlungshaus der ev. Gemeinschaft und des CVJM Seelbach) sowie ein evangelisches Gemeindezentrum. Die katholische Filialkirche „Heilig-Geist“ befindet sich in der Bubergstraße. 2007 wurde zudem das Center Seelbach eröffnet, welches seitdem das Einkaufs- und Geschäftszentrum des Ortes bildet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erstellung einer Ortsgeschichte von Seelbach (Memento des Originals vom 13. Juni 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heimatverein-siegen-seelbach.de
  2. florian-siegen.de
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 281.
  4. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen. Siegen 1968.
  5. siegen.de: Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen (regelmäßig aktualisiert)
  6. Siegen-Info: Seelbach (Memento des Originals vom 30. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.siegen-info.de
  7. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1887, ZDB-ID 1458761-0, S. 112/113.
  8. Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Verlag des Königlich Statistischen Bureaus, Berlin 1897, S. 114/115.
  9. gemeindeverzeichnis.de: Landkreis Siegen
  10. genealogy.net: Amt Weidenau
  11. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Siegen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  12. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 248.
  13. Hartmut Eichenauer: Siegen (Memento des Originals vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lwl.org (PDF; 12,2 MB), ca. 1995.
  14. Der Seelbacher Weiher

WeblinksBearbeiten