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Schloss Welzheim

Schloss in Deutschland

GeschichteBearbeiten

Staufer und RechbergerBearbeiten

1269 wurde die Burg erstmals erwähnt.[1] Kurz nach dem Untergang der Staufer ging die Burg mit dem Ort im Jahr 1326 an die Rechberger. Im Jahr 1335 verkaufte Albrecht der Schilcher von Rechberg Welzheim an seine Schwester Mechthild für 1000 Pfund Heller. Diese war die Witwe vom Schenken Friedrich II. von Limpurg und Vormund für ihren Sohn Albrecht von Limpurg. Als 1556 die Stadt mit der Burg abbrannte, baute man auf diesem Grund das Schloss. Dieses Schloss diente als Witwensitz der Limpurger. Als die Limpurger 1713 ausstarben, folgten die Württemberger als Besitzer des Hauses.

Haus Württemberg (1713–1718)Bearbeiten

Schon 1708 bekam der Schorndorfer Vogt den herzoglichen Befehl nach Schenk Vollrats Ableben von Welzheim zu ergreifen. Was er einen Tag später auch machte. Nach und nach verloren die Limpurger in Welzheim an Bedeutung, während die Württemberger diese gewannen. Zum Beispiel gingen die Schlüssel von Rathaus, Kirche und Schloss zum Schorndorfer und Lorcher Vogt über. 1713 bekamen die Württemberger Welzheim, da der letzte Limpurger Schenk Vollrat starb. Doch lange blieb Welzheim und das Schloss nicht württembergisch. Schon 1718 schenkte Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg seiner Mätresse Christine Wilhelmine von Graevenitz, Gräfin von Würben, dieses Grundstück.

Christine Wilhelmine von Graevenitz, Gräfin von Würben (1718–1735)Bearbeiten

Das war ein Kunkellehen, also ein in weibliche Linie vererbbares Lehen. Sie kümmerte sich sehr gut um die Verwaltung von Welzheim. Vierteljährlich musste sie vor den Amtleuten genau Bericht erstatten. An der Zehntscheuer, Schloss, Amts- und Pfarrhaus und an den Toren hängte sie die würbensche Flagge auf. 1726 brannte das Schloss ab. Daraufhin baute man dort ein stattliches Wohnhaus. Als 1731 der Bruch von Christine Wilhelmine von Graevenitz und Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg kam, da der Thronfolger von Herzog Eberhard Ludwig Friedrich Ludwig starb, ging es nur noch bergab mit ihr. 1733 starb Eberhard Ludwig. Er konnte sich bis dahin nicht mit seiner Herzogin versöhnen und ein weiteres Kind zeugen. Also kam sein Cousin Karl Alexander auf den Thron und hängte 1735 alle würbenschen Wappen ab.

LiteraturBearbeiten

  • Sönke Lorenz, Andreas Schmauder (Hrsg.): Welzheim – vom Römerlager zur modernen Stadt. Markstein Verlag, ISBN 3-935129-05-X, S. 71–72, 75, 114–115

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eintrag zu Schloss Welzheim in der privaten Datenbank „Alle Burgen“. Abgerufen am 5. Januar 2019.

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