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Schwerbeton ist gemäß EN 206 ein Beton, der im ofentrockenen Zustand einen Zielwert der Rohdichte[1] über 2600 kg/m³ aufweist.[2]

Inhaltsverzeichnis

GesteinskörnungBearbeiten

Die hohe Trockenrohdichte wird durch Verwendung schwerer Gesteinskörnung erreicht. Diese sind überwiegend Baryt (Schwerspat überwiegend BaSO4), Ilmenit (Titaneisenstein überwiegend FeTiO3), Magnetit (Magneteisenstein überwiegend Fe3O4) oder Hämatit (Roteisenstein überwiegend Fe2O3) oder Schwermetallschlacken (überwiegend Blei- oder Chromschlacke). Für Strahlenschutzbetone werden auch Limonit, Colemanit, Borfritte, Borcalcit oder Borcarbid verwendet.

VerwendungBearbeiten

Schwerbeton wird unter anderem als Strahlenschutzbeton zur Abschirmung von Röntgen-, Gamma-, Neutronen-, und Elektronenstrahlung verwendet. Dies macht häufig eine weitere Abschirmung nicht mehr nötig. Weitere Anwendungen sind Ballastgewichte, zum Beispiel Krankontergewichte, Brückenwiderlager, in Schiffen oder als Gewichtssteine.

Im Bauwesen wird Schwerbeton unter anderem verwendet, um im Grundwasser liegende Sohlplatten mit Normalbeton nicht zu dick ausführen zu müssen. Hierbei ist die Wirtschaftlichkeit zwischen der tieferen Einbindung im Grundwasser und den damit verbundenen Grundwasserabsenkungskosten und dem etwa zehnmal höheren Kubikmeter-Preis miteinander zu vergleichen.

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise und AnmerkungenBearbeiten

  1. oft auch Trockenrohdichte genannt
  2. DIN EN 206. Januar 2017.
    • „Beton im ofentrockenen Zustand mit einer Rohdichte über 2 600 kg/m 3“
    • „Für Schwerbeton muss die Rohdichte des ofentrockenen Betons mehr als 2 600 kg/m 3 betragen. Wenn die Rohdichte als Zielwert festgelegt ist, gilt eine zulässige Abweichung von ± 100 kg/m 3 , sofern nicht anders vorgegeben.“