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Schwabhausen bei Landsberg

Pfarrdorf in der Gemeinde Weil

Schwabhausen bei Landsberg (amtlich Schwabhausen b.Landsberg) ist ein Ortsteil der Gemeinde Weil im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech.

Schwabhausen bei Landsberg
Gemeinde Weil
Koordinaten: 48° 6′ 27″ N, 10° 58′ 56″ O
Höhe: 581 m
Einwohner: 775 (1987)
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 86947
Vorwahl: 08193

GeographieBearbeiten

Das Pfarrdorf liegt im Südosten des Naturraums Fürstenfeldbrucker Hügelland an der Grenze zum Ammer-Loisach-Hügelland, etwa 4,5 km östlich des Gemeindesitzes Weil und 10 km nordöstlich der Kreisstadt Landsberg am Lech. Der Ort ist von einem nur im Westen unterbrochenen Ring von Wäldern umgeben. Am nordwestlichen Ortsende vorbei fließt der Loosbach, ein Zufluss des Verlorenen Baches, der Oberlauf der Friedberger Ach.

Nachbarorte sind im Nordosten das Dorf Kaltenberg (Gemeinde Geltendorf), im Südosten der Weiler Machelberg, im Südwesten das Pfarrdorf Ramsach (Gemeinde Penzing) und im Westen das zu Weil gehörende Pfarrdorf Geretshausen.

Die Staatsstraße St 2054 durchquert Schwabhausen und führt südwestlich nach Landsberg und nordöstlich nach Fürstenfeldbruck. Sie wird im Ort von der Kreisstraße LL 7 mit Versatz gekreuzt. Die Bayerische Allgäubahn berührt Schwabhausen im Süden.

GeschichteBearbeiten

Am 1. Mai 1873 wurde die südlich am Ort vorbeiführende Bayerische Allgäubahn mit dem Bahnhof Schwabhausen in Betrieb genommen, in den 1980er Jahren wurde er stillgelegt. Im April 1945 wurde hier ein von einer SS-Wachmannschaft bewachter Güterzug mit 500 KZ-Häftlingen aus dem Außenlager Dachau-Kaufering durch die US Air Force gestoppt.[1]

Zum 1. Januar 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform die vormals selbständige Gemeinde Schwabhausen mit ihren Ortsteilen Machelberg und Schwabhausen b.Landsberg, Weiler/Bahnhof in die Gemeinde Weil eingegliedert.[2] Der Bahnhof ist mittlerweile baulich mit Schwabhausen verbunden und kein eigener Ortsteil mehr. Am 29. Mai 1985 wurde der Personenverkehr am Bahnhof Schwabhausen aufgrund zu geringer Fahrgastzahlen eingestellt, das Empfangsgebäude blieb erhalten und dient heute als Wohngebäude.[3]

BaudenkmälerBearbeiten

 
Pfarrkirche Heilig Kreuz

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Schwabhausen bei Landsberg

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwabhausen bei Landsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Angelika Königseder, Juliane Wetzel: Lebensmut im Wartesaal. Die jüdischen DPs (Displaced Persons) im Nachkriegsdeutschland. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-596-10761-X, S. 82
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 507.
  3. Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn & Co rund um den Bayerischen Rigi. EOS Verlag, St. Ottilien 2011, ISBN 978-3-8306-7455-9, S. 46–47.