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Schattauer Verlag

deutscher medizinischer und naturwissenschaftlicher Fachverlag
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Schattauer Verlagshaus in Stuttgart

Der Schattauer Verlag für Medizin und Naturwissenschaften ist ein medizinisch-naturwissenschaftlicher Fachverlag mit Sitz in Stuttgart, der seit 2017 zur Thieme Verlagsgruppe gehört.[1]

Inhaltsverzeichnis

VerlagsprogrammBearbeiten

Der Verlag publiziert 21 Fachzeitschriften in print und online und produziert jährlich ca. 60 Neuerscheinungen, Nachdrucke und Neuauflagen. Besonders hervorzuheben sind die Farbatlanten, vor allem der Titel Anatomie des Menschen von J. W. Rohen, der in 20 Sprachen publiziert wurde.

Hinzu kommen elektronische On- und Offline-Produkte sowie Kongresse und Seminare. Neben human- und veterinärmedizinischen Titeln verlegt der Schattauer Verlag mittlerweile auch Monographien und Lehrbücher aus dem Bereich Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie.

In der Taschenbuchreihe Wissen & Leben sind bisher 26 Bände erschienen, die sich mit Essaythemen aus den Bereichen Psychologie, Medizin, Hirnforschung, Sozial- und Naturwissenschaften und Naturphilosophie beschäftigen.

Im Nachgang zur Frankfurter Buchmesse 2017 wurde bekannt, dass das Programmsegment Psychotherapie/Psychosomatik und Psychiatrie zum Januar 2018 vom Verlag Klett-Cotta unter der Marke Schattauer übernommen werde. Betroffen seien einer Meldung des Buchreports zufolge „über 350 Buchtitel, drei Fachzeitschriften und drei Fortbildungsveranstaltungen.“[2]

GeschichteBearbeiten

Der Verlag wurde im November 1949 von Friedrich-Karl Schattauer (1892–1967) in Stuttgart gegründet. Erstes Verlagsobjekt war die Zeitschrift Die medizinische Welt, ursprünglich 1927 gegründet. Im Januar 1950 erschien die erste Ausgabe im Schattauer Verlag nach einigen Jahren des kriegsbedingten Brachliegens. In der Folge kamen weitere Fachzeitschriften hinzu.

Als erstes Buch wurde 1955 Die thromboembolischen Erkrankungen (Hrsg.: Naegeli/Matis/Gross/Runge/Sachs) verlegt.

1964 erschien mit dem Werk Der diagnostische Blick – Atlas zur Differentialdiagnose innerer Krankheiten von Klostermann/Südhof/Tischendorf der erste große Farbatlas. Dieses Format wurde in den folgenden Jahren ein Markenzeichen des Verlages.

Nach dem Tod Friedrich-Karl Schattauers im Jahr 1967 übernahmen seine Frau Elfriede Schattauer sowie Paul Matis und Phillip Reeg die Leitung des Unternehmens. Diese zogen sich Anfang der 1980er Jahre zurück und verkauften den Verlag an den Verlag Bergemann & Mayr in Miesbach, deren Druckerei bereits seit langer Zeit ein Hauptlieferant des Verlages war. 1983 übernahm Dieter Bergemann die Leitung des Unternehmens.

Nach dem Ausscheiden von Matis wurde der Psychotherapeut Wulf Bertram wissenschaftlicher Leiter und baute in der Folgezeit die Bereiche Psychosomatik, Psychologie und Psychiatrie aus. 1984 wurde das Spektrum des Verlages durch die Übernahme der Zeitschrift Tierärztliche „Praxis“ auf die Veterinärmedizin ausgedehnt, es folgten wichtige Grundlagenwerke in diesem Fachbereich.

1998 ging der Verlag mit seiner ersten Website online, seitdem engagiert sich der Verlag mit dem SKS (SchattauerKongressService) auch in der Organisation von Fachkongressen und Seminaren. Ehemals als SKS – Schattauer Kongress Service – bekannt, firmiert der Unternehmensbereich ab 2013 als Schattauer Convention. Schattauer Convention ist Partner für die Planung, Organisation und Durchführung von medizinischen Klein- und Großveranstaltungen in den Bereichen Humanmedizin, Psychiatrie und Psychotherapie sowie in der Veterinärmedizin.

2008 wurde Jan Haaf Mitglied der Geschäftsleitung. Zum 1. Januar 2017 wurde der Schattauer Verlag von der Thieme Verlagsgruppe übernommen.[1]

Der Verlag ist Mitglied im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Die Unternehmensleitung liegt bei Martin Spencker, Wulf Bertram und Oliver Fock.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Thieme übernimmt Schattauer: Marktkonzentration bei Medizinverlagen. In: Boersenblatt. 7. Dezember 2016, abgerufen am 10. Oktober 2017.
  2. Schattauer übergibt Programmsegmente an Klett-Cotta. In: buchreport. 18. Oktober 2017 (buchreport.de [abgerufen am 19. Oktober 2017]).