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Schindellegi

Schweizer Dorf, welches zur Gemeinde Feusisberg gehört

GeschichteBearbeiten

 
Kirche Sankt Anna Schindellegi

Schindellegi wurde 1220 erstmals als Schindel-Lagerplatz urkundlich erwähnt. Im Spätmittelalter und in der Frühneuzeit wurde es verschiedentlich im Rahmen von kriegerischen Auseinandersetzungen besetzt oder geplündert, namentlich während des Alten Zürichkriegs (1439–1450), während der Kappelerkriege (1529–1531), während der Villmergerkriege (1656/1712) und durch französische Truppen im Gefecht bei Schindellegi (1798).

1848 wurde die Gemeinde Feusisberg mit den Dörfern Feusisberg und Schindellegi konstituiert. Der Anschluss an die Eisenbahnlinie Wädenswil–Einsiedeln der Wädenswil-Einsiedeln-Bahn erfolgte 1877.

ReligionBearbeiten

Schindellegi liegt an der Pilgerroute nach Einsiedeln. Wahrscheinlich wurde auch deswegen die heilige Anna die Patronin der früheren Kapelle und der heutigen Kirche. So besuchte und erwähnte auch Goethe, der im Jahr 1797 nach Einsiedeln reiste, Schindellegi. Wie der ganzen Kanton Schwyz, so war auch die Bevölkerung in Schindellegi ursprünglich katholisch. Auf Grund des Zuzugs gibt es inzwischen aber auch viele reformierte Christen und Angehörige anderer Religionen. Die reformierten Christen gehören zur reformierten Kirchgemeinde Höfe, deren Zentrum in Pfäffikon SZ liegt. Die katholische Pfarrei St. Anna gehört zum Seelsorgeraum Berg. Bei Hochzeiten und Beerdigungen geniessen die reformierten Christen die Gastfreundschaft in der katholischen Annakirche.

GeographieBearbeiten

 
Schindellegi, historisches Luftbild von 1924, aufgenommen aus 400 Metern Höhe von Walter Mittelholzer
 
Schindellegi Dorf

Schindellegi liegt 346 Meter über dem Zürichsee an der Sihl, die sich hier dem See auf drei Kilometer nähert. Ein Felsdamm, auf dem die Kirche Sankt Anna erbaut wurde, hält sie aber davon ab, den direkten Weg in den Zürichsee zu nehmen. So fliesst sie weiter westlich, dem Hang entlang, um erst in Zürich in die Limmat zu münden. Schon seit dem Mittelalter liegt Schindellegi an bedeutenden Verkehrstrassen. So reiste auch Goethe (1797) auf seinen Pilgerreisen nach Einsiedeln einmal durch Schindellegi.[2]

UnternehmenBearbeiten

Schindellegi ist Sitz des Transport- und Logistikkonzerns Kühne + Nagel (Kuehne + Nagel International AG), der Kühne-Stiftung und des Schreibwaren-Herstellers Pelikan (Pelikan Holding AG).

PersönlichkeitenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

QuellenBearbeiten

Odilo Ringholz (OSB): Geschichte der Schindellegi (Kt. Schwyz) und ihres Kirchenbaus, Kirchenbauverein Schindellegi, Einsiedeln 1922

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schindellegi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. (Ohne Wochenaufenthalter) Gemeinde Feusisberg – Detaillierte Einwohnerzahlen
  2. Goethe, Johann Wolfgang von.: Goethes poetische Werke : vollständige Ausgabe. Lizenzausg Auflage. Weltbild, Augsburg 1998, ISBN 3-89350-448-6.