Hauptmenü öffnen

Schneemann sucht Schneefrau

Film von Marco Serafini

Schneemann sucht Schneefrau ist ein deutscher Fernsehfilm von Marco Serafini aus dem Jahr 2002 mit Katja Weitzenböck und Fritz Karl in den Hauptrollen.

Filmdaten
OriginaltitelSchneemann sucht Schneefrau
ProduktionslandÖsterreich
Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2002
Länge90 Minuten
Stab
RegieMarco Serafini
DrehbuchMarkus Mayer
ProduktionDanny Krausz
Kurt Stocker
MusikAndreas Slavik
KameraUli Kudicke
SchnittIlana Goldschmidt
Ingeborg Sumann
Besetzung

HandlungBearbeiten

Theresa Mayr-Thorwald und Joe Müller haben jeder ein Kind zu versorgen, müssen dies aber trotz ihrer Berufstätigkeit allein bewältigen. Während Theresa sich scheiden ließ und mit der erkämpften Abfindung ein Architekturbüro übernommen hat, ist Joe seit drei Jahren Witwer. Wahrscheinlich hat er deshalb einen himmlischen Engel an seiner Seite. In Gestalt der rüstigen Rentnerin Angela hilft sie ihm seine Tochter zu betreuen, wenn er als Architekt seiner Arbeit nachgeht und auch im Ausland unterwegs ist. Sie plant aber auch, aus den beiden Alleinerziehenden eine glückliche Familie zu machen, was sich kompliziert gestaltet und der Geschichte vom Schneemann und der Schneefrau ähnelt, die Angela Kindern häufig zum Einschlafen erzählt.

Theresa und Joe lernen sich kennen, als sie ihre Kinder Julia und Felix kurz vor Weihnachten zur Schule bringen. Durch einen Unfall bricht sich Felix den Arm und muss ins Krankenhaus gebracht werden. Joe und Julia begleiten seine Mutter, doch dadurch verpasst Joe einen sehr wichtigen Termin. In der Folge wird er fristlos entlassen. Er ahnt nicht, dass er einer Intrige des Exmannes seiner Arbeitgeberin zum Opfer gefallen war und dass seine Chefin die Frau ist, die gerade kennengelernt hat. Seit seinem Dienstantritt war er auf Dienstreise im Ausland und auch Theresa hatte ihn nie zu Gesicht bekommen. Beide sind auf höchste verärgert und leiten juristische Schritte ein. Joe erhofft sich eine Abfindung und Theresa eine Entschädigung für den entgangenen Auftrag. Als Theresa eines Tages entdeckt, wer ihr „Joe“ wirklich ist, in den sie sich verliebt hat, traut sie sich nicht, ihm die Wahrheit zu sagen. Sie spricht mit ihrer Freundin darüber, die ihr rät, dem ahnungslosen Johannes aufzuklären. Doch der hat inzwischen die Gegenklage erhalten und ist aufs höchste erbost, sodass sie es nicht fertig bringt. Zurückziehen kann sie die Klage nicht, weil die Bank darauf besteht. Zum Gerichtstermin erfährt Joe nun, wer seine „Tessa“ in Wirklichkeit ist. Enttäuscht zieht er sich zurück und nachdem sich Theresa daran erinnert, warum Joe nicht zu dem Präsentationstermin erschienen war, wird ihr klar, dass sie beide Opfer einer Intrige geworden sind und nur ihr Exmann dahinter stecken kann. Dieser hatte Theresas Mitarbeiter Oskar Wellenbring gewinnen können, für ihn die „Fäden zu stricken“. Als Gegenleistung soll er der neue Geschäftsführer werden, wenn Thorwald die Firma seine Frau übernimmt. Theresa stellt Wellenbring zur Rede und macht auch ihrem Exmann klar, dass sie nie an ihn verkaufen würde.

Joe und Theresa erkennen, mit Angelas Hilfe, dass sie beide zusammen gehören und ihre Liebe durch nichts aufhalten lassen dürfen. Sie versöhnen sich und feiern gemeinsam mit ihren Kindern Weihnachten. Angela hingegen verabschiedet sich und erklärt nun weiter zu müssen, weil es hier nichts mehr für sie zu tun gäbe. Sie entschwindet in den Gassen der Stadt, zusammen mit dem Weihnachtsmann.

HintergrundBearbeiten

Schneemann sucht Schneefrau wurde vom November bis Dezember 2001 in Wien gedreht, von ORF, ZDF und KirchMedia koproduziert und von der Dor Film hergestellt. Drehorte waren unter anderem der Weihnachtsmarkt am Spittelberg, das Hotel Sacher, der Franziskanerplatz, die Kärntnerstraße und die Ballgasse.[1] Für das Kostümbild zeichnete Uli Fessler verantwortlich und für das Szenenbild Susanne Quendler.[2]

Das Märchen von der Schneemann und der Schneefrau besagt, dass in der Nacht vor Weihnachten die Schneemänner für wenige Stunden auf Wanderschaft gehen dürfen. Dazu kommt ein Engel vom Himmel herab, der sie mit ihren Flügeln berührt. Da der Schneemann und die Schneefrau voneinander gehört hatten, machten sie sich gleichzeitig auf die Suche, doch der Platz ihres Standortes war leer. So gingen beide traurig zurück. Doch plötzlich sahen sie sich und stürmten aufeinander los, aber die Uhr schlug 6 und beide erstarrten wieder zur Schneefigur. Sie weinten, weil sie sich verpasst hatten und schmolzen beide zu einem kleinen Rinnsal, die sich im Tal vereinten und nun so doch zusammen finden konnten.

KritikenBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm nannten den Film eine „Drollig-verwickelte Liebesmär aus dem vorweihnachtlichen Wien.“[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten