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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schneckenlohe
Schneckenlohe
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schneckenlohe hervorgehoben
Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kronach
Verwaltungs­gemeinschaft: Mitwitz
Höhe: 326 m ü. NHN
Fläche: 9,31 km2
Einwohner: 1028 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 110 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96277
Vorwahl: 09266
Kfz-Kennzeichen: KC, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 76 171
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Henneschberg 20
96277 Schneckenlohe
Website: www.schneckenlohe.de
Bürgermeister: Knut Morgenroth (SPD)
Lage der Gemeinde Schneckenlohe im Landkreis Kronach
Langenbacher ForstBirnbaum (gemeindefreies Gebiet)Landkreis CoburgLandkreis HofLandkreis KulmbachLandkreis LichtenfelsThüringenLudwigsstadtWeißenbrunnMarktrodachTettau (Oberfranken)SchneckenloheMitwitzKüpsNordhalbenWilhelmsthalTschirnTeuschnitzSteinbach am WaldReichenbach (Oberfranken)WallenfelsStockheim (Oberfranken)SteinwiesenPressigKronachKarte
Über dieses Bild

Schneckenlohe ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mitwitz.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Das Gemeindegebiet befindet sich südwestlich der Fränkischen Linie und ist dem Obermainischen Hügelland zuzurechnen. In Nord-Süd-Richtung wird es von der Steinach durchzogen.

OrtsteileBearbeiten

NachbargemeindenBearbeiten

von Norden im Uhrzeigersinn:

GeschichteBearbeiten

 
Ehemalige evangelische Schule und Gemeindeverwaltungssitz
 
Katholische Filialkirche St. Otto

Schneckenlohe wurde 1323 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im frühen Mittelalter besaßen die Dorfherrschaft wechselnd die Herren von Redwitz und das Hochstift Bamberg. 1520 führten die von Redwitz die Reformation ein. Das Dorf lag zeitweise wüst. Im Jahr 1700 begann eine Neubesiedlung. 1840 hatte Schneckenlohe 51 Häuser mit 256 Einwohnern, die vorwiegend als Heimarbeiter in der Korbflechterei tätig waren.[2]

1862 wurde die Landgemeinde Schneckenlohe, aus dem Dorf Schneckenlohe bestehend, in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Kronach eingegliedert. 1871 zählte das Dorf 455 Einwohner, von denen 178 katholisch und 277 evangelisch waren, sowie 70 Wohngebäude. Schneckenlohe gehörte zur 3,5 Kilometer entfernten katholischen Pfarrei in Graitz, wo sich auch die katholische Bekenntnisschule befand, und zur 5,3 Kilometer entfernten evangelischen Pfarrei in Schmölz.[3] Für die evangelischen Schüler, die zuvor zur Beikheimer Schule laufen mussten, wurde 1894 durch die politische Gemeinde und für die katholischen Schüler ein Jahr später durch die Pfarrei Marktgraitz ein Schulhaus errichtet. Im Jahr 1900 lebten 473 Personen in 81 Wohngebäuden.[4] 1925 lebten in dem Ort in 93 Wohngebäuden 500 Personen, 167 Katholiken und 333 Lutheraner.[5] 1950 hatte das 61,04 Hektar große Dorf 676 Einwohner und 102 Wohngebäude.[6] Im Jahr 1970 zählte das Dorf Schneckenlohe 713 Einwohner[7] und 1987 686 Einwohner sowie 181 Wohngebäude mit 238 Wohnungen. Die Gemeinde Schneckenlohe hatte 1168 Einwohner.[8]

Im September 1959 wurde im Dorf Schneckenlohe die katholische Filialkirche St. Otto durch den Bamberger Prälat Heinrich Rauh geweiht. Die evangelisch-lutherische Kirche, das Martin-Luther-Gemeindezentrum, wurde 1971 eingeweiht. Der nachträglich errichtete Glockenturm mit vier Glocken folgte 1977.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1977 wurde das Dorf Neubrand, ein Gebietsteil des Marktes Marktgraitz, nach Schneckenlohe eingemeindet. Die Umgliederung von Mödlitz, seit dem 1. Januar 1972 Ortsteil der Nachbargemeinde Weidhausen bei Coburg, und die Eingliederung der Gemeinde Beikheim nach Schneckenlohe folgten am 1. Mai 1978.[9]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2008 Knut Morgenroth (SPD).

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Gemeinderat:

2002 2008 2014
CSU 5 5 5
SPD 4 4 5
Dorfgemeinschaft 3 3 2
Gesamt 12 Sitze 12 Sitze 12 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Durch eine gesenkte eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Henkelkorb, gespalten; vorne siebenmal geteilt von Blau und Silber, belegt mit einem schräglinken, gebogenen roten Rautenkranz, hinten siebenmal geteilt von Gold und Schwarz, belegt mit einem schrägen, gebogenen roten Rautenkranz.“[10]


PartnerschaftenBearbeiten

Schneckenlohe unterhält eine Partnerschaft mit dem italienischen Borghetto di Vara in Ligurien.

BaudenkmälerBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Schneckenlohe.de: Geschichte
  3. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1062, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1058 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1092 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 942 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 159 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 311 (Digitalisat).
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 690 und 691.
  10. Eintrag zum Wappen von Schneckenlohe in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schneckenlohe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien