Schweiggers

Gemeinde in Österreich
Marktgemeinde
Schweiggers
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schweiggers
Schweiggers (Österreich)
Schweiggers
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 58,67 km²
Koordinaten: 48° 40′ N, 15° 3′ OKoordinaten: 48° 40′ 0″ N, 15° 3′ 0″ O
Höhe: 633 m ü. A.
Einwohner: 2.017 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 34 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3922, 3923, 3931, 3932
Vorwahlen: 02829, 02854 (Limbach)
Gemeindekennziffer: 3 25 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 25
3931 Schweiggers
Website: schweiggers.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Schaden (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
17
1
1
17 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Schweiggers im Bezirk Zwettl
AllentsteigAltmelonArbesbachBad TraunsteinBärnkopfEchsenbachGöpfritz an der WildGrafenschlagGroß GerungsGroßgöttfritzGutenbrunnKirchschlagKottes-PurkLangschlagMartinsbergOttenschlag (Niederösterreich)PöllaRappottensteinSallingbergSchönbach (Niederösterreich)SchwarzenauSchweiggersWaldhausenZwettl-NiederösterreichLage der Gemeinde Schweiggers im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Schweiggers ist eine Marktgemeinde mit 2017 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Schweiggers liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 58,65 Quadratkilometer. 25,04 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Zwischen den Ortsteilen Mödershöf und Schweiggers entspringt die Deutsche Thaya, einer von zwei Quellflüssen der Thaya.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 16 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Brunnhöf, Großreichenbach, Kleinwolfgers, Limbach, Mannshalm, Meinhartschlag, Perndorf, Reinbolden, Sallingstadt, Schwarzenbach, Schweiggers, Siebenlinden, Streitbach, Unterwindhag, Vierlings, Walterschlag und Windhof.

NachbargemeindenBearbeiten

GeologieBearbeiten

Die flachwellige Landschaft aus Granit und Gneis prägte nicht immer die Landschaft des heutigen Schweiggers. Im Paläozoikum türmte sich ein riesiges Gebirge im heutigen Waldviertel auf. Durch Erosion des Gebirges bis auf den Sockel blieb das heutige Granit- und Gneisplateau übrig, das zur Böhmischen Masse gehört. Im Westen des Gemeindegebiets herrscht der Weinsberger Granit vor, im Osten (Walterschlag, Sallingstadt, Limbach) Paragneise der Ostrong-Einheit („Monotone Serie“).

LandschaftBearbeiten

Die Landschaft der Gemeinde wird von bewaldeten Hügeln, durch Flüsse geformten Tälern sowie kleinstrukturierten Acker- und Wiesenfluren geprägt. Die höchste Erhebung der Gemeinde ist der Holmberg (738 m) bei Siebenlinden, auf dessen Spitze sich eine 30 Meter hohe Aussichtswarte befindet.

KlimaBearbeiten

Das Klima ist als „kühles Höhenklima“ zu bezeichnen. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 695 mm, wovon 70 % in der Sommerhalbzeit fallen. Im Winter fallen durchschnittlich 1–1,5 Meter Schnee. Die Zahl der Tage mit Frost ist mit 133 Tagen (4,5 Monate) sehr hoch.

GeschichteBearbeiten

Der Name Schweiggers leitet sich vom althochdeutschen Vornamen Swidger ab und taucht in den Urkunden erstmals um 1182 als „Swichers“ auf. Der Name veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte, bis er 1643 als „Schweiggers“ aufscheint.

1394 erhielt die Gemeinde das Marktrecht und hat dadurch einen weitläufigen Marktplatz im Zentrum des Ortes.

1966 wurde die Marktgemeinde Schweiggers mit den Gemeinden Mannshalm (mit den Katastralgemeinden Mannshalm, Streitbach Schwarzenbach und Meinhartsschlag) und Perndorf (mit den KGs Perndorf, Kleinwolfgers und Unterwindhag) zusammengelegt.[2]

1971 erfolgte die zweite Zusammenlegung mit den Gemeinden Sallingstadt (KG Sallingstadt und Walterschlag) sowie Limbach (KG Limbach und Windhof) und Siebenlinden (KG Siebenlinden, Vierlings, Brunnhöf, Bichlhof, Groß Reichenbach und Reinbolden).[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
2019 2223
2018 2239
2017 2258
2016 2245
2013 1986
2001 2039
1991 2067
1981 2127
1971 2162

PolitikBearbeiten

 
Rathaus in Schweiggers

GemeinderatBearbeiten

Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 26. Jänner 2020 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 17, SPÖ 1, FPÖ 1.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Josef Schaden.

WappenBearbeiten

Definition laut Urkunde: „Ein gespaltener Schild, der in seinem vorderen roten Feld zwei gekreuzte aufwärts zeigende goldene Pfeile, in seinem hinteren goldenen Feld zwei schwarze Pfähle zeigt.“ Der hintere Teil geht auf das Wappen der Kuenringer zurück.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Verteilung der Erwerbstätigen 2008

Erwerbsart % der Bev.
Land- und Forstwirtschaft 22,8 %
Herstellung von Waren 19,5 %
Handel 16,3 %
Bau 8,6 %
Gesund- und Sozialwesen 7,3 %
Sonstiges 25,5 %

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 61, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 239. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 969. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,6 Prozent.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Bertrand Koppensteiner (1876–1961), Abt des Zisterzienserstiftes Zwettl
  • Willi Engelmayer (* 1929; † 2014), Künstler
  • Franz Romeder (* 1938), Landtagspräsident von Niederösterreich

WeblinksBearbeiten

Commons: Schweiggers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  2. Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 14, abgerufen am 4. Juli 2019.
  3. Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 40, abgerufen am 4. Juli 2019.