Schloss Montsoreau

Schloss im Loire-Tal Frankreich und Standort des Schloss Montsoreau-Museum für zeitgenössische Kunst

Das Schloss Montsoreau ist ein Schloss im Renaissancestil im Loiretal,[1] welches direkt am Ufer der Loire im Département Maine-et-Loire in der Region Pays de la Loire in Frankreich steht.[2] Es befindet sich in der kleinen Marktstadt Montsoreau im Département Maine-et-Loire in der Nähe von Saumur, Chinon, Fontevraud-l'Abbaye und Candes-Saint-Martin. Das Schloss Montsoreau ist das einzige der Loire-Schlösser, das im Flussbett der Loire errichtet wurde.[3][4]

Schloss Montsoreau
Das Schloss Montsoreau von der Loire

Das Schloss Montsoreau von der Loire

Alternativname(n): Château de Montsoreau
Entstehungszeit: 990–1001;
Neubau 1443–1453;
Ort: Arrondissement Saumur
Geographische Lage 47° 12′ 56,2″ N, 0° 3′ 43,9″ OKoordinaten: 47° 12′ 56,2″ N, 0° 3′ 43,9″ O
Schloss Montsoreau (Maine-et-Loire)
Schloss Montsoreau
Tal der Loire zwischen Sully-sur-Loire und Chalonnes
UNESCO-Welterbe UNESCO-Welterbe-Emblem
Staatsgebiet: FrankreichFrankreich Frankreich
Typ: Kultur
Kriterien: i, ii, iv
Fläche: 86021 ha
Referenz-Nr.: 933bis
UNESCO-Region: Europa und Nordamerika
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 2000  (Sitzung 24)
Erweiterung: 2017

Das Management liegt in den Händen eines privaten Unternehmens. 2015 unterzeichneten der französische Kunstsammler Philippe Méaille und der Präsident der französischen Abteilung von Maine-et-Loire einen Pachtvertrag für 25 Jahre zur Immobilie des Schlosses Montsoreau.[5][6] Philippe Méaille installierte seine außergewöhnliche Sammlung radikaler Konzeptualisten Art & Language und eröffnete 2016 das Schloss Montsoreau – Museum für zeitgenössische Kunst.[7][8][9][10][11]

Erbaut wurde das Gebäude um die Mitte des 15. Jahrhunderts von Jean II. de Chambes, einem Vertrauten und Diplomaten Karls VII., anstelle eines älteren Bauwerkes. Das strategisch wichtige Schloss sicherte einst die Straße von Chinon nach Saumur.

Nach der Französischen Revolution wurde das Schloss unter mehreren Besitzern aufgeteilt. Die Räume wurden zum Schluss nur noch als Wohnungen und Lagerräume genutzt, und schließlich verfiel das Gebäude. Dass die Ruine weiterhin populär blieb, ist nicht zuletzt dem Roman La Dame de Monsoreau zu verdanken.[12] Nachdem das Département das Schloss erworben hatte, wurde es restauriert. 2001 wurde das Schloss nach umfassenden Restaurierungsarbeiten unter dem Motto Les imaginaires de Loire wiedereröffnet.

Die ursprünglich an die Schlossmauern brandende Loire floss durch künstlich angelegte Gräben rund um den Schlosshof. Das passt zu dem burgähnlichen Eindruck, den das im ausgehenden Mittelalter entstandene Bauwerk von außen vermittelt. Auf der Hofseite jedoch prunkt speziell der östliche Treppenturm in reinstem Renaissancedekor. Auch die aufwändig gestaltete Dachzone des Hauptflügels überspielt den wehrhaften Charakter. Die Säle im Inneren haben noch ihre ursprünglichen Balkendecken und Kamine.

Vom Wehrgang des Schlosses hat man einen Blick auf die Loire und über die Dächer des Marktfleckens Montsoreau. Außerdem ist der ausgetrocknete, aus dem Felsen herausgehauene Wassergraben zwischen Schloss und Dorf zu erkennen.

Das Schloss Montsoreau wird seit 1862 vom französischen Kulturministerium als historisches Gebäude geführt.[13] Seit 2000 ist das Schloss Montsoreau Teil des Loiretal UNESCO-Welterbe.[14]

EtymologieBearbeiten

 
Schloss Montsoreau

Der Name Mount Soreau (Castrum Monte Sorello, Mons Sorello, Mountsorrell, Monte-Sorel, Monsorel, Munsorel, Muntesorel oder Montsorel) erscheint in seiner lateinischen Form erstmals 1086 in einem Kartul. Mons oder Monte (Berg) bezieht sich auf das felsige Vorgebirge, das sich im Flussbett der Loire befindet und auf dem die Festung Montsoreau errichtet wurde. Der Name Sorello wurde nicht interpretiert. Es ist in mehreren lateinisierten Formen zu finden: Sorello, Sorel, Sorelli.

NamensvariationenBearbeiten

  • Montsoreau
  • Monsoreau

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Grafschaften Anjou und BloisBearbeiten

Erstmals schriftlich dokumentiert wurde die Besiedlung der Stätte im 6. Jahrhundert, bevor dort wurde im Jahre 990 von Odo, dem ersten Grafen von Blois, die erste Festung erbaut wurde. Im Jahre 1001 wurde sie vom Grafen von Anjou, Fulko Nerra (Fulk dem Schwarzen), einem der größten Bauherren des Mittelalters, übernommen. Er Dieser übergab es dem Ritter Gautier I. von Montsoreau, welcher zu einer der bedeutendsten Familien von Anjou gehörte.[15] So mit gehört das Castrum Monsorelli zu einer der vierzig befestigten Burgen in Anjou und zu einer der wenigen, die um die Jahreswende 1000 den Herrschaftstitel erhielten. Im Umkreis der Burg entwickelte sich rasch eine Stadt, welche Monte Sorelli in der 1854 von Salmon editierten Fassung narratio de commendatione Turonice provincie als eine der oppidis munitissimi et pupolosis nennt.(Ab dem 12. Jahrhundert ist anhand von schriftlichen Quellen ein Zollhaus belegbar.)

Heinrich II, König von EnglandBearbeiten

In den Jahren 1152 und 1156 belagerte Heinrich II. König von England zweimal die Burg von Montsoreau. Im Jahre 1152 organisierte Gottfried VI, Bruder von Heinrich II, Herzog der Normandie, Erbe der Grafschaft Anjou, einen Aufstand gegen ebendiesen Bruder.[16] Dieser endete während der Belagerung und Eroberung der Festung von Montsoreau mit der Kapitulation Gottfrieds.[17] Heinrich II. blieb folglich Graf von Anjou, die Festungen von Chinon, Mirebeau, Loudun und Montsoreau gingen jedoch in Gottfrieds Besitz über.[18] 1156 organisierte Gottfried erneut einen Aufstand gegen seinen Bruder, welcher inzwischen zum König von England ernannt worden war.[17][19] Auch dieser Aufstand führte zur Eroberung von Montsoreau. Gottfried und Guillaume von Montsoreau wurden gefangen genommen. Heinrich II. behielt im weiteren Verlaufdie Festung für seinen persönlichen Gebrauch, vermutlich bis zu seinem Tod[20].

Gegen 1168, ordnete Heinrich II den Bau des ersten Deichs der Loire zwischen Langeais und Saint-Martin-de-la-Place mit einer Länge von 45 km an, mit dem Ziel das Tal zu beschützen.[21] Dieser Erlass des Königs von England wurde von Guillaume de Montsoreau und seinem Sohn Guillaume unterzeichnet.

Die SavarysBearbeiten

Da sein ältester Sohn Gaultier keine männlichen Nachkommen hatte, ging die Lordschaft 1213 an die Familie Savary von Montbazon über.[22] Die Savarys von Montbazon erhielten das Land Montbazon in Form einer Gabe von Philippe-Auguste, einer Spende des Königs, die sie verpflichtete, diesem das Land wieder zu übertragen wann immer er es verlangte, und ihnen verbat, es ohne seine Zustimmung zu befestigen. Nach seinem Sieg in Bouvines wählte Philippe-Auguste es 1214 zusammen mit Guy Turpin, dem Erzdiakon von Tours, um den Frieden mit dem König von England, Johann Ohneland, zu verhandeln.[23]

Die Vicomtes von Chateaudun und die ChabotsBearbeiten

Das zweite Haus Montsoreaus, die Chabot Familie, starb 1362 mit der Vermählung der einzigen Tochter von Renaud VII mit Guillaume II von Craon aus. Die Familie Craon behält die Lordschaft bis 1398.[24] Das vierte Haus, das der Chabots, hält nur einige Jahrzehnte an.

1450 kam das Ende des hundertjährigen Krieges.[25] Jean II de Chambes, der erste Ratgeber von Karl VII. König von Frankreich, kaufte die Burg seinem Schwager, Louis II Chabot, welcher verschuldet war, ab.[26] Jean II de Chambes, ein Nachkomme der alten Adelsfamilie Angoumois hatte bereits zwischen 1443 und 1453 den Bau des Hauptgebäudes Montsoreaus begonnen. 1426 trat er, 29 Jahre vor dem berühmten Treffen zwischen dem König und Jeanne d'Arc im Schloss von Chinon, in den Dienst Karls VII. 1444 wurde er zum premier maître d'ostel ernannt.[26] Er stand zu der Zeit in Verbindung mit Jacques Cœur. Nach dem letzterer 1453 in Ungnade gefallen war erhielt Jean II eine beachtliche Menge Geld. Karl VII beauftragte ihn mit mehreren wichtigen diplomatischen Missionen, insbesondere wurde er 1459 als Botschafter nach Venedig gesandt um einen neuen Kreuzzug vorzubereiten.[15][27] Seine Lordschaften von Montsoreau und Argenton, aber auch sein Gouverneursamt von La Rochelle und Lord Provost und Kapitän von Niort, Talmont-sur-Gironde und Aigues-Mortes sicherten ihm zahlreiche Einnahmequellen.[26]

NeuzeitBearbeiten

In den Jahren 1450 bis 1460 spielte Jean II de Chambres eine zunehmend große Rolle als Botschafter[27] und hielt sich dementsprechend oft außerhalb Anjous auf. Währenddessen zerstörte er die Festung und baute das Schloss Montsoreau im neuen Baustil der Renaissance. Dank seiner Nähe zu Karl VII stieg in diesen zehn Jahren sein politischer und finanzieller Einfluss immens. Als Ludwig XI, Nachfolger Karl VIIs, an die Macht kommt zieht Jean II sich nach und nach aus der Politik zurück.

Nach Jean II de Chambres Tod im Jahre 1473, trat sein Sohn Jean III die Nachfolge an. Marie de Châteaubriant, seine Ehefrau, gründete 1519 die Stiftskirche Sainte-Croix auf der anderen Seite des Schlossgrabens. 1505 verbrachten Anne de Bretagne und ihre Tochter Claude de France, die daraufhin im Verlauf der Italienischen Kriege an Charles de Luxembourg verlobt wird, einige Monate im Schloss Montsoreau.

BartholomäusnachtBearbeiten

1530 heiratete der in Montsoreau lebende Philippe de Chambes Anne de Laval-Montmorency. Sein ältester Sohn, Jean IV de Chambes, erbte Montsoreau, ab 1560 eine Baronie, vom Gut Coutancière. Montsoreau wurde 1568 von den Protestanten geplündert. Am 22. August 1572 übte Gaspard de Coligny einen Mordversuch aus, der als Auslöser für das zwei Tage später in Paris stattfindende Massaker der Protestanten in Paris galt. Dieses Massaker dauerte über mehrere Tage in der Hauptstadt und breitete sich dann auf mehr als zwanzig Provinzstädte aus. Jean IV de Chambes übernahm trotz des von König Karl IX. ab dem 28. angeordneten Verbots[28] eifrig die Organisation und Ausführung der „Saint-Barthélemy angevine“ in Saumur, am 28. und 29. August dann in Angers.[29]

Die Baronie Montsoreau wurde von 1573 bis 1575 durch Patentschreiben zur Grafschaft.[30] Nach dem Tod von Jean IV de Chambes im Jahr 1575 wurde sein Bruder Charles de Chambes Graf von Montsoreau und heiratete im folgenden Jahr Françoise de Maridor.

Schmuggel und FälschungBearbeiten

Während des letzten Jahrzehnts des 16. Jahrhunderts, residierte auf des Schlosses eine Garnison von zunächst fünfzig, dann zwanzig Kriegsherren.[31] Diese existierte jedoch unter der Herrschaft von Ludwig XIII nicht mehr. René de Chambes forderte zwar eine Garnison königlicher Truppen, stieß jedoch auf die Ablehnung von Richelieu. De Chambes soll wegen einer seiner Geliebten als Fälscher und Fälscher verurteilt worden sein.[32]

Er wurde zum Tode verurteilt und musste nach England fliehen, von wo er niemals zurückkehrte.[33] Nach dem Tod seines Nachfolgers Bernard de Chambes wurde das Schloss Montsoreau nurnoch selten von seinen verschiedenen Eigentümern bewohnt.

Bouchet de SourcesBearbeiten

Catherine de Chambes, die älteste Tochter von Bernard de Chambes, heiratete Louis-François Ier du Bouchet, der 1716 starb und 400.000 Pfund Schulden hinterließ. Sein ältester Sohn Louis I du Bouchet heiratete Jeanne de Pocholle du Hamel, die ihm 200.000 Pfund Mitgift brachte. 1793 wurde das Schloss Montsoreau zum Nationalgut erklärt.

19. und 20. JahrhundertBearbeiten

Die Witwe von Louis-François II. du Bouchet de Sourches, Marquis von Tourzel, verkaufte das Schloss und die Überreste des Montsoreau-Anwesens ab 1804. Nach dem Verkauf des Grundstücks wurde das Gebäude von 19 Eigentümern bewohnt, die es neu gestalten. Der äußere Zustand des Hauptgebäudes ist teilweise dank verschiedener Darstellungen und Beschreibungen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt, die vom Zustand des Verfalls des Gebäudes zeugen.[34] Im Jahre 1910 befand sich das Schloss in einem sehr schlechten Zustand, was bei Mitgliedern der Französischen Archäologischen Gesellschaft für Empörung sorgt[35]. Dank des Einsatzes des Senators von Geoffre, welcher den Generalrat sensibilisiert, entwickelt sich die Situation positiv. Das Departement Maine-et-Loire erwarb ab 1913 schrittweise die verschiedenen Grundstücke und die 1923 begonnenen Restaurierungsarbeiten wurden bis zum Zweiten Weltkrieg ohne Unterbrechung fortgesetzt.[36]

Restaurationen des 20. JahrhundertsBearbeiten

Im Jahre 1919 starteten der Staat und der Generalrat von Maine-et-Loire unter dem Einfluss von Jean de Geoffre de Chabrignac eine große Kampagne, um das damals in Trümmern liegende Schloss Montsoreau wieder aufzubauen. Der erste Schritt bestand darin, das Gebäude mithilfe provisorischer Abdeckungen aus dem Wasser zu holen. Jean Hardion, Chefarchitekt historischer Denkmäler, beschloss, Stahlbeton in das ursprüngliche Holz einzubauen, da die geformten Balken des 15. Jahrhunderts beschädigt waren. Die neuen Betonteile sind in Illusionsmalerei lackiert, um die Illusion des Holzes eines Handwerkers namens Leboucher zu erzeugen. Der ursprüngliche Kastanienholzrahmen wurde gestärkt und fertiggestellt.[37] Der Bau wurde während des Zweiten Weltkriegs unterbrochen und zu Ende hin wieder aufgenommen.

 
Art and Language, Art-Language The Journal of Conceptual Art, collection Château de Montsoreau-Musée d’art contemporain.

Museum für marokkanische „Goums“ und indigene Kulturen MarokkosBearbeiten

Von 1956 bis 1999 beherbergt Schloss Montsoreau das « Musée des goums marocains et des affaires indigènes du Maroc ».[38] Im Jahre 1956 erlangt Marokkos Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien und die „goums mixtes marocains“, kleinere Infanterieeinheiten der afrikanischen Armee bestehend aus marokkanischen Ureinwohnern unter französischer Aufsicht, bilden den Kern der königlichen marokkanischen Armee. Oberstleutnant Aunis erhält die Erlaubnis des Generalrats Maine-et-Loire, die Hallen der ersten Etage des Schlosses für ein Museum zu benutzen und dort Erinnerungen und Trophäen zu sammeln.[39]

Diese Erlaubnis wird durch die Unterzeichnung einer 99 Jahre gültigen Erbpacht zwischen der Koumia (Association des Anciens des Goums Mixtes Marocains et des Affaires Indigènes) und dem Generalrat Maine-et-Loire besiegelt. Die Einweihung fand im August 1956 unter Anwesenheit des Marschalls Juin und des Oberst Mac Carthy statt.

Da die Erbpacht frühzeitig endete, schloss das Museum endgültig am ersten März 1997.[40]

Museum für zeitgenössische Kunst (seit 2016)Bearbeiten

Im Januar 2016 vermietet das Département Maine-et-Loire das Schloss, mittels einer Erbpacht, für 25 Jahre an Phillippe Méaille, welcher dort seine Sammlung zeitgenössischer Kunst mit Schwerpunkt Kunst und Sprache einrichtet[41]. Es handelt sich dabei weltweit um die wichtigste Sammlung[42] von Werken britischer, amerikanischer und australischer Künstler, bekannt als die Erfinder der Konzeptkunst.[43] Das Museum trägt den Namen „Schloss Montsoreau – Museum für zeitgenössische Kunst“ und öffnet im April 2016.[44][45][46]

Die Sammlung wird regelmäßig an sowohl nationale als auch internationale Museen verliehen[47]. Beispielhaft zu nennen sind das Centre Georges-Pompidou in Paris, MACBA in Barcelona, das Guggenheim Museum in Bilbao und das Centre de création contemporaine Olivier Debré (CCCOD) in Tours. Auch in thematischen Ausstellungen ist die Sammlung vertreten, wie im Mai 1968 mit Soulèvements in der Galerie Nationale du Jeu de Paume in Paris[48] und Luther und die Avant Garde in Wittenberg.

Im Eröffnungsjahr 2016 empfängt das Museum 35.000 Besucher. Des Weiteren stellt das Museum in diesem Jahr die temporäre Ausstellung Agnes Thumauers aus[49][50] und ehrt zwei Mal den minimalistischen Künstler François Morellet. Angefangen mit der Erschaffung des Prix François-Morellet, welcher alljährlich in Saumur am Tag des Buches und des Weines (journées nationales du livre et du vin) einen Autoren für sein Engagement im Bereich der zeitgenössischen Kunst ehrt[51]. Der erste Preis wurde an Catherine Millet verliehen.[52]

Die zweite Ehre erwies das Museum Morellet mit der Enthüllung eines seiner Werke auf der Museumsfassade, zum Anlass dessen Todes am 10. Mai 2016.[53]

GalerieBearbeiten

Geographie: Standort und natürliche UmgebungBearbeiten

Das Schloss Montsoreau liegt strategisch günstig am Zusammenfluss zweier Flüsse, der Loire und der Vienne, sowie am Schnittpunkt der drei historischen politischen Regionen Anjou, Poitou und Touraine. Es liegt in einer national geschützten Region, dem regionalen Naturpark Loire-Anjou-Touraine.

Das Schloss wurde direkt in das Bett der Loire, am Fuße des Hügels, in Tuffstein gebaut – der örtliche Felsen, der an vielen Stellen noch sichtbar ist. Viele örtliche Grundstücke sind aus diesem Stein gebaut und in der Tat gibt es viele örtliche Häuser, die in den Hügeln und in den örtlichen Höhlen gebaut sind. Die topographische Lage gilt als militärisch uneinnehmbar, da sie sich zwischen zwei kleinen Tälern auf einem etwa 30 Hektar großen Plateau mit steilen Hängen nach Osten und Westen befindet.

SchlossgebäudeBearbeiten

Jean II. de Chambes errichtete 1455 das Schloss Montsoreau. Das Gebäude markiert den Übergang von der Militärarchitektur zur Architektur zum Vergnügen, wie die großen Fenster, die zahlreichen Schornsteine und die Aufmerksamkeit auf sanitäre Probleme zeigen. Die zentrale Wohnung der Schloss wurde direkt am Ufer der Loire errichtet. Ungewöhnlich wurden zwei rechtwinklige Flügel, die aussehen wie zwei viereckige Türme, die das Hauptgebäude rahmen, einige Jahre später zu einer Zeit errichtet, als Rundtürme normalerweise gebaut wurden. Diese seltsame Wahl zeigt die Eckpavillons der klassischen Architektur. Eine Wendeltreppe existierte wahrscheinlich vor der heutigen Renaissance-Treppe.

Die Keller im Erdgeschoss und im Innenhof ermöglichen die Steuerung der Schifffahrt auf der Loire. Eines dieser Zimmer hat einen direkten Zugang zum Fluss. Die Haupttreppe auf der linken Seite führt zur Erdgeschosswohnung und zum Salon im ersten Stock. Dieser von fünf Fenstern beleuchtete, siebzehn Meter lange, sehr helle Raum wird von zwei monumentalen Schornsteinen beheizt.

Kleine Räume umgeben die Wohnung und zeigen den Übergang zwischen öffentlichen und privaten Bereichen. 1473 folgte Jean III. de Chambes seinem Vater nach. Er baute einen Renaissance-Treppenturm mit einem polygonalen Schacht, der von einer Terrasse gekrönt wurde. Die Stufen führen zu einem achtkantigen Gewölbe in Palmenform, das denjenigen in Angers 'Barrault-Wohnung und dem Rathaus von Saumur sehr ähnlich ist. Die Treppe ist mit Pilastern geschmückt, die an die Fenster grenzen. Medaillons, Putten und Kandelaber, die von Löwentatzen getragen werden.

Eine zentrale Tafel zeigt einen Helm mit dem Motto der Familie Chambes Crie. Das Register oben stellt zwei Affen dar, die das Ende einer Kette halten. Diese Kette ist um einen Schlaufenriemen befestigt, unter dem Je le feray steht.[15] Am anderen Ende der Kette hängt ein eiförmiger Gegenstand, der mit einer Blattdekoration verziert ist, durch einen Reifen. Ein kleiner Affe hockt sich auf der linken Seite des Reifens. Die obere Platte ist mit Bäumen und Ästen verziert, die einen Wuchs darstellen, vor dem ein Reh, das Hauptsymbol der Jagd, steht.

Château de Montsoreau in der KunstBearbeiten

LiteraturBearbeiten

François RabelaisBearbeiten

François Rabelais, der das Schloss Montsoreau so sah, wie es heute ist, zitiert Montsoreau in seinem Meisterwerk mehrmals und erzählt das Leben von Gargantua und Pantagruel.

Gustave Flaubert und Maxime DucampBearbeiten

In ihrem Roman Par les champs et par les grèves erzählen Gustave Flaubert und Maxime Du Camp am 8. Mai 1847 von ihrer Reise nach Montsoreau: „Anjou spürt Italien. Ist diese Erinnerung von Einfluss oder die Wirkung der süßen Loire am stärksten Sinnlich für Flüsse? [...] In Montsoreau biegen wir nach links ab und nehmen den Anstieg, der sich zwischen der Loire und den Hügeln nach Saumur erstreckt. [...] Also gehen wir glücklich und ohne Sorgen spazieren, gesprächig und stumm, singend und Rauchen; es war für uns einer dieser Tage, an denen die Menschen das Leben lieben, an jenen Tagen, an denen der Nebel ein wenig verschwindet und ein heller Winkel am Horizont sichtbar wird.“

Alexandre DumasBearbeiten

Alexandre DumasDame de Monsoreau, Teil einer Trilogie, ist einer seiner berühmtesten Romane, erschien 1846 (serialisiert) und wurde in mehr als sechs Sprachen übersetzt und weltweit vertrieben. Dieser Roman bildet das Schloss Montsoreau ab. Es ist Teil der Trilogie über europäische Religionskriege, zwischen La Reine Margot und Les Quarante-cinq.

La Dame de Monsoreau ist ein historischer Roman, der zwei Intrigen verbindet:

  • Eine Liebesgeschichte zwischen Louis de Clermont, Lord von Bussy d'Amboise und Diane de Méridor, der Frau des Grafen von Montsoreau.
  • Eine politische Intrige, die Politik und religiöse Probleme unter dem König Henri III (Heinrich III. Von Frankreich) verursacht, einschließlich der Rivalität mit seinem Bruder François de France, dem Herzog von Alençon und dann dem Herzog von Anjou, einer faszinierenden Persönlichkeit ohne Ehre.

Malerei und ZeichnungBearbeiten

Joseph Mallord William TurnerBearbeiten

J. M. W. Turner verewigte während seiner Reise durch das Loiretal den Zusammenfluss von Vienne und Loire mit dem Schloss und dem Dorf (Rietz near Saumur, Aquarell auf Papier, 12 × 18 cm; Ashmolean Museum, Oxford;[54] 1832 von R. Brandard gestochen[55]).

Auguste RodinBearbeiten

Um 1897 zeichnete Auguste Rodin fasziniert von der Architektur des Schlosses einen idealisierten Blick auf die Nordfassade des Gebäudes. Zu dieser Zeit lag das Schloss in Trümmern.[56][57]

KinoBearbeiten

  • 1909: La Dame de Monsoreau ( La signora di Monsoreau ), Film von Mario Caserini.
  • 1923: La Dame de Monsoreau, französischer Stummfilm von René Le Somptier
  • 1971: La Dame de Monsoreau, Fernsehsendung von Yannick Andréi, mit Nicolas Silberg (Bussy d’Amboise), Karin Pettersen (Karin Petersen) (Diane de Méridor), François Maistre (Graf Brian de Montsoreau), Michel Cetron (Chicot), Gérard Berner (Herzog von Anjou) und Denis Manuel (König Henri III).
  • 2009: La Dame de Monsoreau, Fernsehsendung aus dem Jahr 2006 von Michel Hassan, mit Esther Nubiola (Diane von Méridor), Thomas Jouannet (Bussy d’Amboise), Anne Caillon (Dutchesse von Guise). Ausstrahlung im Fernsehen in France 2 am 26. August 2009.

OperBearbeiten

1888 verfasste Auguste Macquet das Libretto der Oper La dame de Monsoreau; große Oper in fünf Akten und sieben Bildern, nach dem Drama von Alexandre Dumas und A. Maquet. Gaston Salvayre komponierte die Musik.

WeblinksBearbeiten

Commons: Schloss Montsoreau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. artpress | chateau-de-montsoreau-copie. Abgerufen am 30. Januar 2019 (fr-FR).
  2. Politique culturelle et patrimoine - missions du Département - Maine-et-Loire (49). Abgerufen am 30. Januar 2019.
  3. Page d'été : découvrez Montsoreau, un château les pieds dans l'eau ! Abgerufen am 30. Januar 2019 (französisch).
  4. Vanessa Logerais: Château de Montsoreau, l'art contemporain à portée de fleuve. In: Parangone. 28. Mai 2017, abgerufen am 30. Januar 2019 (fr-FR).
  5. Everybody Talks About Collecting with Their Eyes, Not Their Ears; Few Do It Like Philippe Meaille. 22. September 2014, abgerufen am 30. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  6. Largest Art & Language Collection Finds Home. 23. Juni 2015, abgerufen am 30. Januar 2019 (amerikanisches Englisch).
  7. Ettore Sottsass ou la liberté guidant l’artiste. 17. Mai 2017 (Online [abgerufen am 30. Januar 2019]).
  8. Chateau de Montsoreau - FIAC. 23. September 2017, abgerufen am 30. Januar 2019 (französisch).
  9. Karen Chernick: The Collector Who Turned a 15th-Century French Castle into a Contemporary Art Destination. 20. September 2019, abgerufen am 23. Oktober 2019 (englisch).
  10. Philippe Méaille: “It is time we take responsibility and repair the climate and the planet. This is what I call prospective ecology” - Thrive Global. Abgerufen am 23. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  11. A Historic Conceptual Art Group Has Taken Over a French Château. 14. Oktober 2019, abgerufen am 23. Oktober 2019 (amerikanisches Englisch).
  12. Alexandre Dumas >. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  13. Château de Montsoreau. In: culture.gouv.fr. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  14. UNESCO Centre du patrimoine mondial: Val de Loire entre Sully-sur-Loire et Chalonnes. Abgerufen am 30. Januar 2019 (französisch).
  15. a b c Les sires de Montsoreau (1000 - 1600) | Hélène et Thierry vous invitent à partager leurs travaux... Abgerufen am 30. Januar 2019.
  16. Nicholas Hooper, Nick Hooper, Matthew Bennett: The Cambridge Illustrated Atlas of Warfare: The Middle Ages, 768-1487. Cambridge University Press, 1996, ISBN 978-0-521-44049-3 (google.fr [abgerufen am 30. März 2020]).
  17. a b Wilfred Lewis Warren: Henry II. University of California Press, 1973, ISBN 978-0-520-02282-9 (google.fr [abgerufen am 30. März 2020]).
  18. Jean-Marc Bienvenu: Henri II Plantegenêt et Fontevraud. In: Cahiers de Civilisation Médiévale. Band 37, Nr. 145, 1994, S. 25–32, doi:10.3406/ccmed.1994.2575.
  19. Matthew Strickland: Henry the Young King, 1153-1183. Yale University Press, 2016, ISBN 978-0-300-21551-9 (Online [PDF; abgerufen am 20. April 2020]).
  20. John D. Hosler: Henry II: A Medieval Soldier at War, 1147-1189. BRILL, 2007, ISBN 978-90-04-15724-8 (google.fr [abgerufen am 30. März 2020]).
  21. Franck Lellu: Projet de classement au titre des sites - La confluence de la Loire et de la Vienne. (PDF) In: indre-et-loire.gouv.fr. 2015, abgerufen am 30. März 2020 (französisch).
  22. de MONTBAZON Pierre II. Abgerufen am 30. März 2020 (französisch).
  23. Alexis Nicolas Noël: Souvenirs pittoresques de la Touraine. Leblanc, 1824 (google.fr [abgerufen am 20. April 2020]).
  24. Etienne Pattou: Seigneurs de Craon. (PDF) In: racineshistoire.free.fr. 2004, abgerufen am 30. März 2020 (französisch).
  25. Charles VII et Louis XI - Connaître - Val de Loire patrimoine mondial. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  26. a b c chambes. Abgerufen am 30. Januar 2019 (französisch).
  27. a b Paul-Michel Perret: L'ambassade de Jean de Chambes à Venise (1459), d'après des documents vénitiens. In: Bibliothèque de l'école des chartes. Band 50, Nr. 1, 1889, ISSN 0373-6237, S. 559–566, doi:10.3406/bec.1889.447576.
  28. Mariéjol: La Réforme, la Ligue et l’Édit de Nantes. 1. Oktober 2013, doi:10.14375/np.9782365838214.
  29. Centre national de la recherche scientifique (France). Groupement de recherche (2136). Colloque franco-britannique (03 : 2002 (Glasgow, GB)), University of Glasgow.: Liens personnels, réseaux, solidarités en France et dans les îles Britanniques (XIe-XXe siècle)=Personal links, networks and solidarities in France and the British Isles (11th-20th century) : actes de la table ronde (10-11 mai 2002). Publications de la Sorbonne, Paris 2006, ISBN 2-85944-534-X.
  30. Thierry Piquero: Nuages cryptés sur Montsoreau. In: La Météorologie. Band 8, Nr. 78, 2012, ISSN 0026-1181, S. 10, doi:10.4267/2042/47509.
  31. Emmanuel Litoux: Le château et la citadelle de Saumur, architectures du pouvoir. In: Bulletin du Centre d’études médiévales d’Auxerre. Nr. 15, 17. Februar 2012, ISSN 1623-5770, S. 467–468, doi:10.4000/cem.12082.
  32. Gédéon Tallemant des Réaux: Tallemant des Réaux, Historiettes. In: Le Fablier. Revue des Amis de Jean de La Fontaine. Band 21, Nr. 1, 2010, ISSN 0996-6560, S. 33–36, doi:10.3406/lefab.2010.1186.
  33. Marie Brisebois, Chantal Robinson: Éléments de bibliographie sur Pierre Larousse, son œuvre et les dictionnaires Larousse. In: Les dictionnaires Larousse. Presses de l’Université de Montréal, ISBN 978-2-7606-1991-3, S. 277–295, doi:10.4000/books.pum.10526.
  34. Céline Lambert: Les préfets de Maine-et-Loire. In: Les préfets de Maine-et-Loire. Presses universitaires de Rennes, ISBN 978-2-86847-493-3, doi:10.4000/books.pur.16457.
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  54. Abbildung und Erläuterungen
  55. Abbildung und Erläuterungen bei der Tate Gallery, abgerufen am 1. Februar 2019.
  56. Abbildung auf der Website von Montsoreau
  57. Abbildung mit Beschreibung auf der Website vom Musée Rodin, abgerufen am 1. Februar 2019.