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LageBearbeiten

Schwabelweis liegt am linken Donauufer, am nordöstlichen Stadtrand von Regensburg, in der Ebene zwischen Donau und Keilstein. Der Bezirk grenzt im Westen an Weichs, im Norden an Keilberg und nach Osten an die Gemeinde Tegernheim, die einzige Grenze, die wegen des fließenden Übergangs nicht ohne weiteres erkennbar ist. Im Süden schließt Schwabelweis mit der Donau ab. Die Höhenlage des Orts beträgt 332,4 m ü. NN.

GeschichteBearbeiten

Schwabelweis war schon immer ein Siedlungsgebiet. Sogar aus der Zeit um das Ende der Altsteinzeit wurden in den Höhlen beim Riegerfelsen am Keilsteiner Hang Steinwerkzeuge und andere Zeugnisse der damaligen Bewohner gefunden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwabelweis in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 821. Darin werden neben anderen, drei Gehöfte in dem Ort SUABILUUIS dem Reichsstift St. Emmeram in Regensburg vermacht. Bis zur Säkularisation von 1803 blieben diese im Besitz des Reichsstiftes.

Die „Dorfgemeinschaft Schwäbelweis“ wird das erste Mal in einem Gerichtsakt aus dem Jahre 1556 erwähnt.

Im Dreißigjährigen Krieg war der Ort Schwabelweis der nördliche Brückenkopf einer Pontonbrücke über die Donau. Die Brücke lag außerhalb der Reichweite der Artillerie der Schweden, die Regensburg besetzt hatten. Die Brücke wurde von bayerischen und burgundischen Regimentern benutzt, die ihre Lager in den westlich benachbarten Orten Reinhausen und Barbing hatten. Diese Regimenter wurden im Verlauf der Belagerung und Rückeroberung von Regensburg auf dem südlichen Donauufer bei den Kämpfen um die schwedischen Befestigungsanlagen am Ostentor in Regensburg eingesetzt.[1]

Ab 1862 kam Schwabelweis in die Zuständigkeit des neu gegründeten Bezirksamtes Stadtamhof. Zu Schwabelweis gehörten neben dem eigentlichen Kirchdorf der Weiler Walhallastraße, die Einöde Keilsteiner Keller, Keilsteiner Hang, Tegernheimer Keller und das Gut Harthof.

1921 umfasste das Gemeindegebiet etwa 480 ha, 907 Einwohner wurden gezählt. Als sich im Jahre 1922 Brandlberg und Keilberg nach Schwabelweis eingemeinden ließen, wuchs das Gemeindegebiet auf 739 ha und die Zahl der Bewohner stieg auf 1618.

Am 1. April 1924 endete die Selbstständigkeit von Schwabelweis mit der Eingemeindung nach Regensburg.[2]

Ehemalige WalhallabahnBearbeiten

Schwabelweis war Haltepunkt der schmalspurigen Walhallabahn zwischen Regensburg und Wörth an der Donau.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Panoramaaufnahme von Schwabelweis mit Kirche St. Georg

StatistikBearbeiten

(Stand: 31. Dezember 2016, Quelle: Stadt Regensburg, Amt für Stadtentwicklung, Abteilung Statistik)

  • Einwohner: 2.181 Gesamtbevölkerung, davon
    • römisch-katholisch: 60,7 %
    • evangelisch: 9,1 %
    • sonstige/ohne Bekenntnis: 30,3 %
  • Fläche: 174 ha

Freiwillige FeuerwehrBearbeiten

Die Freiwillige Feuerwehr wurde im Jahr 1873 gegründet. Das heutige Feuerwehrhaus steht in der Schwabelweiser Kirchstraße 17, das vor der Eingemeindung von Schwabelweis auch zugleich das Rathaus war. Die Feuerwehr ist mit einem modernen Feuerwehrhaus, einem Löschgruppenfahrzeug, einem Mehrzweckfahrzeug und seit 2006 auch mit einem Mehrzweckboot ausgerüstet.

SportBearbeiten

Der Sportverein „SV Schwabelweis“ (gegründet 1945) bietet Fitnesstraining, Fußball, Kinderturnen, Qigong, Stockschießen, Tennis (TC Schwarz-Weiß Schwabelweis) und Baseball (Buchbinder Legionäre Regensburg). Die Fußballabteilung hat seit dem Sommer 2004 mit der DJK Regensburg Nord eine Spielgemeinschaft gebildet. Der neu entstandene Verein nennt sich „DJK Regensburg 06“.

Die erste Mannschaft der Fußballabteilung spielt in der Saison 2019/2020 in der A-Klasse. Die neu angemeldete 2. Mannschaft spielt in einer Spielgemeinschaft mit der DJK Keilberg in der B-Klasse.

Die Tennisabteilung des SV Schwabelweis feierte 2017 ihr 30-jähriges Bestehen. Auch sportlich war diese Abteilung sehr erfolgreich. So stieg die 1. Mannschaft 2007 in die Bezirksliga und die 2. Mannschaft in die Bezirksklasse 2 auf. Momentan sind fünf Mannschaften im Seniorenbereich und sieben Mannschaften im Jugendbereich gemeldet. Am 26. Februar 2009 machte sich die Abteilung als TC Schwarz-Weiß Schwabelweis wirtschaftlich selbstständig.

Die erste Mannschaft der Baseball-Abteilung (Regensburg Legionäre) ist in der Armin-Wolf-Arena beheimatet, dem größten Baseballstadion Deutschlands, und spielt seit vielen Jahren in der ersten Bundesliga. Die Abteilung gewann bisher zwei europäische Titel (B-Pool), sowie mehrere nationale Pokale und die deutsche Meisterschaft.

Des Weiteren ist der 1. AC Regensburg (Athletic-Club) in Schwabelweis beheimatet und bietet Ringen und Gewichtheben an.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter Engerisser: Eine bisher unbekannte Ansicht der Belagerung Regensburgs im Jahre 1634. In: Verhandlungen des Historischen Vereins Regensburg. Band 148. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, 2008, ISSN 0342-2518, S. 64–65, 68.
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 602.

Koordinaten: 49° 2′ N, 12° 9′ O