Hauptmenü öffnen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Schwabsburg ist ein Stadtteil der Stadt Nierstein im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz mit rund 1600 Einwohnern. Schwabsburg war bis 1970 eine eigenständige Gemeinde und hat seinen Namen von der dortigen Burg Schwabsburg.

Schwabsburg
Stadt Nierstein
Koordinaten: 49° 51′ 50″ N, 8° 18′ 42″ O
Höhe: 120 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 55283
Vorwahl: 06133
Schwabsburg mit Burgruine

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im Jahr 1257 erstmals urkundlich erwähnt. Es gibt Hinweise auf eine römische Siedlung aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die Römer pflanzten offenbar die ersten Weinstöcke. Der Weinbau spielt im Ort bis heute eine wichtige Rolle. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts bauten die Staufer eine Burg, von der sich nur der kantige, weithin sichtbare Turm erhalten hat und der als Schwabsburgs Wahrzeichen gilt.

Mit Dexheim und Nierstein gehörte der Ort zunächst zu einer Gemeinschaft von Reichsdörfern in der Niersteiner Mark. König Ludwig der Bayer verpfändete diese 1315 an das Erzbistum Mainz, 1375 fiel der Pfandbesitz an die Kurpfalz. Auf die frühere Reichsunmittelbarkeit weist der Adler im Wappen hin, der seit dem 17. Jahrhundert in Siegeln nachweisbar ist.[1]

Im Jahre 1970 wurde Schwabsburg nach Nierstein eingemeindet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die evangelische Kirche in Schwabsburg ist neben dem Schlossturm das Wahrzeichen Schwabsburgs. Sie wurde 1892 im neugotischen Stil erbaut. Ihr mächtiger Turm mit den drei markanten Zwischengiebeln des Daches bilden eine Besonderheit in Rheinhessen. Ein Vorgängerbau wurde 1613–1616 errichtet, doch bereits 1363 wurde die Kirche erstmals erwähnt; sie war dem Heiligen Pankratius geweiht. Der Altarraum beherbergt ein modernes Holzkreuz des Künstlers Gustav Nonnenmacher. Eine bronzene Christusfigur erhebt sich vor dem Kreuz, die Arme einladend erhoben. Der auferstehende Christus lässt die Totenköpfe am Kreuz unter sich. An der Rückseite auf der mächtigen Empore dominiert die Walckerorgel. An den beiden Seiten finden sich fünf große Kirchenfenster, die die Evangelisten und Martin Luther zeigen. Das besonders farbenfrohe Fenster im Altarraum zeigt die Auferstehung Jesu. Alle Fenster wurden von der Heidelberger Glasmalerei Heinrich Beiler gestaltet und von Schwabsburger Familien gestiftet.

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der Stadt ist Paul Frank (1922–2016), letzter Bürgermeister von Schwabsburg mit insgesamt 25 Jahren Amtszeit

VereineBearbeiten

Sportvereine sind FC 1958 Schwabsburg 1958 e.V. und TV03 Schwabsburg. Es existieren ferner der Männergesangverein MGV Schwabsburg, Landfrauen Schwabsburg und der Posaunenchor Schwabsburg.

LiteraturBearbeiten

  • Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen. Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 67.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwabsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wiktionary: Schwabsburg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen. Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 67.