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Der Schützenverein Lohne e.V. von 1608 ist der Schützenverein in der Stadt Lohne (Oldenburg). Das Lohner Schützenfest ist nach dem Schützenfest Hannover das zweitgrößte in Niedersachsen.[2][3][4] Es gilt bundesweit als zweitgrößtes Schützenfest, das von einem einzigen Schützenverein organisiert wird und an dem keine anderen Vereine wie z. B. Karnevalsgruppen oder Sportvereine teilnehmen. Nur das Neusser Bürger-Schützenfest ist größer.

Schützenverein Lohne e.V. von 1608
(Schützenverein Lohne)
Ärmelabzeichen und Vereinswappen.png
Zweck: Zusammenschluss der Schützen von Lohne und Umgebung zur Förderung und Ausübung des Schießsports[1]
Präsident: Uwe Moormann
Geschäftsführer: Bernd Sieverding
Gründungsdatum: 17. Juni 1608
Mitgliederzahl: 2802 Stand 5. Februar 2019
Sitz: Lohne
Website: www.schützenverein-lohne.com

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Vor 1608Bearbeiten

Für die Geschichte dieser Zeit existieren nur wenige Belege. 1623 brandschatzten Mansfelds Truppen Lohne und Tillys Truppen plünderten Hopen.[5] Die Kirchenbücher von Lohne vor 1683 gelten als verschollen. Das Archiv von Vechta brannte 1684 aus.[6] Es gibt einen Erlass des Fürstbischofs Johann IV. aus dem Jahre 1571, in dem bestimmt wurde, dass das Vogelschießen nicht länger als einen Nachmittag dauern sollte und dass auf je 20 Personen nicht mehr als eine Tonne (Fass) Bier angeschafft und ausgeschenkt werden durfte. Jeder Teilnehmer sollte vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause gehen.

Die erste Erwähnung einer Schützenfest ähnlichen Veranstaltung soll aus dem Jahre 1524 stammen. Urkundlich ist dies für Lohne nicht belegbar. Es gibt Protokolle der Burgmannen vor 1608, allerdings ohne Erwähnung eines Schießens zur selben Zeit. Es ist davon auszugehen, dass solche Veranstaltungen stattgefunden haben. Es liegen aber keine urkundlichen Erwähnungen vor.

17. Juni 1608Bearbeiten

In dem Protokoll der Burgmannen vom 17. Juni 1608, welche an dem Tag Recht sprachen, wird die Zusammenkunft beim „Vogelstaken“ in Loene (alte Form von Lohne) erwähnt. Das Vogelstaken war ein Übungsschießen auf einen Holzadler, der auf einer Stange (der Vogelstake, Vogelstange) befestigt war. Üblicherweise wurde der Gewinner des Vogelstakens zum König ernannt.

„Den 17.Juni 1608 Seint die Hern Beambten vnd Burgmannen bei Loene, bei dem Vogelstaken zusamen gewesen, Daselbst von den hern Drosten proponeret worden, Welcher maßen die Vnderthanen neulich von der hispanischen ein vberauß große schade zugefueget., Davon gerichtliche Vorzeichniß bereits gemacht, wulte also die Burgmannen zubedencken geben, waß mittell dain vorzunehmen, ob man sulchs erstlich an die Hern sulte gelangen lassen, oder etwan zu Lingen vnd Oldenzaell, Zudeme weiln die Lonschen wegen des geschenen niderschlages von den Soldaten gedrouwet, und das gantze Ambt dabei gefahr sich zubefruchten hette, waß auch in Deme vorzunemen.“

Protokoll der Burgmannen vom 17. Juni 1608

Bei den häufigen Versammlungen der Burgmänner musste der Sekretär das Protokoll aufnehmen und die Protokolle der Reihe nach in das Protokollbuch einzutragen. Im Jahr 1608 fanden insgesamt 20 Versammlungen statt, davon vier in Lohne. Aufgrund dieser Protokolle begründet der Schützenverein Lohne seine über vierhundertjährige Geschichte. Die Protokolle der Burgmannen sind nicht mehr auffindbar. Allerdings hat C.H. Niberding in seinen Schriften und dem Buch Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster wörtlich die Protokolle zitiert. Deshalb werden die Protokolle als authentisch angesehen und auch in wissenschaftlichen Arbeiten als Quelle akzeptiert.[7]

Folgen des Dreißigjährigen KriegesBearbeiten

Nach dem Dreißigjährigen Krieg legte der Fürstbischof von Münster, Christoph Bernhard von Galen, die Grundlagen für den Schutz der Bevölkerung fest. Er ordnete an, dass jeder dienstfähige Einwohner im Amt Vechta (zu dem auch Lohne gehörte) sich aus eigenen Mitteln mit einem Gewehr versehen musste. Jedem Kirchspiel wurde ein ausgedienter Soldat zugewiesen, der die wehrfähigen Männer des Ortes im Exerzieren und Schießen unterweisen musste.

Im Hochstift Osnabrück, zu dem auch das Lohner Nachbardorf Damme gehörte, wurde im Jahre 1657 das Vogelschießen in einer eigenen Verordnung durch Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg geregelte.

„alle alten..., bei vorigen unruhigen Zeiten etwan zerfallene Gebräuche wieder erneuert und in gangk gepracht, ... damit sich die Mannschafft im schießen üben und exerieren, auch auff allen erforderden Fall... mit dem Gewehr desto beßer umbgehen und ersprießliche Dienste leisten möge.... Erstlich sollen Underthanen jahrliches an den Orth und wo es von alters bei jeden gewesen auch daß Vogelschießen halten.... Das Schießen soll järliches ... zwischen Ostern und Jacoby (25. Juli) ... gehalten werden.... An solchen bestimmten tagh, stundt undt orth sollen die Eingesessenen ... mit ihrem Gewehr, darauffsie von alters gesetzet, erscheinen.... Die Stange soll vorhin bereitet und gegen benandten tag auff dem platz fertig liegen.... Wens nun zum schießen kombt, soll ein silberner Vogell, welcher bey jedes orths Vogelschießen beschafft, ... an der Stangen aufgehangen werden.... Derjenige, welcher dan nach gefellten Urtheil den Vogel hergebracht haben wirdt, ... soll hingegen von den gemeinen lauffenden aufflagen, alß Wachten, Eisen, Wolfsjagden und dergleichen personalleistungen, ... frey sein ... und soll derjenige, so den Vogel gefellet, soll nach altem Gebrauch Koningk genamet werden.“

Erlass von Fürstbischof Franz Wilhelm von Wartenberg (1657)

1648 bis 1836Bearbeiten

Bis ins 18. Jahrhundert hielt sich das Vogelschießen nahezu unverändert, obwohl es immer mehr seinen militärischen Charakter verlor. In einigen Städten wie z. B. Vechta und Wildeshausen ging das Vogelschießen in Schützengesellschaften oder -gilden über. In den ländlicheren Gebieten erlosch die Tradition des Vogelschießens in den meisten Dörfern nach und nach. Der örtliche Landadel verbot es vielfach in seinen Ländereien, da die Gefahr der Wilderei durch bewaffnete Leibeigene als zu groß angesehen wurde.

1836 bis 1887Bearbeiten

Überlieferungen besagen, dass 1836 wieder ein Königsschießen in Lohne stattfand. Über die Durchführung bzw. Könige der ersten Jahre ist keine schriftliche Quelle erhalten geblieben. Belegt kann die Jahreszahl 1886 werden, da dem Schützenverein aufgrund seines fünfzigjährigen Bestehens vom Großherzog von Oldenburg eine neue Fahne geschenkt wurde. Diese Fahne wurde erst 1923 durch eine Neue ersetzt.

„dieselbe aus weißer Seide gefertigt und führt an der einen Seite das Oldenburger Wappen mit der Umschrift: ‘Ein Gott, ein Recht, eine Wahrheit’. Auf der anderen Seite die Schützenembleme mit der Umschrift: ‘Ueb Aug’ und Hand für’s Vaterland’.“

Vechtaer Zeitung 19. November 1886

Der Flachs- und Garnfabrikant Anton Bramlage (* 1816; † 1913) stellte innerhalb des Schützenvereins einen bis heute ungebrochenen Rekord auf. Er war in den Jahren 1841, 1846, 1847 und 1854 König der Lohner Schützen. Kein anderer Schütze konnte vier Königswürden gewinnen. Jeder König erweiterte die Königskette um einen Orden. Dieser verbleibt an der Kette. Nach seiner Amtszeit trug der Ex-König einen Königsorden an der Jacke.

1887 bis 1894Bearbeiten

Im Juni 1887 verpflichteten sich 125 Lohner Bürger durch Unterschrift zur festen Mitgliedschaft in der neu gegründeten Schützengesellschaft. Die im Vorjahr gestiftete neue Fahne wurde am 3. Juli 1887, dem Schützenfestsonntag, feierlich eingeweiht. Diese Einweihung wurde durch einen eigenen Artikel in der Vechtaer Zeitung vom 1. Juli 1887 angekündigt. Der Schützengesellschaft traten hauptsächlich besser betuchte Bürger aus Lohne, wie z. B. Fabrikanten, Kaufleute, Handwerker und eigenständige Bauern bei. Untere Bevölkerungsschichten, wie z. B. Arbeiter, Heuerleute und Dienstboten waren auf die Rolle der Zuschauer und Besucher auf dem Festplatz begrenzt.

1894 betrug der Mitgliedsbeitrag 1 Mark. Eine weitere Mark musste bezahlt werden, wenn man am Königsschießen teilnehmen wollte. Auf dem Festplatz gab es zur Unterhaltung der Gäste mehrere Kuchenbuden, eine Fischbude, einen Schießstand und schon seit 1887 ein Karussell. Ein Glas Bier wurde kostete 10 Pfennige, eine Tasse Kaffee 15 Pfennige, Brause 20 Pfennige, eine Portion Butterbrote 25 Pfennige und Kartoffelsalat mit Würstchen 45 Pfennige.

1894 bis 1902Bearbeiten

Im Juni 1894 wurde der Zigarrenfabrikant Friedrich Wilhelm Haller Schützenkönig in Lohne. Seine Regentschaft sollte traditionell ein Jahr dauern. Am 3. Juni 1895 wurde auf der Schützenversammlung im "Schützenhause auf der Heide" beschlossen, dass das Schützenfest mit Rücksicht auf die stattfindende Tierschau in diesem Jahr nicht gefeiert werden sollte. Mit einem Jahr Pause war das nächste Schützenfest erst im Jahr 1896. Friedrich Wilhelm Haller ist in der Geschichte des Schützenvereins Lohne der einzige König mit einer zusammenhängenden Amtszeit von zwei Jahren.

1902 bis 1933Bearbeiten

Da es für einfache Arbeiter, Knechte und Lohnempfänger sehr schwierig war, Mitglied in der Schützengesellschaft zu werden, gründete sich 1902 der Volksschützenverein. 1903 wurde aus Mitgliedern der Schützengesellschaft und Mitgliedern des Volksschützenvereins die Lohner Schützengilde gegründet. Bis zur Gleichschaltung 1933 fanden in Lohne somit drei Schützenfeste statt. Diese Dreigleisigkeit bestand bis ins Jahr 1933 als es durch die Gleichschaltung zur Auflösung aller bestehenden Vereine kam.

Die Vereine feierten unabhängig voneinander ihr eigenes Schützenfest, außer in der Zeit des Ersten Weltkriegs wo keine Schützenfeste abgehalten wurden. Erst 1919 fanden in Lohne wieder Schützenfeste statt. Am 1. Mai 1919 wurde der Musikverein Lohne gegründet. Im Juli 1919 fand das erste Konzert vor der Lohner Schützengesellschaft statt. Aus dem Musikverein wurde später die Stadtkapelle Lohne.

1933 bis 1945Bearbeiten

 
Danner Kompanie 1936

1933 wurde mit der Gleichschaltung und des Führerprinzips auch der Schützenverein Lohne in seinem Bestehen gefährdet. Im Rahmen dieser Gleichschaltung wurden sowohl die Schützengesellschaft, der Volksschützenverein und die Lohner Schützengilde zusammengelegt. Zwangsweise wurde der neue Verein Lohner Schützenverein genannt. Dieser bestand bis zur Zwangsauflösung 1939. Wahrend des Zweiten Weltkriegs wurden keine offiziellen Schützenfeste gefeiert und keine Könige ausgeschossen. Trotz der Zusammenlegung gab es in Lohne vom NS-Regime unabhängige Schützenfeste. Vorladungen und Gerichtsprotokolle aus dieser Zeit belegen ein gelebtes unabhängiges Schützenwesen.

Schützenkönige in Lohne von 1933 bis 1939
1933 Bernhard Bunte mit Lissy Heseding 1936 Georg Gerdes mit Mia Buschmann 1938 Erich Hollerbach mit Emmy Hollerbach
1934 Edu Römann mit E. Römann 1937 Franz Buschmann mit Sefi Buschmann 1939 Paul Zumbrägel mit Paula Zumbrägel
1935 Josef Schaland mit Hilde Clodius
Kinderkönige in Lohne von 1933 bis 1939
1934 Josef Ostendorf mit L. Hinners 1936 Helmut Burhorst mit Lore Brand 1938 Josef Uchtmann mit Hedwig Aumann
1935 Clemens Backhaus mit Gerlinde Burhorst 1937 Carl Bünker mir Marianne Böckmann 1939 Franz-Josef Buschmann mit Hedwig Wilkens

1945 bis 1964Bearbeiten

Das Schützenwesen in Lohne wurde direkt nach dem Krieg weitergeführt. Mehrere „alte“ Kompanien feierten jedes Jahr als Schützen eigene Feste. 1950 wurde von den Alliierten Besatzungsmächten wieder ein Schützenfest erlaubt. Dieses wurde unter dem Vorkriegsnamen „Lohner Schützenverein“ abgehalten. Der erste Nachkriegskönig war 1950 Josef Weghoff mit Königin Lissy Weghoff aus der 6. Kompanie „Brink-Nord“. 1954 stellte das Amtsgericht Vechta in einem Urteil fest, dass der Schützenverein während der Jahre des Nationalsozialismus und der Kriegsjahre nicht aufgehört hat zu bestehen.

Schützenkönige in Lohne von 1950 bis 1964
1950 Josef Weghoff mit Lissy Weghoff
(6. Kompanie „Brink-Nord“)
1955 Anton Eiken mit Paula Eiken
(97. Kompanie „Stadtkapelle Lohne e.V.“)
1960 Walter Burhorst mit Evi Beckmann
(14. Kompanie I.Zug „Markt“)
1951 Franz Beckmann mit Lissy Beckmann
(1. Kompanie „Obere Lindenstraße“)
1956 Heinrich Dehlwisch mit Therese Dehlwisch
(4. Kompanie „Bahnhofstraße“)
1961 Heinrich Willenborg mit Lotti Willenborg
(5. Kompanie I.Zug „Dei Danner“)
1952 Franz Deters mit Gertrud Deters
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
1957 Hermann Asbree mit Mimmi Asbree
(11. Kompanie I.Zug „Keet-Alt“)
1962 Albert Behrend mit Ida Behrend
(20. Kompanie „Blitz“)
1953 Aloys Fangmann mit Resi Fangmann
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
1958 Willy Blömer mit Annemarie Blömer
(9. Kompanie „Wichel“)
1963 Clemens Krogmann mit Paula Krogmann
(12. Kompanie „Brink-Süd“)
1954 Aloys Diekstall mit Marianne Diekstall
(1. Kompanie „Obere Lindenstraße“)
1959 Willi Kreis mit Ilse Kreis
(16. Kompanie „Landwehrstraße“)
1964 Heinrich Brockhaus mit Maria Brockhaus
(13. Kompanie „Schellohne“)
Kinderkönige in Lohne von 1950 bis 1964
1950 Lothar Fischer mit Gisela Römann 1955 Norbert Steffen mit Ludmilla Renner 1960 Lothar Fischer mit Gisela Römann
1951 Richard Hane mit Ursula Brand 1956 Kurt Wilke mit Ingrid Rohe 1961 Clemens Püttmann mit Annegret Schildwächter
1952 Hans Diekmann mit Marlies Christen 1957 Ludger Fischer mit Gertrud Bergmann 1962 Claus-Peter Poppe mit Monika Rosarius
1953 Helmut Buchaly mit Erika Eigenfeld 1958 Willy Arkenau mit Marcella Kordes 1963 Franz-Josef Stromann mit Jutta Kampschulte
1954 Gerd Gerwing mit Christel Schöckemöhle 1959 Konrad von Husen mit Ursula Eckhoff 1964 Alfons Böckmann mit Gabriele Runnebom

Seit 1964Bearbeiten

1964 erfolgte die Umstrukturierung des Vereins in seine heutige Form. Das Gebiet der Stadt Lohne wurde in sieben Bereiche eingeteilt und diesen jeweils ein Bataillon zugeordnet. Bestehende Kompanien wurden den Bataillonen nach den Kompanielokalen zugeordnet. Seit dieser Umstrukturierung gilt für alle Mitglieder die neue Satzung[1] des Schützenvereins und die Schützen- und Disziplinarordnung.[8]

Königsjahr 1980/81Bearbeiten

 
Königin Rita und König Franz-Josef Nordlohne 1980

Auf dem Schützenfest 1980 konnte Franz-Josef Nordlohne von der 5. Kompanie I. Zug „Dei Danner“ die Königswürde erlangen. Am 29. Januar 1981 verstarb er während seiner Amtszeit. Das Schützenjahr 80/81 ist in der Geschichte des Vereins das einzige Jahr, in dem der König seine Königskette nicht seinem Nachfolger überreichen konnte.[9] 1981 war das erste Jahr in dem am Schützensamstag eine Heilige Messe für verstorbene Schützen stattfand. Initiiert wurde diese von Kaplan Karl-Heinz Westerkamp.

400 Jahre Lohner SchützenfestBearbeiten

Vom 12. bis 14. Juli 2008 feierte der Schützenverein Lohne das vierhundertste Schützenfest.[10] Das Jubiläumsmotto lautete: „Zukunft braucht Vergangenheit – 400 Jahre Lohner Schützenverein“. Schützenkönig wurde im Jubiläumsjahr Walter Kampers, der zusammen mit seiner Frau Ulla regierte. Sie nannten sich „König Walter von der Nordluft“ und „Königin Ulla vom Schellohner Wind“.[11]

1608 oder 1836Bearbeiten

Bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1836 als Gründungsjahr der Schützengesellschaft und damit des direkten Nachfolgers, des Schützenvereins Lohne, genannt. 1961 wurde noch das 125-jährige Jubiläum gefeiert.[12] Auch 1964 bei der Neustrukturierung des Vereins wurde von 1836 als Gründung ausgegangen. Der Ärmelwimpel trug noch die Aufschrift "Lohner Schützenverein OSB 1836". Erst mit Hinblick auf die Nieberdingschriften, welche sich mit der Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster befassen, wurde in dem 80er Jahren 1608 als Gründungsjahr festgelegt und im Vereinsnamen festgeschrieben. Seither heißt der Verein Lohner Schützenverein von 1608 e.V.

Aufbau des VereinsBearbeiten

Der VorstandBearbeiten

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem 1. stellvertretenden Präsidenten, dem 2. stellvertretenden Präsidenten, dem Geschäftsführer, dem Kassenwart, dem Geräte- und Zeugwart und dem Schießwart. Der erweiterte Vorstand besteht aus zwei Kinderwarten, dem Pressewart, dem Platzwart und sechs Schießoffizieren. Die Posten werden alle drei Jahre im Rahmen einer Hauptversammlung durch Wahl besetzt.

Das RegimentBearbeiten

Der Stab des Regimentes besteht aus dem Regimentskommandeur, dem Platzkommandant, dem 1. und 2. Adjutanten.und einem Oberfähnrich.

BatailloneBearbeiten

Am 3. Juli 1964 erfolgte eine Neustrukturierung des Schützenvereins Lohne. Das gesamte Stadtgebiet wurde in sieben Einzugsbereiche eingeteilt und jedem ein Bataillon zugeteilt. Jedes Bataillon wird von einem gewählten Major als Bataillonskommandeur geführt. Dem Kommandeur steht es frei, sich einen Adjutanten zu bestellen. Pressewart, Gerätewart oder Chef des Protokolls sind bataillonsinterne Posten. Jedes Bataillon hat eine Bataillonsfahne und einen aus drei Personen bestehendem Fahnenzug. Ausmarschiert wird in der Reihenfolge Fahnenzug mit Bataillonsfahne, Kommandeur und Adjutant, Kompanien. Am Schützenfest nehmen darüber hinaus noch Musikkapellen und Gäste teil.

I. BataillonBearbeiten

Das I. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Erster Bataillonskommandeur war Willi Blömer aus der 9. Kompanie „Wichel“. Ihm folgten Heinrich Brockhaus aus der 13. Kompanie „Schellohne“, Friedrich Busch aus der 20. Kompanie „Blitz“, Clemens Heckmann aus der 42. Kompanie „Lönsberg“, Klaus Otto Schmidt aus der 26. Kompanie „Nordpol“, Franz Götting aus der 13. Kompanie „Schellohne“, Walter Sieveke und Josef Landwehr, beide aus der 20. Kompanie „Blitz“. Erster Adjutant war Aloys Rolfes aus der 13. Kompanie „Schellohne“. Ihm folgten Paul Wegmann aus der 20. Kompanie „Blitz“, Werner Rottinghaus aus der 9. Kompanie „Wichel“, Hans Ostendorf aus der 24. Kompanie „Weinberg“, Herbert Rohe aus der 13. Kompanie „Schellohne“, Stefan Wellmann aus der 20. Kompanie „Blitz“ und Antonius Rolfes aus der 24. Kompanie „Weinberg“.[13]

Das I. Bataillon besteht aus 8 Kompanien:

  • 9. Kompanie „Wichel“
  • 13. Kompanie „Schellohne“
  • 20. Kompanie „Blitz“
  • 24. Kompanie „Weinberg“
  • 26. Kompanie „Nordpol“
  • 42. Kompanie „Lönsberg“
  • 55. Kompanie „Die Wichelmänner“
  • 59. Kompanie „Inselschützen“

II. BataillonBearbeiten

Das II. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Vor 1964 wurden vom Regiment Majore bestimmt, welche die Kompanien zum Antreteplatz führten. Letzter so bestimmter Major war von 1961 bis 1967 Heinz-Martin Zimmermann. Erster gewählter Bataillonskommandeur war Ferdinand Rottinghaus. Weitere Kommandeure waren Josef Brümmer, Heinz Thomann, Josef Greten, Stefan Fischer und Erwin Sperveslage. Adjutanten waren Walter Nordmann, Heinz Thomann, Kurt Thomann, Matthias Hövemann und Udo Fischer. Eine Besonderheit im II. Bataillon war, dass es neben dem Kommandeur noch einen gewählten Stellvertretenden Kommandeur gab.[14]

Das II. Bataillon besteht aus 9 Kompanien:

  • 1. Kompanie „Lindenstraße“
  • 3. Kompanie I. Zug „Untere Lindenstraße“
  • 3. Kompanie II. Zug „Pillhuhn“
  • 21. Kompanie „Brägeler Straße - Windkompanie“
  • 29. Kompanie „Osterberggrenadiere“
  • 32. Kompanie „Windmühlenberg“
  • 33. Kompanie „Raketenkompanie“
  • 41. Kompanie I. Zug „Eversberg“
  • 41. Kompanie II. Zug „Adlerjäger“

Das Einzugsgebiet des Bataillons beläuft sich von der Stadtmitte bis nach Brägel.

III. BataillonBearbeiten

Das III. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Bataillonskommandeure waren Heinrich Bokern aus der 23. Kompanie "Brägel", Georg Kuhl, Robert Wilke, Willi Blömer alle drei aus der 12. Kompanie "Brink-Süd", Clemens Scherbring aus der 6. Kompanie "Brink-Nord", Bernd Gier aus der 23. Kompanie "Brägel", Paul Engelmann aus der 16. Kompanie "Landwehrstraße" und Hans-Jürgen Kröger. Adjutanten waren Robert Wilke, Willi Blömer und Heino Nordlohne, alle drei aus der 12. Kompanie "Brink-Süd", Bernd Gier und Werner Grote, beide aus der 23. Kompanie "Brägel", Uwe Moormann und Frank Sander beide aus der 16. Kompanie "Landwehrstraße" und Uwe Helms.[15]

Das III. Bataillon besteht aus 8 Kompanien:

  • 6. Kompanie „Brink-Nord“
  • 10. Kompanie „Grevingsberg“
  • 12. Kompanie „Brink-Süd“
  • 16. Kompanie „Landwehrstraße“
  • 23. Kompanie „Brägel“
  • 37. Kompanie „Zur Bleiche“
  • 43. Kompanie „Burgwaldmücken“
  • 52. Kompanie „Pichelsteiner“

IV. Bataillon „Südlohne“Bearbeiten

Das IV. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Erster Bataillonskommandeur wurde erst 1966 Herbert Woithe mit seinem Adjutanten Bernd Meistermann, beide aus der 22. Kompanie „Poggenstadt“. Als Kommandeur folgten Heinrich Dumstorff aus der 34. Kompanie „Birkhahn“, Helmut Osterhus aus der 39. Kompanie „Sandhasen“ und Mario Kreymborg aus der 38. Kompanie „Südlohner Bergjäger“. Erst 2002 wurde als Nachfolger von Bernd Meistermann als Adjutant Günter Möhlmann aus der 39. Kompanie „Sandhasen“ bestellt, dem 2012 Christian Lamp aus der 38. Kompanie „Südlohner Bergjäger“ folgte.[16]

Das IV. Bataillon besteht aus 9 Kompanien:

  • 2. Kompanie „Südlohne“
  • 22. Kompanie „Poggenstadt“
  • 30. Kompanie „Südlohner Bergmark“
  • 34. Kompanie „Birkhahn“
  • 35. Kompanie „Südlohner Esch“
  • 38. Kompanie „Südlohner Bergjäger“
  • 39. Kompanie „Sandhasen“
  • 49. Kompanie „Schwedenschanze“
  • 54. Kompanie „Birkenjäger“

V. BataillonBearbeiten

Das V. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Erster Bataillonskommandeur war 1964 Wilhelm Hölzen gefolgt erst von Heinrich v. Lehmden, dann von Josef Nowak. Die drei ersten Bataillonskommandeure kamen alle aus der 15. Kompanie „Rießeler Jäger“. Danach folgen Herbert Brinkmann aus der 4. Kompanie „Bahnhofstraße“, Werner Olberding aus der 14. Kompanie II.Zug „Jung-Markt“, Stefan Soika aus der 27. Kompanie „Sanssouci“ und Jürgen Iffländer aus der 47. Kompanie „Widukind“ als Kommandeure. Ab 1973 gab es im V. Bataillon folgende Adjutanten: Werner Olberding aus der 14. Kompanie II.Zug „Jung-Markt“, Dirk Nordlohne aus der 4. Kompanie „Bahnhofstraße“, Michael Kohl und Frank Hammersen, beide aus der 27. Kompanie „Sanssouci“. Von 1972 bis 1986 gab es den Chef des Protokolls. Dieser Posten wurde von Christian Bergmann aus der 4. Kompanie „Bahnhofstraße“ bekleidet. Seit 2011 hat das Bataillon einen Pressewart. Bis 2013 war dies Christian Tombrägel aus der 27. Kompanie „Sanssouci“ gefolgt von Joachim Triemer aus der 48. Kompanie „Hopen-West“.[17]

Das V. Bataillon besteht aus 11 Kompanien:

  • 4. Kompanie „Bahnhofstraße“
  • 14. Kompanie I.Zug „Markt“
  • 14. Kompanie II.Zug „Jung-Markt“
  • 15. Kompanie „Rießeler Jäger“
  • 27. Kompanie „Sanssouci“
  • 36. Kompanie „Eichen“
  • 47. Kompanie „Widukind“
  • 48. Kompanie „Hopen-West“
  • 53. Kompanie „Christoph-Bernhard - Die Heckenschützen“
  • 57. Kompanie „Brandstelle“
  • 60. Kompanie „Stadtrandschützen“

VI. BataillonBearbeiten

 
Bataillonsnadel des VI. Bataillons

Nach dem Krieg wurde die 5. Kompanie „Dei Danner“ wiederbelebt. Aufgrund der großen Anzahl Schützen in der Kompanie wurde sie 1956 in die 5. Kompanie I. und II. Zug aufgeteilt und marschierten als sogenanntes „Danner-Bataillon“ aus. Ein Gründungsmitglied des I. Zuges war der spätere Bürgermeister Hans Diekmann. 1957 kam die 5. Kompanie III. Zug hinzu. Mit der Neugründung der 28. Kompanie „Drosten“ 1961 und der 31. Kompanie „Am Steinkreuz“ 1963 wurde das Bataillon erweitert. Mit der Umstrukturierung des Schützenvereins 1964 wurde es zum bis heute bestehendem „VI. Bataillon“.

Erster Kommandeur war Josef Weghoff von der 5. Kompanie I. Zug „Dei Danner“. 1962 übernahm Hauptmann Heinrich Willenborg ebenfalls von der 5. Kompanie I. Zug „Dei Danner“ den Posten als Bataillonskommandeur. 1973 bestellte er den ersten Bataillonsadjutanten Günther Wehbring. 1984 übernahm Günther Zumbrägel mit Adjutan Clemens Südbeck, beide von der 28. Kompanie „Drosten“, die Bataillonsführung. 1993 wurde Franz-Josef „Franjo“ Warnking von der 45. Kompanie „Bullenberger“ neuer Adjutant. Nach fast 20-jähriger Dienstzeit von Günther Zumbrägel wurde 2003 Dieter Olberding von der 5. Kompanie II. Zug „Dei Danner“ neuer Kommandeur. 2013 wurde Jörg Olberding von der 31. Kompanie „Am Steinkreuz“ neuer Kommandeur und bestellte Jürgen Zumbrägel von der 28. Kompanie „Drosten“ zum Adjutanten.[18]

Das VI. Bataillon besteht aus 9 Kompanien:

  • 5. Kompanie I. Zug „Dei Danner“ (seit 1956)
  • 5. Kompanie II. Zug „Dei Danner“ (seit 1956)
  • 5. Kompanie III. Zug „Dei Danner“ (seit 1957)
  • 28. Kompanie „Drosten“ (seit 1961)
  • 31. Kompanie „Am Steinkreuz“ (seit 1963)
  • 44. Kompanie „Heidewinkel“ (seit 1975)
  • 45. Kompanie „Bullenberger“ (seit 1983)
  • 58. Kompanie „Die Türmer“ (seit 2008)
  • 61. Kompanie „Die Wikinger“ (seit 2009)

Das Einzugsgebiet des Bataillons beläuft sich auf das Gebiet südlich der Landwehrstraße, nördlich der Moorstraße/Südrings, östlich der Brinkstraße und westlich des Pickerwegs.

VII. BataillonBearbeiten

Das VII. Bataillon entstand durch die Neugliederung des Vereins 1964.

Erster Kommandeur war Alfons Stratmann von der 7. Kompanie I. Zug „Moorkamp“. Erster Adjutant war Heinz Hausfeld ebenfalls aus der 7. Kompanie I. Zug „Moorkamp“. Seine Amtszeit als Adjutant wurde für eine Amtszeit unterbrochen als Richard Hasenkamp das Amt des Adjutanten innehatte. Das VII. Bataillon wählte als erstes Bataillonslokal die Gaststätte Alfons Stratmann. Zweiter Bataillonskommandeur wurde Franz Kampers von der 17. Kompanie „Nassauer Rosenkompanie“. Er bestellte Joseph Nuxoll von der 40. Kompanie „Fuchshöhle“ zum Adjutanten. 2006 wurde Helmut Staarmann von der 25. Kompanie, „Unlandsbäke“ Bataillonskommandeur. Er bestellte Stephan Meyer von der 18. Kompanie „Bokern“ zum Adjutanten. 2016 wurde Ottmar Fischer von der 19. Kompanie „Meyerfelde“ Bataillonskommandeur. Er bestellte Heinrich Stegkämper von der 8. Kompanie „Wiska“ zum Adjutanten.[19]

Das VII. Bataillon besteht aus 15 Kompanien:

  • 7. Kompanie I. Zug „Moorkamp“
  • 7. Kompanie, II. Zug, „Moorkamp“ (seit 1982)
  • 8. Kompanie „Wiska“
  • 11. Kompanie I. Zug „Keet alt“
  • 11. Kompanie II. Zug, „Keet jung“
  • 11. Kompanie III. Zug „Stadtwache“ (seit 2006)
  • 17. Kompanie „Nassauer Rosenkompanie“ (offizieller Name „Bakumer Straße“)
  • 18. Kompanie „Bokern“
  • 19. Kompanie „Meyerfelde“
  • 25. Kompanie „Moorkamp/Sandmöller“ (in den 70er Jahren aufgelöst)
  • 25. Kompanie, „Unlandsbäke“ (seit 1987)
  • 40. Kompanie „Fuchshöhle“ (seit 1968)
  • 46. Kompanie „Aschenputtel“ (seit 1996)
  • 50. Kompanie „Voßberg“ (seit 2001)
  • 51. Kompanie „Moorkamper Euwer“ (seit 2001)

Das Einzugsgebiet des Bataillons beläuft sich auf die Ortsteile und Bereiche Keet, Moorkamp, Meyerfelde, Bakumer Straße, Voßberg, Lohner Wiesen und Bokern.

Spielmannszug LohneBearbeiten

1959 wurde auf der Generalversammlung des Schützenvereins Lohne beschlossen, ein vereinseigenes Trommler- und Pfeifferkorps auszubilden. Durch Spenden auf der Versammlung konnten vier Trommeln, sechs Flöten und der Tambour- und Dirigentenstab beschafft werden. Ein Jahr später marschierte ein 12-Mann-Starke Kapelle das erste Mal zum Schützenfest aus. Mittlerweile ist der Spielmannszug Lohne von 1959 e.V. ein eigenständiger Verein, der als 98. Kompanie „Spielmannszug Lohne e.V.“ Mitglied des Lohner Schützenvereins ist.[20]

Stadtkapelle LohneBearbeiten

Am 1. Mai 1919 wurde der Musikverein Lohne gegründet. Bereits im Juli 1919 gab es den ersten öffentlichen Auftritt bei der Lohner Schützengesellschaft, einem Vorgänger des Schützenvereins Lohne. Am 22. Oktober 1953 wurde der Musikverein Lohne auf einer Generalversammlung in Stadtkapelle Lohne e.V. umbenannt. Die Verbindung zwischen der Stadtkapelle und dem Schützenverein besteht bis heute. Die Stadtkapelle wird vom Schützenverein als Mitglied und 97. Kompanie „Stadtkapelle Lohne e.V.“ geführt.[21]

Schießsportverein LohneBearbeiten

Der Schießsportverein Lohne im Schützenverein Lohne e.V. ist ein eigenständiger Verein, der aber in seiner Satzung verfügt Mitglied des Lohner Schützenvereins zu sein. Gemäß Satzung dient der Verein ausschließlich und unmittelbar sportlichen Zwecken, der Ausbildung im Schießsport sowie der Jugendarbeit. Der Verein nimmt für seine Mitglieder die Interessen zum Schützenverein Lohne und diversen Dachorganisationen wahr.[22]

Schützenplatz, Schießhalle und SchützenhofBearbeiten

Der Schützenplatz liegt an der Steinfelder Straße, direkt neben dem Stadion. Der Hauptplatz ist mit Linden bewachsen und liegt zwischen dem Schützenhof und der Schießhalle. Die große Rasenfläche grenzt an den Lohner Stadtwald und ist über Schützenfest mit dem großen Festzelt belegt. Der Schützenplatz gehört nicht dem Schützenverein, sondern wird für Veranstaltungen von der Stadt Lohne gepachtet. Der Schützenplatz befand sich ursprünglich abseits der Straße hinter dem Sportplatz, unterhalb des 1908 errichteten Aussichtsturmes. Um die Mitte des letzten Jahrhunderts bestand das ganze Gebiet östlich der Straße nach Steinfeld zwischen der jetzigen Josefstraße und Südlohne aus unkultivierten Heidefläche. Um 1900 begann hier die Aufforstung.

„Der höchste Punkt an Lohne ist der sog. Grevingsberg, im Osten gelegen; es war von jeher der Wunsch aller, derselbe möge doch mal endlich bepflanzt werden, damit die Ostwinde, die oft so sehr empfindlich über das Moor und die kahle Höhe streichen, gebrochen resp. abgehalten würden, endlich hat der Herr Pastor Holzenkamp sich einen allgemeinen Dank verdient, indem derselbe die ganze Fläche mit Fuhren hat bestellen lassen; nur noch wenige Jahre und wir werden weniger von dem rauhen 0st belästigt werden.“

Heimatblätter, Jahrgang 1988, Nr. 4, Seite 2

Der heutige Schützenplatz wurde ab 1906 mit Obstbäumen und Linden bepflanzt. Die Linden stehen bis heute.

Die Schützenhalle liegt am östlichen Rand des Schützenplatzes. In ihr befinden sich die sanitären Anlagen und die Schießstände. Es gibt einen separaten Raum mit zwölf 10-m-Luftgewehrstände, zwölf 50-m-Stände und abgetrennt davon sechs weitere 50-m-Stände, welche bis auf 100 m verlängerbar sind. Auf dem Hauptstand ist eine Anlage für den Laufenden Keiler. Direkt an die Schießhalle angelegt ist die Proklamationsbühne.

Der Schützenhof liegt direkt an den Steinfelder Straße und ist ein Hotel mit Gastronomiebetrieb. Momentan beherbergt es das Restaurant Sohnemanns. Das erste Gebäude an dieser Stelle wurde 1866 von Johann Heinrich Debering an der Chaussee von Lohne nach Steinfeld gebaut. Dieses Gebäude wurde 1869 erstmals erweitert. 1888 verkaufte der Gutsbesitzer Theodor Gellhaus Ländereien vom Gut Brettberg und Lisette Kreymborg erwarb das Grundstück des heutigen Schützenplatzes. Für 20 Reichsmark stellte sie den Platz der Schützengesellschaft und dem Schützenwirt zur Verfügung. Joseph Balthasar Feusi übernahm später mit seiner Frau die Gastwirtschaft und wurde selber Wirt im Lohner Schützenhof. 1904 verkauften die Eheleute Feusi den Schützenhof und den dazu gehörenden Platz an die Lohner Schützengesellschaft. Pächter der Gastwirtschaft und Verwalter des Platzes wurde Schneidermeister Clemens Burschey. 1906 wurde der Schützenhof um eine Kegelbahn und einem neuen Saal erweitert. Dieses Pachtverhältnis dauerte bis 1927 an. 1928 wurde das Wohnhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde der Schützenhof 1928 an Maurermeister Johann Fahling verkauft. 1968 ging der Besitz auf Kaufmann Friedrich Nordmann aus Wildeshausen über. 1979 erwarb die Stadt Lohne den Schützenhof.

2019 wurde die Anlage zum Schießen auf den laufenden Keiler im Rahmen der erneuten Standabnahme und jährlichen Renovierung außer Betrieb genommen und zurückgebaut.

FrauenkompanieBearbeiten

Mitglied im Lohner Schützenverein wird man durch den Eintritt in eine Kompanie. Theoretisch steht Frauen der Eintritt offen, aber fast alle Kompanien bestehen ausschließlich aus Männern. In der Regel werden Frauen Mitglied im Verein, wenn sie entweder in der Stadtkapelle oder im Spielmannszug Mitglied sind. Um allen Frauen die Möglichkeit zu geben, Mitglied im Verein zu werden, wurde vorgeschlagen, eine Frauenkompanie zu Gründen. Der damalige Präsident Burkhard Krapp berief daraufhin zweimal eine Gründungsversammlung ein und forderte die Lohner Frauen auf, an diesen Tagen zur Gründung zu erscheinen und einen Kompanievorstand zu benennen. An beiden Terminen erschienen nicht genug Frauen und die Kompanie konnte nicht gegründet werden.

SchützenfestBearbeiten

Das Schützenfest in Lohne findet traditionell am zweiten Wochenende im Juli von Samstag bis Montag statt. Viele Kompanien und Bataillone haben neben den offiziellen Terminen noch eigene Feiern und Veranstaltungen vor und nach dem Schützenfest. Das Schützenfest selber findet auf dem Schützenplatz statt.

Die offiziellen Termine des Vereins für den Samstag sind ein Empfang im Rathaus, die Heilige Messe in der St. Gertrudkirche, der Kinderumzug, der Kommers mit Proklamation des Kinderkönigs, Jugendtanz im Festzelt, der Ausmarsch zum Großen Zapfenstreich und der Große Zapfenstreich als Abschluss. Am Sonntag stehen das Antreten der Schützen mit anschließendem Umzug, der Seniorenkaffee im Festzelt, die Siegerehrung des Kinder- und Jugendschießens, die Proklamation des Integrationskönigs und der Ball im Festzelt auf dem Programm. Am Montag stehen das Antreten der Schützen mit anschließendem Umzug, die Proklamation des neuen Königs auf dem Schützenplatz und der Schützenball im Festzelt an.[23]

KinderschützenfestBearbeiten

Am jeweiligen Schützensamstag findet auf dem Schützenplatz das Kinderschützenfest statt. Es beginnt mit dem Umzug der Kinder und Schützen nach den Schützengottesdienst in der Innenstadt und endet mit Beginn des Kommers. Während des Kinderschützenfestes wird der Kinderkönig ausgeschossen. Zudem werden für alle Kinder auf dem Schützenplatz Spielmöglichkeiten wie z. B. Hüpfburgen, ein Puppentheater, ein Ratespiel, Jonglage sowie diverse Spielstände kostenfrei angeboten. Jedes Kind, welches diese Spielmöglichkeiten mitmacht, wird mit einem Preis belohnt. 2017 wurden über 600 kleine Sachpreise an Kinder vergeben. Verantwortlich für die Durchführung und Organisation sind die zwei Kinderwarte aus dem Vorstand des Vereins. Da diese zum Beginn den Kinderumzug begleiten und während des Kinderschützenfestes die Auswertung des Kinderkönigschießens durchführen, werden sie jedes Jahr von Freiwilligen der Lohner Jugendfeuerwehr und Mitarbeitern des Lohner Jugendtreffs unterstützt. Alle Kinder, die an wenigstens sechs Spielen teilgenommen haben, können sich diese Teilnahme auf einem Teilnehmerzettel abstempeln lassen. Diese werden eingesammelt und nach dem Schützenfest zieht die jeweilige Kindermajestät 50 Gewinner. Diese bekommen noch einmal einen Preis wie z. B. Kinogutscheine oder Eintrittskarten der Freilichtbühne Lohne.

MottoBearbeiten

Seit 1964 steht jedes Schützenfest unter einem eigenem Motto. Jeder Schütze in Lohne kann im Vorfeld des Schützenfestes ein Motto beim Vorstand einreichen. Dieser wählt aus den eingereichten Mottos das Jahresmotto aus. Der Schütze, der das Motto eingereicht hat, erhält auf dem Kommers den Mottoorden und darf vor den versammelten Schützen eine Rede zu seinem Motto halten. Der Mottoorden zählt in Lohne zu den am seltensten verliehenen Orden, da er pro Jahr nur einmal verliehen wird.

KommersBearbeiten

Am Schützenfestsamstag findet im Festzelt auf dem Schützenplatz der Kommers statt. Hierbei nimmt der Vorstand Ehrungen, Beförderungen und Auszeichnungen vor. Zur Tradition des Kommers gehören die Grußworte des Lohner Bürgermeisters und eine Festrede eines geladenen Ehrenredners. Der Kinderkönig wird auf dem Kommers inthronisiert. Festredner waren u. a. Peter Altmaier und David McAllister.

UmzügeBearbeiten

Während des Lohner Schützenfestes gibt es vier offizielle und eine große Anzahl inoffizieller Ausmärsche.

Fakelzug zum Großen ZapfenstreichBearbeiten

Am jeweiligen Samstag des Schützenfestes findet nach dem Kommers ein Ausmarsch der Schützen zum Großen Zapfenstreich am Rathaus bzw. der St. Gertruds-Kirche statt. Der Ausmarsch beginnt am Schützenplatz und führt über die Steinfelder Straße stadteinwärts, folgt der Brinkstraße, biegt in die Vogtstraße ab und endet auf dem Rathausvorplatz bzw. vor der St. Gertruds-Kirche. Der Veranstaltungsort wechselt zwischen dem Rathausplatz und der Kirche jährlich. Nach dem Zapfenstreich löst sich der Umzug frei auf.

KinderumzugBearbeiten

Am jeweiligen Samstag des Schützenfestes sammeln sich nach dem Schützengottesdienst in der St. Gertrud-Kirche die Schützen in der Lohner Innenstadt. Die Kinder, die am Schießen um die Kinderkönigswürde mitmachen wollen, führen hinter der Regimentsfahne den Umzug an. Der Umzug beginnt auf dem Platz des Lohner Wochenmarktes in Höhe der Gaststätte Heinz, schwenkt an der Ecke Lindenstraße/Brinkstraße Richtung stadtauswärts ab, folgt der Brinkstraße und der Steinfelder Straße bis zum Schützenplatz.

Schützenumzug am SonntagBearbeiten

Die einzelnen Kompanien treffen sich morgens in ihren jeweiligen Kompanielokalen. Vor dort aus marschieren sie zu ihrem Bataillonsantreteplätzen. Sobald das Bataillon versammelt ist, marschiert es mit Musikkapellen und Gästen zum Regimentsantrittsplatz auf der Parkpalette Küstermeyerstraße. Von dort aus setzt sich das Regiment über die Küstermeyerstraße Richtung Keetstraße in Bewegung. Von der Keetstraße biegt der Zug ab Richtung Innenstadt, passiert den Wochenmarkt bis zur Ecke Lindenstraße/Brinkstraße. Er folgt der Brinkstraße stadtauswärts, folgt weiter der Steinfelder Straße bis zum Schützenplatz.

Schützenumzug am MontagBearbeiten

Der Umzug am Montag verläuft fast identisch zum Vortag. Auswärtige Gastvereine und Kapellen sind teilweise nur sonntags dabei, sodass der Umzug etwas kürzer ist.

Inoffizielle AusmärscheBearbeiten

In der Woche vor und während des Lohner Schützenfestes gibt es viele kleinere Ausmärsche. Einige Bataillone marschieren zum Fahnehissen zu ihrem Kommandanten. Auch einzelne Kompanien marschieren in dieser Zeit oft durch Lohne. Es kann in dieser Woche jederzeit geschehen, dass Schützen in Marschformation in Lohne angetroffen werden.

KönigsschießenBearbeiten

Während des Lohner Schützenfestes werden drei Könige ausgeschossen:

KinderkönigBearbeiten

Nach dem Kinderumzug beginnt in der Schießhalle des Vereins das Kinderkönigsschießen. Jedes Lohner Kind darf zwei Schuss abgeben. Das Kind mit der höchsten erreichten Ringzahl wird neuer Kinderkönig bzw. Kinderkönigin. Es gibt es keine Geschlechtertrennung. Geschossen wird auf dem 10-m-Luftgewehrstand mit Lasergewehren. Die Proklamation des neuen Kinderkönigs erfolgt auf dem Kommers im Festzelt. Die Gewinner der Plätze 2 bis 5 stellen die Minister für den Thron. Jeder der fünf Erstplatzierten wählt sich einen Begleiter. Der Lohner Kinderthron besteht somit aus insgesamt 10 Kindern. Jugendliche ab 13 Jahre dürfen zwar mitschießen, werden aber separat ausgewertet. Als Anreiz für diese Altersgruppe werden jedes Jahr drei Geldpreise an die besten Schützen vergeben. Zudem werden die Plätze 6 bis 30 auf dem Schützensonntag mit einem Orden geehrt.

Kinderkönige in Lohne seit 1964
1964 Alfons Böckmann mit Gabriele Runnebom 1984 Sören Kuhweide mit Heike Schmidt 2004 Dominik Guske mit Michele von Gordon
1965 Alfred Zerhusen mit Elisabeth Fischer 1985 Ferdinand Hinners-Krogmann mit Anke Meistermann 2005 Judith Kampers mit Tim Kröger
1966 Heinz Rake und Martha Strunz 1986 Thomas Volkmann mit Petra Drüken 2006 Hendrik Heitmann mit Nele Becker
1967 Hubert Holzenkamp mit Mechthild Schraad 1987 Christian Asbree mit Heike van Wasen 2007 Laura Niemann mit Johannes Lüken
1968 Holger Lammers mit Sigrid Varnhorn 1988 Philipp Krapp mit Kerstin Meyer 2008 Karolin Westerhoff mit Felix Henkel
1969 Franz-Josef Kampers mit Jutta Börgerding 1989 Mike Deux mit Alexandra Schlärmann 2009 Lea Zumbrägel mit Lukas Scheper
1970 Ludger Stratmann mit Maria Niedfeld 1990 Christoph Majchszak mit Stefanie Kruse 2010 Jan Bohmann mit Verena Muhle
1971 Reinhold Nordmann mit Johanna Nordmann 1991 Gisbert Meistermann mit Anja Thierbach 2011 Hendrik Hinners–Krogmann mit Nina Goebels
1972 Franz-Josef Bokern-Kerstin und Elisabeth Wielage 1992 Christian Kampsen mit Elke Wessel 2012 Johannes Wempe mit Kathrin Wienhold
1973 Holger Hübner mit Martina Landwehr 1993 Andre Kaufmann mit Sabine Mönnich 2013 Gina-Maria Reichert mit Niklas Kamphaus
1974 Reinhold Holzenkamp mit Edeltraut Hausfeld 1994 Nicole Hackmann mit Ulrich Brinkmann 2014 Lea-Victoria Wilke mit Daniel Haskamp
1975 Hubert Vornhagen mit Doris Bergmann 1995 Frank Freiberg mit Mareike Schöbel 2015 Greta Olberding mit Joa Wellinghoff
1976 Reinhard Hoyer mit Annette Nordmann 1996 Stefan Dammann mit Nicole Wilak 2016 Marie Ihorst mit Justus Idasiak
1977 Detlef Grunau mit Agnes Siemer 1997 Sabrina Fischer mit Frederik Schraad 2017 Justus Clemens Schraad mit Sophia Buschmann
1978 Norbert Klumpe mit Hedwig Menke-Zumbrägel 1998 Diane Fangmann mit Christopher Lamping
1979 Detlef Bornhorst und Christiane Frerichs 1999 Franziska Ideler mit Manuel Sprehe
1980 Stefan Wilke mit Martina Sieve 2000 Stefanie Triemer mit Thomas Meyer
1981 Bernd Dammann mit Mechthild Landwehr 2001 Thorsten Tönnies mit Anne Westendorf
1982 Andreas Herzog mit Anja Thomann 2002 Lena Rießelmann mit Hannes Achterberg
1983 Hartwig Becker mit Andrea Espelage 2003 Andre Menke-Zumbrägel mit Lea Hausfeld

IntegrationskönigBearbeiten

1996 nahm die Integrationsgruppe auf Einladung des Schützenvereins Lohne am Schützenfest teil. Da die Schießstände mit Aufsichten besetzt waren, schoss die Integrationsgruppe ihren ersten König aus. Integrationskönig wurde Mark Medzech, der ebenso in der 9. Kompanie „Wichel“ und im Spielmannszug Lohne Mitglied war. Der damalige Schützenkönig Andre Wilke spendete daraufhin eine eigene Königskette für die Integrationsgruppe. Der Schützenverein spendete als Antwort das Diadem für die Königin. Die Reihe der Integrationskönige ist bis heute nicht unterbrochen worden. Die Proklamation des Integrationskönigs erfolgt am Schützenfestsonntag im Festzelt.

Könige der Integrationsgruppe in Lohne seit 1996
1996 Mark Medzech mit Dagmar Meyer 2005 Markus Nordlohne mit Monika Bahlmann 2014 Markus Lampe mit Lina Hörner
1997 Frank Soika mit Marlies Pille 2006 Wolfgang Hartmann mit Christine Fock 2015 Patrick Waschefort mit Annette Bührmann
1998 Markus Klawikowski mit Birthe Beckhelling 2007 Michael Rießelmann mit Birgit Brinkmann 2016 Thomas Ehrenborg mit Susanne Haskamp
1999 Peter Holthaus mit Anita Kröger 2008 Maike Kühling mit Michael Lamping 2017 Manuela Bokern mit Kevin Bruns
2000 Norbert Timme mit Maria Meyer 2009 Ina Riesenbeck mit Manuel Geisler 2018 Stefan Ballmann mit Sophie Wolke
2001 Johannes Schaland mit Manuela Nienabe 2010 Daniel Behrend mit Anna Bröring
2002 Josef Ostendorf mit Eva Rießenbeck 2011 Christine Riegner mit Ludger Weinert
2003 Markus Kolbeck mit Sonja Varnhorn 2012 Katharina Theilen mit Jan Sieverding
2004 Guido Möhlmann mit Linda Sieverding 2013 Barbara Wahls mit Martin Nordlohne

KönigBearbeiten

Der König des Lohner Schützenvereins wird am Sonntag und Montag des Schützenfestes ausgeschossen. Geschossen wird auf dem 50-m-Stand mit Kleinkalibergewehren. Sonntags werden zwei Schuss abgegeben und Montags einer, der sogenannte Königsschuss. Der König wählt sich in seinen Hofstaat in der Regel vier Minister. Diese werden Fürst, Herzog, Graf und Baron genannt. Die Proklamation erfolgt am Montag Abend auf dem Festplatz.

Schützenkönige in Lohne seit 1964
1964 Heinrich Brockhaus mit Maria Brockhaus
(13. Kompanie „Schellohne“)
1984 Clemens Scherbring mit Hanne Scherbring
(6. Kompanie „Brink-Nord“)
2004 Josef Nordlohne mit Petra Nordlohne
(11. Kompanie I.Zug „Keet-Alt“)
1965 Hermann von Lehmden mit Leni von Lehmden
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
1985 Günther Zerhusen mit Veronika Zerhusen
(29. Kompanie „Osterberggrenadiere“)
2005 Hans-Jörg Krechmann mit Doris Krechmann
(45. Kompanie „Bullenberger“)
1966 Bernhard Bahlmann mit Änne Bahlmann
(„Stadtkapelle“)
1986 Manfred Thomann mit Martha Thomann
(27. Kompanie „Sanssouci“)
2006 Paul Dödtmann mit Gaby Dödtmann
(27. Kompanie „Sanssouci“)
1967 Heinrich Westendorf mit Agnes Westendorf
(18. Kompanie „Bokern“)
1987 Walter Meyer mit Rosl Meyer
(11. Kompanie I.Zug „Keet-Alt“)
2007 Frank Rießelmann mit Birgit Rießelmann
(„Stadtkapelle“)
1968 Paul Ernst und Margrit Ernst
(4. Kompanie „Bahnhofstraße“)
1988 Heinz Deters mit Rita Deters
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
2008 Walter Kampers mit Ulla Kampers
(25. Kompanie „Unlandsbäke“)
1969 Hermann Wehry mit Paula Wehry
(2. Kompanie „Südlohne“)
1989 Heinz Thomann mit Hildegunde Thomann
(32. Kompanie „Windmühlenberg“)
2009 Uwe Moormann mit Marion Moormann
(16. Kompanie „Landwehrstraße“)
1970 Franz Wilke mit Heidi Wilke
(12. Kompanie „Brink-Süd“)
1990 Helmut Büscherhoff mit Rosi Büscherhoff
(22. Kompanie „Poggenstadt“)
2010 Dietmar Eik mit Ulrike Eik
(7. Kompanie II.Zug „Jung-Moorkamp“)
1971 Otto Menke mit Elsa Menke
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
1991 Franz Götting mit Elisabeth Götting
(13. Kompanie „Schellohne“)
2011 Helmut Osterhus mit Kornelia Osterhus
(39. Kompanie „Sandhasen“)
1972 Josef Greten mit Maria Greten
(29. Kompanie „Osterberggrenadiere“)
1992 Ernst Behrend mit Martina Behrend
(40. Kompanie „Fuchshöhle“)
2012 Erwin Sperveslage mit Susanne Sperveslage
(41. Kompanie II.Zug „Adlerjäger“)
1973 Günther Zumbrägel mit Hannelore Zumbrägel
(28. Kompanie „Drosten“)
1993 Norbert Krogmann mit Lisa Krogmann
(14. Kompanie II.Zug „Jung-Markt“)
2013 Werner Vornhagen mit Ingrid Schockemöhle
(18. Kompanie „Bokern“)
1974 Dr. Hans Theo Steinkamp mit Evelyn Steinkamp
(37. Kompanie „Zur Bleiche“)
1994 Heinz Hilbert mit Karin Hilbert
(36. Kompanie „Eichen“)
2014 Jürgen Fischer mit Petra Fischer
(50. Kompanie „Voßberg“)
1975 Martin Buschmann mit Lisa Buschmann
(6. Kompanie „Brink-Nord“)
1995 Heiner Rottinghaus mit Christine Rottinghaus
(3. Kompanie I.Zug „Untere Lindenstraße“)
2015 Matthias Thierbach mit Antje Thierbach
(5. Kompanie III.Zug „Dei Danner“)
1976 Aloys Willen mit Angela Willen
(1. Kompanie „Obere Lindenstraße“)
1996 Andre Wilke mit Gerda Krümpelbeck
(5. Kompanie I.Zug „Dei Danner“)
2016 Ottmar Fischer mit Annegret Fischer
(19. Kompanie „Meyerfelde“)
1977 Paul Uptmoor mit Christel Uptmoor
(7. Kompanie I.Zug „Moorkamp“)
1997 Rudolf Wöhrmann mit Elfriede Wöhrmann
(27. Kompanie „Sanssouci“)
2017 Werner Grote mit Hildegard Grote
(23. Kompanie „Brägel“)
1978 Wilhelm Bojes mit Julia Bojes
(32. Kompanie „Windmühlenberg“)
1998 Clemens Ideler mit Jutta Ideler
(2. Kompanie „Südlohne“)
2018 Markus Feldkamp mit Nicole Feldkamp
(40. Kompanie „Fuchshöhle“)
1979 Josef Brinkmann mit Gunda Brinkmann
(12. Kompanie „Brink-Süd“)
1999 Norbert Lodde mit Hiltrud Lodde
(6. Kompanie „Brink-Nord“)
1980 Franz-Josef Nordlohne mit Rita Nordlohne
(5. Kompanie I.Zug „Dei Danner“)
2000 Wilhelm von Häfen mit Renate von Häfen
(15. Kompanie „Rießeler Jäger“)
1981 Günther Lammers mit Ingrid Lammers
(10. Kompanie „Grevingsberg“)
2001 Hermann Niedfeld mit Ingrid Niedfeld
(7. Kompanie II.Zug „Jung-Moorkamp“)
1982 Hubert Sieve mit Gerda Sieve
(„Stadtkapelle“)
2002 Stefan Fischer mit Gisela Fischer
(41. Kompanie II.Zug „Adlerjäger“)
1983 Heinz Dettmer mit Hedwig Dettmer
(11. Kompanie I.Zug „Keet-Alt“)
2003 Marc Thierbach mit Nicola Thierbach
(5. Kompanie III.Zug „Dei Danner“)

Sonstige VeranstaltungenBearbeiten

KönigsfestBearbeiten

Es hat sich innerhalb des Schützenvereins etabliert, dass der jeweilige König wahrend seiner Amtszeit eine Veranstaltung organisiert. In den letzten Jahren waren dies u. a. ein Beachvolleyballturnier, Fußballturniere, Biathlonturniere oder Mottoveranstaltungen. Der Erlös dieser Veranstaltungen wird grundsätzlich für caritative Zwecke gespendet. Damit der jeweilige Königsthron entlastet wird, richten die sieben Bataillone des Schützenregimentes Lohne, seit dem Jahr 2018 im jährlichen Wechsel eine Benefizveranstaltung für caritative Zwecke aus.

Heilige Messe für verstorbene SchützenBearbeiten

Seit 1981 findet jeden Schützensamstag vor dem Kinderumzug eine "Heilige Messe" zum Gedenken an verstorbene Schützen in der St. Gertrud Kirche, statt. Initiiert wurde diese von Kaplan Karl-Heinz Westerkamp.

UniformbörseBearbeiten

Am Mittwoch vor dem Schützenfest wird eine Uniformbörse in der Schützenhalle abgehalten.

KönigsballBearbeiten

Im Januar findet der Königsball in einem Festsaal in Lohne statt. Jeder Schütze kann daran teilnehmen.

Laserschießen für KinderBearbeiten

Jeden ersten Sonntag im Monat findet in der Schießhalle des Vereins ein Übungsschießen auf dem 10-m-Luftgewehrstand mit Lasergewehren für Kinder statt. Ursprünglich wurde dieses Übungsschießen nur von drei Bataillonen ausgerichtet. Später beteiligten sich alle Bataillone und es wurde für alle Kinder, die teilnehmen wollen, geöffnet, unabhängig von der Vereinszugehörigkeit.

Lohner SchützenliedBearbeiten

 
Hauptmann a. D. Heinz Brandt

Das Lied Wenn Schützen marschieren, nach der Melodie des Volksliedes Hohe Tannen weisen die Sterne, wurde von Hauptmann a.d. Heinz Brandt getextet. Es war das Kompanielied der 5. Kompanie I. Zug "Dei Danner". 1979 wurde es auf Befehl des damaligen Präsidenten Alois Diekstall zum Lohner Schützenlied. Heinz Brandt erhielt dafür den Großen Verdienstorden des Vereins.


Das Lohner Schützenlied

Grüß dich Lohne, du Stadt, die wir lieben,
heute findest du keine Ruh.
Wenn wir Schützen durch Lohne marschieren,
grüßen Freunde und winken uns zu.
Wenn wir Schützen durch Lohne marschieren,
grüßen Freunde und winken uns zu.

Laßt uns fröhlich die Tage genießen,
Alt und Jung schau'n nicht auf die Zeit.
Lohner Schützen sind stehts guter Laune,
und auch immer zum Helfen bereit.
Lohner Schützen sind stehts guter Laune,
und auch immer zum Helfen bereit.

Frohes Lachen und frohe Gesichter,
blauer Himmel und Sonnenschein.
Grüß dich Lohne Stadt der 1000 Schützen.
Wir sind Lohner und wollen es sein.
Grüß dich Lohne Stadt der 1000 Schützen.
Wir sind Lohner und wollen es sein.

Besondere Schützenvereine der NachbarschaftBearbeiten

Schützenverein Bokern-Märschendorf e.V.Bearbeiten

1955 wurde in den Lohner Bauernschaften Bokern und Märschendorf der Schützenverein Bokern-Märschendorf e.V. gegründet. Die beiden Bauernschaften gehören zwar zum Verwaltungsbereich der Stadt Lohne, aber nicht zur Stadt selber. Der Schützenverein hat heute ca. 400 Mitglieder und sieben Kompanien. Zwischen dem Schützenverein Bokern-Märschendorf e.V. und dem Schützenverein Lohne e.V. von 1608 besteht eine enge Freundschaft, welche mit gegenseitigen Besuchen des jeweiligen Schützenfestes gewürdigt wird.[24]

Schützenverein Mühlen e.V. von 1919Bearbeiten

1919 wurde in dem zu Steinfeld gehörenden Mühlen der Schützenverein Mühlen e.V. von 1919 gegründet. Der Schützenverein hat heute ca. 800 Mitglieder und sechs Kompanien. Besonders zu erwähnen ist, dass der Lohner Ortsteil Kroge-Ehrendorf sich entschlossen hat sich dem Schützenverein Mühlen anzuschließen und nicht dem Schützenverein Lohne. Trotzdem besteht zwischen beiden Vereinen eine enge Freundschaft, welche mit gegenseitigen Besuchen des jeweiligen Schützenfestes gewürdigt wird.[25]

LiteraturBearbeiten

  • Burkhard Krapp (Red.): Wir Lohner Schützen. Beiträge zur Geschichte und zum Selbstverständnis unseres Vereins. 1608–2008. Hrsg.: Schützenverein Lohne e.V. von 1608. 1. Auflage. Schützenverein Lohne, Lohne 2008, DNB 989909891.
  • Carl Heinrich Nieberding: Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster und der angränzenden Grafschaften Diepholz, Wildeshausen etc. Ein Beitrag zur Geschichte und Verfassung Westphalens. 2. Auflage der Ausgaben Vechta 1840–1852. Vechtaer Druck und Verlag, Vechta 1967 (3 Bände in 1 Band).
  • Johann Josef Scotti (Bearb.): Sammlung der Gesetze und Verordnungen, welche in dem Königlich Preußischen Erbfürstenthume Münster und in den standesherrlichen Gebieten […] in den Jahren 1806 und resp. 1811 ergangen sind. Im Auftrage des Königlichen Preußischen Hohen Staats-Ministeriums gesammelt und herausgegeben. Aschendorff, Münster 1842, S. 166, 173 (online im Internet-Portal „Westfälische Geschichte“).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Satzung des Schützenvereins Lohne Satzung des Schützenvereins Lohne auf Seite des Vereins. Abgerufen am 2. Oktober 2018. (pdf)
  2. Lohne feiert Schützenfest Artikel mit Bilderstrecke vom 8. Juli 2012 in der NWZ. Abgerufen am 5. September 2018.
  3. ...und nun zum zweitgrößten Schützenfest nach Lohne Artikel auf Seite des Musikvereins Garrel vom 9. Juli 2013. Abgerufen am 5. September 2018.
  4. Wegen Überfüllung geschlossen Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 14. Juli 2014. Abgerufen am 5. September 2018.
  5. Schlacht bei Stadtlohn 1623 Bebilderter Artikel vom Heimatverein Stadtlohn. Abgerufen am 8. Oktober 2018.
  6. Vechta Eintrag auf stadtbuecher.de. Abgerufen am 8. Oktober 2018.
  7. C. H. Nieberding: Geschichte des ehemaligen Niederstifts Münster. 2. Aufl. Vechta 1967, S. 496.
  8. Schützen- und Disziplinarordnung des Schützenvereins Lohne e.V. von 1608 Schützen- und Disziplinarordnung des Schützenvereins Lohne e.V. auf der Vereinsseite. Abgerufen am 5. November 2018. (pdf)
  9. Franz-Josef Nordlohne Eintrag in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  10. 400 Jahre Schützenverein Lohne Artikel vom 9. Juli 2008 in der NWZ. Abgerufen am 5. September 2018.
  11. Lohner Schützen jubeln ihrem „König Walter“ zu Artikel der NWZ vom 15. Juli 2008. Abgerufen am 5. September 2018.
  12. Chronologie Chronologie der Riesseler-Jäger. Abgerufen am 11. April 2019.
  13. Geschichte des I. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des I. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  14. Geschichte des II. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des II. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  15. Geschichte des III. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des III. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  16. Geschichte des IV. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des IV. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  17. Geschichte des V. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des V. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  18. Geschichte des VI. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des VI. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  19. Geschichte des VII. Bataillons Bataillonsgeschichte auf Seite des VII. Bataillons. Abgerufen am 5. September 2018.
  20. Geschichte des Spielmannszugs Lohne Geschichte auf Seite des Spielmannszugs Lohne. Abgerufen am 5. September 2018.
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