Hauptmenü öffnen

Schillerviertel (Kassel)

Bezeichnung für ein Quartier im Stadtteil Nord-Holland in Kassel
(Weitergeleitet von Schillerviertel)
Das Arbeitsamt dominiert das Viertel und grenzt zum Plateau des Güterbahnhofs ab.
Die Wolfhager Straße in Richtung Untere Königsstraße/Holländischer Platz 2008
Das Milieu in der Erzberger Straße mit roter Neonreklame, ursprünglich die Taxizentrale Kassel – seit 2013 steht hier das Hotel "Schillerquartier".
Die Dächer der Gebäude im Viertel verbergen große Strukturen am Goldenen Loch

Das Schillerviertel ist eine von Kulturschaffenden und der HNA verwendete inoffizielle Bezeichnung für ein Quartier im Stadtteil Nord-Holland in Kassel, das nordöstlich des Hauptbahnhofs als gewerbliches Mischgebiet liegt.

GeschichteBearbeiten

Historisch spricht man vom Schillerviertel als Bahnhofsviertel, das sich zwischen dem Personenbahnhof im Stadtzentrum und dem in der Unterstadt gelegenen Rangier- und Güterbahnhof befand. Das Gebiet wurde während des Kriegs stark zerstört. Die Bausubstanz ist noch vereinzelt durch Gebäude aus der Gründerzeit und hauptsächlich durch Nachkriegsarchitektur geprägt.

In den letzten Jahren ist der Leerstand im Schillerviertel durch Vorgaben der Stadtentwicklungspolitik zu einem städtebaulichen Problem geworden.

OrtsbildBearbeiten

Die frühere Trasse der Straßenbahn zwischen Lutherplatz und der Wendeschleife „Ottostraße“ unterhalb des Hauptbahnhofes wurde durch Buslinien ersetzt. Im Bereich zum ehemaligen Güterbahnhof hin sind in den sechziger Jahren der Neubau des Arbeitsamtes und von 1994 bis 1997 der Neubau des Polizeipräsidiums auf dem Gelände des „Goldenen Lochs“ entstanden, ausführende Architekten war das Kasseler Architekturbüro Goller.[1]

Auf der Kuppe in Richtung des Wohnquartiers befinden sich die Gelände des alten Postfuhramtes und lokalem Kleingewerbe, das dort in den 1920er Jahren seine Ansiedlung fand. Das unmittelbar an das Schillerviertel angrenzende Areal des ehemaligen Unterstadtbahnhofs wird derzeit von einem Baustoffhandel und Mietfirmen als Parkplatz und Abstellfläche genutzt. Das Gelände des früheren Bahnhofs soll als Gewerbegebiet genutzt werden. Neu errichtet wurde bereits ein Künstleratelier, geplant ist der Neubau des Jobcenters.[2][3] Es grenzt das dahinter abfallende Areal zur Mombachstraße großflächig mit wertvollem Baumbestand und inzwischen sich den eigenen Weg bahnenden Sträuchern und Niedriggehölzen als Sukzessionsfläche ab.

Wirtschaft und KulturBearbeiten

Auf dem Gelände der ehemaligen Firmen Henschel und Wegmann in der Wolfhager Str. 109 befindet sich das Technik-Museum Kassel.

Weitere Unternehmen und Projekte im Schillerviertel sind das Fenster-zum-Hof-Hotel, die Panzerfabrik Krauss-Maffei Wegmann, die Berufsfeuerwehr, die ehemaligen Brandt-Bekleidungswerke, Werkzeug- und Maschinenhändler und die weltälteste Videothek, der Film-Shop von „Ecki“.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten