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Sean Duffy (2017)

Sean Patrick Duffy (* 3. Oktober 1971 in Hayward, Wisconsin) ist ein amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei. Seit 2011 vertritt der Jurist den Nordwesten Wisconsins im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Er legte sein Mandat zum 23. September 2019 nieder.

Familie, Ausbildung und BerufBearbeiten

Sean Duffy ist das zehnte von elf Kindern und wuchs im stark bewaldeten Nordwesten Wisconsins auf. Der Tradition seiner Familie folgend beteiligte sich Duffy in seiner Ausbildungszeit an Holzfällerwettbewerben.[1] Bis zu seinem Bachelorabschluss 1994 besuchte er das Saint Mary’s College in Winona (Minnesota). Er schloss ein Jurastudium am William Mitchell College of Law in Saint Paul an und gehörte währenddessen 1997 zu den Darstellern in der sechsten Staffel von The Real World, eines Reality-TV-Formates von MTV. Nach dem Abschluss der Law School mit dem Juris Doctor und seiner Zulassung 1999 arbeitete er als Rechtsanwalt. Zwischen 2002 und 2010 war Duffy Bezirksstaatsanwalt im Ashland County. Außerdem arbeitete er als Kommentator für den Sportkanal ESPN.

Der Katholik Duffy ist seit 1999 mit Rachel Campos-Duffy verheiratet, mit der er acht Kinder hat. Seine Frau wirkte in einer vorherigen Staffel ebenfalls bei The Real World mit. Sie lernten sich bei der gemeinsamen Teilnahme am Reality-TV-Format Road Rules kennen, einem Ableger von The Real World. Die Familie lebt in Weston, Wisconsin.[2]

PolitikBearbeiten

Bei der Wahl 2010 wurde Duffy im siebten Kongresswahlbezirk Wisconsins in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2011 die Nachfolge des nach 42 Jahren nicht mehr kandidierenden Demokraten Dave Obey antrat. Der Wahlbezirk umfasst ein großes Gebiet im ländlichen Nordwesten des Bundesstaates.[3] Am 26. August 2019 kündigte Duffy den Rücktritt von seinem Mandat für den 23. September 2019 an, um seiner Familie und seinem erkrankten ungeborenen Kind mehr Zeit widmen zu können.[4]

In seiner Zeit im Kongress fiel Duffy, der als kommende Führungsfigur seiner Partei gehandelt wurde, durch kontroverse Äußerungen auf. So bestritt er einen Zusammenhang zwischen einzelnen Gewalttaten von White-Supremacy-Anhängern und führte das Attentat von Tucson, bei dem die demokratische Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords schwer verletzt wurde, auf linke Ideologie zurück. Duffy verteidigte während Donald Trumps Präsidentschaft umstrittene Maßnahmen wie das Einreiseverbot gegen Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern (Executive Order 13769).[5]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sean Duffy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bridget Bowman: GOP Rep. Sean Duffy resigning on Sept. 23. In: Roll Call, 26. August 2019.
  2. Sean Duffy’s Biography. In: Vote Smart; Bridget Bowman: GOP Rep. Sean Duffy resigning on Sept. 23. In: Roll Call, 26. August 2019.
  3. Bridget Bowman: GOP Rep. Sean Duffy resigning on Sept. 23. In: Roll Call, 26. August 2019.
  4. Wisconsin GOP Rep. Sean Duffy says he’s resigning over unborn child’s health issues. Abgerufen am 27. August 2019 (englisch).
  5. Jonathan Allen: Sean Duffy’s an Embarrassment to Wisconsin’s 7th District. In: Roll Call, 8. Februar 2017.