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Schlierbach (Neuental)

Ortsteil der Gemeinde Neuental

Schlierbach der südlichste Ortsteil der Gemeinde Neuental im hessischen Schwalm-Eder-Kreis. Der Ort hat etwa 300 Einwohner.

Schlierbach
Gemeinde Neuental
Koordinaten: 50° 57′ 50″ N, 9° 11′ 48″ O
Höhe: 203 m ü. NHN
Fläche: 4,68 km²[1]
Einwohner: 297 (18. Dez. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34599
Vorwahl: 06693
Neuental-Schlierbach, ev. Kirche
Neuental-Schlierbach, Kirche der Selbständigen Ev.-Luth. Gemeinde (SELK)

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Schlierbach liegt gut fünf Kilometer nördlich von Treysa am westlichen linken Ufer der Schwalm nahe der Einmündung des gleichnamigen Schlierbaches. Östlich des Ortes erhebt sich der 343 m hohe ehemalige Burgberg Landsburg, auf dem früher Basalt abgebaut wurde. Im Nordwesten befindet sich ein zum Staatsforst Jesberg Waldgebiet mit dem 352 m hohen Ziegenkopf und dem Prinzessingarten. Der zwischen Kellerwald und Knüllgebirge gelegene Abschnitt des Fernwanderwegs Lulluspfad durchquert den Ort und überquert hier die Schwalm.

Durch Schlierbach führt die durch das Schwalmtal verlaufende Landesstraße 3076, von der die Landesstraße 3385 über Elnrode-Strang nach Jesberg und die Kreisstraße 56 nach Dorheim abzweigen. Nachbarorte sind neben Dorheim im Osten und Elnrode im Westen Allendorf an der Landsburg im Süden und Waltersbrück im Norden. Die geplante Trasse der Autobahn 49 im Abschnitt zwischen Neuental und Schwalmstadt führt westlich am Ort vorbei.

Die Main-Weser-Bahn führt am gegenüberliegenden Schwalmufer östlich an Schlierbach vorbei. Seit 1880 gibt es einen etwa einen halben Kilometer außerhalb des Ortskerns gelegenen Haltepunkt, 1913 wurde dort ein Bahnhofsgebäude errichtet. Heute wird Schlierbach von der im Abschnitt KasselTreysa als Regionalbahn verkehrenden Regionalexpresslinie RE98 nach Frankfurt bedient.

GeschichteBearbeiten

Schlierbach wurde 1193 als Slirbach erstmals urkundlich erwähnt. 1448 war der Ort verwüstet und teils zu Wald geworden, 1575 wurde er wieder als Dorf erwähnt. Schlierbach gehörte seit dem Mittelalter zum Gericht Waltersbrück. 1569 stellte sich das Dorf unter hessischen Schutz und wurde vom Amt Borken verwaltet, 1814 kam es zum Amt Jesberg und 1821 zum Kreis Fritzlar, der 1932 im Kreis Fritzlar-Homberg (1939 umbenannt in Landkreis Fritzlar-Homberg) und 1974 im Schwalm-Eder-Kreis aufging. Am 31. Dezember 1971 wurde die vorher eigenständige Gemeinde Schlierbach in die neue Gemeinde Neuental eingegliedert.[3]

Bis zur Errichtung der heutigen evangelischen Kirche im Jahr 1820 hatte Schlierbach eine gemeinsame Kirche mit Elnrode-Strang. Bis 2013 bildete der Ort mit Waltersbrück und Dorheim ein Kirchspiel. Zum 1. Januar 2014 haben sich diese drei Gemeinden mit den Nachbargemeinden Allendorf und Michelsberg zur Kirchengemeinde Landsburg zusammengeschlossen. Darüber hinaus gibt es in Schlierbach seit etwa 1880 eine Gemeinde der Renitenten Kirche, die seit 1897 über ein eigenes Gotteshaus verfügt und heute zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Gemarkungsflächen“ im Internetauftritt der Gemeinde Neuental (Memento des Originals vom 19. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuental.de, abgerufen im Februar 2016
  2. „Einwohner mit Hauptwohnung“ im Internetauftritt der Gemeinde Neuental (Memento des Originals vom 19. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuental.de, abgerufen im Februar 2016
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 391.
  4. Evangelisch-lutherische Gemeinde Schlierbach