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Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf

Naturschutzgebiet in Niedersachsen, Deutschland

Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf ist der Name eines Naturschutzgebietes in den niedersächsischen Gemeinden Cadenberge in der Samtgemeinde Land Hadeln im Landkreis Cuxhaven und Balje in der Samtgemeinde Nordkehdingen im Landkreis Stade.

Naturschutzgebiet Schnook, Außendeichsflächen bei Gerversdorf

IUCN-Kategorie IV − Habitat-/Species Management Area

Luftaufnahme der Ostemündung in die Elbe, das Naturschutzgebiet befindet sich in der rechten Bildhälfte vor der Flussschleife

Luftaufnahme der Ostemündung in die Elbe, das Naturschutzgebiet befindet sich in der rechten Bildhälfte vor der Flussschleife

Lage Potamal der Oste nahe den nieder­sächsischen Gemeinden Balje im Landkreis Stade und Geversdorf im Landkreis Cuxhaven
Fläche 265,0 ha
Kennung NSG LÜ 264
WDPA-ID 329619
FFH-Gebiet 58,9 ha
Geographische Lage 53° 48′ N, 9° 6′ OKoordinaten: 53° 47′ 39″ N, 9° 6′ 29″ O
Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf (Niedersachsen)
Schnook, Außendeichsflächen bei Geversdorf
Seehöhe von -1 m bis 0 m
Einrichtungsdatum 16. Februar 2004
Verwaltung NLWKN

Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG LÜ 264 ist 265 Hektar groß. Davon entfallen 263 Hektar auf den Landkreis Cuxhaven und 2 Hektar auf den Landkreis Stade. Ein kleiner Teil des Naturschutzgebietes ist Bestandteil des FFH-Gebietes „Unterelbe“.

Das Naturschutzgebiet liegt östlich von Geversdorf in der Flussmarsch der Oste. Es befindet sich vollständig im Vordeichbereich und ist von extensiv genutztem Grünland und Brachflächen geprägt. Das tidebeeinflusste Gebiet ist von Gräben, Prielen und Resten von Altarmen der Oste durchzogen. Im Bereich der Gewässer sind Wattflächen und Röhrichte zu finden. Das Naturschutzgebiet stellt ein wertvolles Gebiet insbesondere für Wat- und Wasservögel dar. Nach Auffassung des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hat es eine große Bedeutung als wichtigstes Brut- und Nahrungsgebiet für Wiesenvögel wie dem Kiebitz, der Bekassine und dem Rotschenkel im Landkreis Cuxhaven. Mit einem Mosaik aus Grünland, Prielen, Gräben und Röhrichten habe dieses Gebiet deutschlandweite Bedeutung für den Erhalt dieser gefährdeten Arten.[1] Im Herbst 2017 sollen durch Bauarbeiten Grüppen und Gräben wieder aufgeweitet werden. Dies soll mit dem Abflachen von Uferbereichen verbunden werden. Ziel sei es es, „in Teilbereichen den früher vorhandenen Tideeinfluss wiederherzustellen sowie den Wasserhaushalt und den Strukturreichtum in diesen Flächen zu optimieren.“[1] Die dem Naturschutz gerecht werdende Bewirtschaftung dieser Fläche in Form extensiver Wiesen- oder Weidenutzung soll mit den ansässigen Landwirten abgesprochen werden.[1]

Das Gebiet steht seit dem 16. Februar 2004 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörden sind die Landkreise Cuxhaven und Stade.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Presseinformation vom 23. August 2017 des Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz PM auf NLWKN.de, abgerufen am 23. August 2017