Schutzmasken werden zum Schutz des Gesichtes oder Teilen davon (Augen, Nase usw.) sowie der Atemorgane benutzt.

Schutzmasken oder Visiere werden bei der Arbeit, z. B. beim Schweißen, Schleifen, Sandstrahlen, Lackieren und Reinigungsarbeiten benutzt, aber auch im Sport (Eishockeymaske, Fechtmaske), beim Brandschutz, Militär und in der Medizin (Gasmaske, Atemschutzmaske, Mund-Nasen-Schutz). Tauchmasken sind ein Bestandteil der Tauchausrüstung.

Sie schützen mechanisch vor Verletzungen oder als Filtermasken oder Frischluftmasken vor Gasen, Dämpfen, Flüssigkeitsnebel, groben und lungengängig feinen Stäuben (Staubmaske) und/oder belästigenden Gerüchen.

Hinweise auf mangelhafte Produkte findet man auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Sie veröffentlicht in ihrer Datenbank "Gefährliche Produkte" ihr bekannt gewordene Produktrückrufe, Produktwarnungen, Untersagungsverfügungen und sonstige Informationen zu gefährlichen Einzelprodukten, die in Deutschland u. a. durch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) geregelt sind.[1] Europaweit gibt es das Schnellwarnsystem Rapid Exchange of Information System (RAPEX), um Informationen u. a. über gefährliche bzw. nicht normgerechte Schutzmasken zu sammeln. Die deutsche Kontaktstelle für das RAPEX-System ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

InfektionsschutzmaskenBearbeiten

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie haben verschiedene Schutzmasken eine hohe Bedeutung. Die in vielen Ländern[2] (seit April 2020 auch in ganz Deutschland) bestehende Maskenpflicht bezieht sich auf Masken, die von jedermann zum Schutz der Umgebung getragen werden sollen. Dabei gelten insbesondere Alltagsmasken offiziell nicht als Schutzmasken, sondern als behelfsmäßige „Mund-Nasen-Bedeckung“[3] oder „Behelfs-Mund-Nasen-Maske“[4], weil sie dem Träger der Maske nur einen geringen Eigenschutz bieten. Eine vergleichbare Wirkung wie Alltagsmasken – wenig Eigenschutz, vor allem Fremdschutz – haben in diesem Zusammenhang die ebenfalls in der Öffentlichkeit getragenen medizinischen Hygienemasken.[3][4] Deren Bezeichnung als „OP-Maske“ stammt aus ihrem ursprünglichen Verwendungszweck in Kliniken, wo sie ihre Schutzfunktion ausreichend erfüllen.

Einteilung von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 nach den Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin[5]
Maskenart Bild Schutz des Trägers Schutz des Umfeldes für die allgemeine Bevölkerung für Gesundheitspersonal Wiederaufbereitung
Alltagsmaske (Behelfsmaske aus Stoff, Community-Maske)*   gering, jedoch eingeschränkte Minderung des Risikos einer Kontaktübertragung durch Berührung von Mund und Nase und einer Tröpfcheninfektion durch Entfeuchtung der Atemluft (siehe hier bzw. hier) ja (Minderung der Tröpfchenfreisetzung, dadurch geringere Virenkonzentration in der Umgebungsluft eines Ausscheiders) ja nein möglich durch desinfizierende Wäsche; mindestens bei 60 Grad (siehe hier)
medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) (EN 14683)   nein** möglich bei Tätigkeit an Patienten ohne COVID-19-Verdacht; bei Tätigkeit an COVID-19-verdächtigen Patienten nur, wenn der Patient ebenfalls einen MNS trägt für Einwegprodukte nicht vorgesehen, bei akuten pandemiebedingten Engpässen Ausnahmeregelung möglich
FFP2-Maske ohne Ausatemventil (EN 149), N95-Maske   ja (mindestens 95 % Filtration von Tröpfchen beim Einatmen) bei Tätigkeit an COVID-19-verdächtigen Patienten; nur bei geringem Infektionsrisiko durch Aerosole für Einwegprodukte nicht vorgesehen, bei akuten pandemiebedingten Engpässen Ausnahmeregelung möglich
FFP3-Maske ohne Ausatemventil (EN149) ja (mindestens 99 % Filtration von Tröpfchen beim Einatmen) bei Tätigkeit an COVID-19-verdächtigen Patienten; auch bei hohem Infektionsrisiko durch Aerosole
FFP3-Maske mit Ausatemventil (EN 149)   nein
Gebläseunterstützte Hauben oder Helme (EN 12941 und EN12942) ja (Filtration von Tröpfchen beim Einatmen je nach Partikelfilterklasse) Atemanschluss (u. a. Maskenkörper); Filterwechsel
* Aus Stoffen hergestellte Masken haben der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zufolge wahrscheinlich einen Schutzeffekt, der bisher jedoch noch nicht durch klinische Studien belegt wurde. Die Filterleistung verschiedener Stoffe variiert erheblich.[6]
** Eine inhaltliche Begründung dafür, weswegen die allgemeine Bevölkerung mit höherwertigen MNS- oder FFP-Masken nicht für mehr Eigen- und Fremdschutz sorgen soll, enthält die Empfehlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nicht. Laut Robert Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sollen OP- sowie FFP-Masken Ärzten und Pflegefachleuten vorbehalten bleiben, die COVID-19­ Betroffene behandeln. Inhaltlich begründet wird diese Empfehlung des RKI ebenfalls nicht.[7][8]

Die angegebene Schutzwirkung kann allgemein durch eine unsachgemäße Anwendung reduziert werden. Insbesondere muss sichergestellt werden, dass die Maske eng am Gesicht anliegt, Mund und Nase vollständig bedeckt, möglichst nicht berührt wird, sowie nicht durchfeuchtet ist.[4]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Schutzmaske – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.baua.de/DE/Themen/Anwendungssichere-Chemikalien-und-Produkte/Produktsicherheit/Produktinformation/Datenbank/Produktsicherheit_form.html?nn=8684884&meldev.GROUP=1&prodkat.GROUP=1
  2. What Countries Require Masks in Public or Recommend Masks? masks4all.co, abgerufen am 26. Mai 2020.
  3. a b Mund-Nasen-Bedeckungen infektionsschutz.de
  4. a b c BfArM - Empfehlungen des BfArM - Hinweise des BfArM zur Verwendung von selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“), medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3) im Zusammenhang mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2 / Covid-19). Abgerufen am 27. April 2020.
  5. Empfehlungen der BAuA zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2. Stand: 27. April 2020; abgerufen am 30. April 2020
  6. Stellungnahme der DGP zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz bei aerogen übertragbaren Infektionen in der Bevölkerung. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, 8. Mai 2020; abgerufen am 21. Mai 2020
  7. Wissenswertes und Hinweise zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen. infektionsschutz.de, Stand: 4. Mai 2020, abgerufen am 21. Mai 2020
  8. Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zum Schutz vor SARS-CoV-2 sinnvoll? RKI, Stand: 13. Mai 2020; abgerufen am 21. Mai 2020