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Emblem von Schefar’am

Schefar’am (hebräisch שפרעם, arabisch شفا عمرو, DMG Šafā ʿAmr) ist eine Stadt im Nordbezirk Israels östlich von Haifa. Im Dezember 2017 betrug die Einwohnerzahl 41.024.[1] Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus arabischen Israelis. 57,3 % der Bewohner sind Muslime, 27,5 % Christen und 14,6 % Drusen.

GeschichteBearbeiten

Kreuzfahrerburg Le Saffran
Alternativname(n): Schfar'am
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Ort: Schefar'am
Geographische Lage 32° 48′ 9″ N, 35° 9′ 58,4″ OKoordinaten: 32° 48′ 9″ N, 35° 9′ 58,4″ O

Der Ort ist seit dem 2. Jahrhundert urkundlich belegt.

Zur Zeit der Kreuzzüge unterhielten die Templer eine Burg in Schefar'am, die sie Le Saffran (auch Sapharanum; Saphar Castrum; Castrum Zafetanum) nannten. Die Burg sicherte die Straße zwischen Akkon und Nazaret.

Am 7. Juli 1187 besetzte ein Heer Sultan Saladins die Burg und nutze sie während der Belagerung von Akkon (1189–1191) als Basis für seine Entsatzangriffe. Im Zuge des Kreuzzugs Friedrichs II. erhielten die Christen die Burg 1229 friedlich zurück. Der Besitz wurde ihnen auch in Waffenstillstandsverträgen von Sultan Baibars I. 1271 und Sultan Qalawun 1283 bestätigt. Spätestens 1291 wurde die Burg schließlich von den muslimischen Mamluken erobert.

Von der Burg ist die Ruine des Donjons bis heute erhalten, die Einheimischen nennen ihn al Burj (arabisch, „der Turm“). Die Ruine ist aber dem Verfall ausgesetzt und in schlechtem Zustand.

2005 war die Stadt Schauplatz eines Anschlags des Attentäters Eden Natan-Zada, der vier Unbeteiligte das Leben kostete.

Bekannte EinwohnerBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Denys Pringle: The Churches of the Crusader Kingdom of Jerusalem. A Corpus. Band 2, Cambridge University Press, 1998, ISBN 0-521-39037-0, S. 301 ff.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Mai 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbs.gov.il Israelisches Zentralbüro für Statistik abgerufen am 8. Februar 2019